Von Roman Büttner
Seit Anfang Februar läuft die Einführung des so genannten Biokraftstoffs E10. Die Tankstellenbetreiber müssen 6,25 Prozent ihres Kraftstoffes (gemessen am Energieinhalt) aus pflanzlicher Produktion verkaufen. Deshalb mischen die Konzerne zehn Prozent Bioethanol in den Sprit.
Hintergrund sind Vorgaben der EU mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß von Autos zu senken. Schaffen sie diese Quote nicht, drohen bei jedem anstatt des Biosprits verkauften Liter Strafzahlungen von zwei Cent. Was sich nach einem sinnvollen Schritt anhört, droht nun zum Desaster zu werden. Die Autofahrer weigern sich, die neue Sorte zu tanken, und die Lager sind voll. Die Folge: Die Raffinerien müssen ihre Produktion drosseln und erste Tankstellenbetreiber die Einführung weiter verschieben - SPIEGEL ONLINE erklärt die Hintergründe.
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