007s Dienstwagen: Bond-Auto für 2,6 Millionen Pfund versteigert

Er kommt mit Extras wie Schleudersitz, Maschinengewehr und Nagelwurfmaschine - und ist tatsächlich für den Straßenverkehr zugelassen. Der Aston Martin DB5, den Sean Connery im Bond-Klassiker "Goldfinger" lenkte, ist versteigert worden. Allerdings für weniger als gedacht.

Aston Martin DB5: Lizenz zur Verfolgungsjagd Fotos
Getty Images

London - Auf 3,5 Millionen Pfund war der Wert des silberfarbenen Aston Martin DB5 geschätzt worden. Früher Dienstwagen von Meisteragent James Bond im Film "Goldfinger", heute Sportwagen-Legende, wurde das Auto am Mittwochabend in London versteigert. Der Erlös von letztlich 2,6 Millionen Pfund (rund 2,9 Millionen Euro) - immer noch eine sehr stolze Summe - kommt einer Stiftung des Verkäufers Jerry Lee zugute, die sich für den Abbau von Kriminalität und den Zugang zu Bildung einsetzt.

Der US-Amerikaner hatte das Auto 1969 für 12.000 Dollar gekauft und 41 Jahre lang in seinem hauseigenen James-Bond-Showroom präsentiert. "Ich bin ein bisschen traurig", sagte Lee bei der Oldtimer-Versteigerung, dessen Nummer-eins-Attraktion sein Aston Martin war. Neben 100 weiteren Klassikern kam auch der alte Lamborghini von Rockmusiker Rod Stewart für mehr als 600.000 Pfund unter den Hammer.

Weltweite Berühmtheit erlangte der Aston Martin als Filmauto von Sean Connery alias James Bond im Film "Goldfinger" von 1964. Damals war das Auto nicht nur der aktuelle Sportwagen des britischen Herstellers, sondern der Filmausstattungsspezialist John Stears bestückte das silberfarbene Coupé auch mit etlichen Agenten-Extras.

Unter den vorderen Blinkern beispielsweise waren Maschinengewehre verborgen, in den Radnaben steckten ausfahrbare Klingen, es gab ausfahrbare Rammstangen an Front und Heck, hinten dazu einen vor der Rückscheibe ausfahrbaren Kugelfang. Zudem konnte ein Ölsprayer am Heck aktiviert werden, ein Nebelwerfer, und es gab hinter den Rücklichtern verborgene Rohre, aus denen sich sternförmige Nägel auf die Fahrbahn streuen ließen. Ein Schleudersitz, eine Radaranlage und automatisch wechselnde Nummernschilder komplettierten die Agenten-Spezialausstattung.

Sämtliche "Extras" des jetzt versteigerten Wagens sind funktionstüchtig, lediglich die Maschinengewehre unter den Blinkern waren zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht geladen. Der Sportflitzer ist fahrbereit und für den Straßenverkehr zugelassen.

Bei den Dreharbeiten für das 007-Abenteuer "Goldfinger" wurden seinerzeit zwei DB5-Modelle eingesetzt; später wurden zwei weitere Autos für die Reklametour gebaut. Eines davon wurde vor vier Jahren in den USA für rund zwei Millionen Dollar versteigert, das andere steht in einem Museum in Holland. Von den beiden Original-Filmautos wurde eines im Sommer 1997 in Florida gestohlen und ist seither verschollen.

can/dpa

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
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1. ...
Fangio 28.10.2010
Das erstere würde ich für den Betrieb hierzulande noch ändern lassen. Wenn ich an die Zustände auf unseren Autobahnen denke..
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