Je voller der Tank, desto leerer der Geldbeutel. Das galt für 2012 mehr als je zuvor, denn laut ADAC war Kraftstoff noch nie so teuer wie im vergangenen Jahr. Wie der Automobilclub mitteilte, mussten Autofahrer an Markentankstellen und freien Stationen bundesweit durchschnittlich 1,598 Euro für einen Liter Super E10 und 1,478 Euro für einen Liter Diesel zahlen. Das seien 7,6 beziehungsweise 6,7 Cent mehr als noch im Jahr 2011.
Am teuersten war das Tanken laut ADAC für Benzin am 13. September 2012, als Autofahrer an den Zapfsäulen 1,709 Euro pro Liter E10 in Kauf nehmen mussten. Dies sei der teuerste Tag fürs Tanken seit Aufzeichnung der Spritpreise im Jahr 1950 gewesen. Diesel war vergangenes Jahr am 26. August am teuersten. Damals schlug ein Liter mit 1,554 Euro zu Buche.
Am günstigsten war Autofahren für Besitzer von Benzinern vor einem Jahr: Am 2. Januar 2012 kostete ein Liter Super E10 an den Tankstellen im Land 1,497 Euro. Diesel war mit 1,375 Euro je Liter am 26. Juni am billigsten.
Extrem viele Preissprünge
In das Jahr 2013 starteten die Kraftstoffpreise laut ADAC mit einem geringfügigen Anstieg. Super E10 notierte am 1. Januar bei 1,541 Euro je Liter. Das ist ein Plus von 1,1 Cent gegenüber der Vorwoche. Diesel lag demnach bei 1,450 Euro je Liter und war damit 0,2 Cent teurer als in der Woche zuvor.
Der Mineralölkonzern Aral hatte kürzlich ähnliche Zahlen vorgelegt: An den Tankstellen des Konzerns kostete ein Liter der meistgetankten Sorte Super E5 im Jahr 2012 im Schnitt 1,643 Euro - so viel wie nie zuvor. Als einen Grund nennt Aral den hohen Rohölpreis. Umgerechnet kostete ein Barrel (159 Liter) 87 Euro und damit acht Euro mehr als im Vorjahr. 2012 gab es laut Aral außerdem an 361 Tagen im Jahr eine Preisveränderung - auch das ist ein Rekord.
In diesem Jahr soll die Schaffung einer sogenannten Benzinpreis-Meldestelle für mehr Transparenz an den Zapfsäulen sorgen. Die rund 14.000 Tankstellen im Land müssen dann ihre Preise und Preisänderungen dem Bundeskartellamt melden. Per Handy oder Navigationsgerät sollen die Daten abrufbar sein und es Autofahrern ermöglichen, sich in Echtzeit über die billigste Tankstelle in ihrer Umgebung zu informieren.
cst/AFP/dpa
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