Viel gelobte Studie GTC Genève: Designdirektor Martin Smith vertritt Opels neue Formensprache
Opels oberster Formengeber hat eine klare Vision davon, wie die künftigen Autos aus Rüsselsheim aussehen werden. "Viele Leute sagen, die Autos sehen heute alle gleich aus. Das würde ich vehement bestreiten." Zumindest die neue Opel-Designphilosophie kann Martin Smith sehr genau vom Wettbewerb abgrenzen. Straffe und geschwungene Linien, trapezförmig gespannte Flächen, klare Fenstergrafiken, dreidimensionale Leuchten an Front und Heck, ausgeprägte Radläufe und technisch gestaltete Details gehören zu den Grundelementen der neuen Designlinie. Nicht zu vergessen das akzentuierte Blitz-Logo sowie die so genannte Bügelfalte, die außen wie innen mittig platziert als dynamisches Element ins Auge fällt. Beispielhaft zu sehen am neuen Volumenmodell Astra, der sich im kommenden Jahr dem ewigen Duell mit dem VW Golf stellen wird.
Einen Vorgeschmack auf die dreitürige Version hatte er bereits im März mit seiner viel gelobten Studie "GTC Genève" auf dem Genfer Salon gegeben. Das fertige Serienmodell sieht, abgesehen von einzelnen Gimmicks wie den zylindrischen Bremsleuchten am Heckdach oder den futuristischen Armaturen, nahezu identisch aus. Kein Zufall, sagt Smith. "Wir wissen, was wir wollen." Konzeptfahrzeuge würden nicht nur auf Publikumsreaktion hin gebaut, "sondern damit der Kunde sieht, was er in Zukunft von Opel erwarten kann". Smith nennt Opels Formensprache "expressives Design", das "dynamisch und emotional" wirkt. Im Gegensatz zum härtesten Konkurrenten, dessen Formen als "statisch und evolutionär" zu bezeichnen sind.
Konzept perfekt umgesetzt: Der neue Signum
Wie Opels Designkonzept in reale Form gegossen wird, findet aktuell seinen Ausdruck im neuen Signum sowie im Vectra Caravan, der seine Premiere auf der IAA in Frankfurt (11. bis 21. September) erleben soll. Auch das letzte Mitglied der Mittelklasse-Baureihe, das nach Limousine, GTS und Signum im Oktober zum Händler rollen soll, kennzeichnet neben dem 2,83 Meter langen Signum-Radstand die Seitenfenster-Grafik über der ausgeprägten, bis ins Heck reichenden Schulter und die lang gestreckte Dachlinie. Am Heck finden sich breite, seitlich weit herumgezogene Rückleuchten.
"Gestaltung des Interieurs so wichtig wie die äußere Form": Opel Vectra Caravan
Für die praxisgerechte Nutzung kündigt Opel "intelligente Lösungen" wie das "variable FlexOrganizer-Konzept", das im Wesentlichen aus zwei in den hinteren Seitenwänden angebrachten Schienen besteht, in die sich nach Bedarf ein flexibles System von Netzen und klappbaren Trennwänden zur Ladungssicherung und Aufteilung des Gepäckabteils einklinken lässt. Außerdem steht auf Wunsch eine via Knopfdruck vom Fahrzeugschlüssel oder vom Cockpit aus fernbedienbare Heckklappe sowie eine unsichtbar unter dem Heckstoßfänger montierte wegklappbare Anhängerkupplung auf der Optionsliste.
Bekannte Kombi-Qualitäten: Der Vectra Caravan wird ein Gepäckraumvolumen von bis zu 1850 Liter haben
Bei Fahrkomfort und -dynamik soll das so genannte Interaktive Dynamische FahrSystem (IDS) sorgen. Teil des IDS-Systems und serienmäßig mit an Bord ist die neueste Generation des elektronischen Stabilitätsprogramms ESPPlus, mit selektivem Bremseneingriff an bis zu drei Rädern. Für passive Sicherheit sorgen neben unter anderem Front- und Seitenairbags, Kopfairbags vorne und hinten, fünf Dreipunkt-Sicherheitsgurte, aktive Kopfstützen an den Vordersitzen, drei höhenverstellbare Kopfstützen hinten sowie zwei Isofix-Kindersitzbefestigungen auf den beiden äußeren Plätzen im Fond.
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