Stopp bei Biosprit-Einführung: Wie kam es zum E10-Desaster?

Von Roman Büttner

Die Einführung des neuen Bio-Sprits E10 droht zum Flop zu werden. Auf halber Strecke setzt die Benzinbranche die Umstellung vorerst aus. Grund ist der beinahe flächendeckende Kaufstreik der Autofahrer. SPIEGEL ONLINE klärt die wichtigsten Fragen zum E10-Desaster.

E10-Zapfsäule: Die Einführung des Biosprits gerät zum DebakelZur Großansicht
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E10-Zapfsäule: Die Einführung des Biosprits gerät zum Debakel

Seit Anfang Februar läuft die Einführung des so genannten Biokraftstoffs E10. Die Tankstellenbetreiber müssen 6,25 Prozent ihres Kraftstoffes (gemessen am Energieinhalt) aus pflanzlicher Produktion verkaufen. Deshalb mischen die Konzerne zehn Prozent Bioethanol in den Sprit.

Hintergrund sind Vorgaben der EU mit dem Ziel, den CO2-Ausstoß von Autos zu senken. Schaffen sie diese Quote nicht, drohen bei jedem anstatt des Biosprits verkauften Liter Strafzahlungen von zwei Cent. Was sich nach einem sinnvollen Schritt anhört, droht nun zum Desaster zu werden. Die Autofahrer weigern sich, die neue Sorte zu tanken, und die Lager sind voll. Die Folge: Die Raffinerien müssen ihre Produktion drosseln und erste Tankstellenbetreiber die Einführung weiter verschieben - SPIEGEL ONLINE erklärt die Hintergründe.

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  • Datum: Donnerstag 03.03.2011 | 18:29 Uhr
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