Gerade einmal 6300 Exemplare ihres sparsamsten Lupos haben die Wolfsburger Autobauer bislang verkauft, das sind sieben Prozent der gesamten Lupo-Produktion. Jetzt soll diese Ziffer offenbar deutlich angehoben werden - mit einer recht abenteuerlichen Welttournee.
Die Idee dazu mopste VW aus der Weltliteratur: In 80 Tagen soll ein völlig normaler Serien-Lupo mit dem 1,2 Liter Dreizylinder-Turbodiesel und 61 PS (45 kW) um die Welt kutschieren. Acht Etappen auf fünf Kontinenten sind vorgesehen. Bevor der Kleinwagen am 3. August das Ziel seiner "Durststrecke", die Autostadt in Wolfsburg erreicht, soll er 33.333 Kilometer zurücklegen.
Für den Trip um den Erdball stehen lediglich 1000 Liter Dieselkraftstoff zur Verfügung. Beherztes Vollgas-Fahren über staubige Pisten oder ähnlich abenteuerliches Verhalten im Straßenverkehr der Fremde verbietet sich also von selbst. Das Fahrerteam für den Rekordversuch rekrutiert sich ausschließlich aus der Entwicklungsmannschaft für den 3-Liter-Lupo. Hinterm Steuer wollen also erklärte Experten in Sachen Spritsparen Platz nehmen.
Der Startschuss fällt am Dienstag in Berlin auf der Renommierstraße "Unter den Linden", von hier aus geht es nach Paris und dann erst mal per Luftfracht nach Johannesburg in Südafrika. Die nächsten Stationen sind Kapstadt, nach dem Transfer nach Asien geht es weiter nach Bangkok, Kuala Lumpur und Singapur.
Es folgt die Etappe in Australien, danach nimmt der Marathon-Lupo Amerika unter die Räder: San Francisco, Los Angeles, Mexiko; an der Ostküste folgen Washington und New York. Zurück in Europa stehen London, Madrid und Lissabon auf dem Fahrplan, anschließend Marrakesch (Marokko), Rom, Stockholm, Kopenhagen und schließlich Wolfsburg.
Eine reichlich unorthodoxe Streckenführung. Doch so tourt der VW nicht nur durch wichtige Absatzmärkte der Marke, sondern bekommt auch die nötigen 33.333 Kilometer auf den Tacho - und kann darüber hinaus vor attraktiven Kulissen fotografiert und gefilmt werden. Denn natürlich wird die Fahrt dokumentiert. Mehrmals wöchentlich wird der Sender Pro Sieben über die Reise berichten, außerdem kann die Fahrt im Internet verfolgt werden.
Sollte der Kleine tatsächlich mit 1000 Litern um die Welt kommen, hat die Knauserei am Ziel in Wolfsburg sicher ein Ende: Dann wird der Schaumwein fließen und zwar nicht nur 3 Liter je 100 Personen.
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