ADAC-Untersuchung 2012: Fast 600.000 Kilometer Stau

Blechlawine: Ein Stau im März auf der A2 bei Hannover Zur Großansicht
dapd

Blechlawine: Ein Stau im März auf der A2 bei Hannover

Überlastete Straßen: Deutschlands Autobahnen sind an der Kapazitätsgrenze. Der wohl eindrücklichste Beleg sind Staus. Der ADAC hat nun die Gesamtlänge der Blechlawinen berechnet. Besonders voll war es demnach in Nordrhein-Westfalen und Bayern.

München - Autofahrer in Deutschland haben im zu Ende gehenden Jahr Tausende Stunden in Blechlawinen festgesteckt. Die gemeldeten Staus des Jahres 2012 summierten sich nach Berechnungen des ADAC zu einer Gesamtlänge von fast 600.000 Kilometern. Der Autoclub registrierte nach einer Auswertung seiner Verkehrsdatenbank vom Donnerstag auf deutschen Autobahnen rund 285.000 Staus mit einer Gesamtdauer von etwa 230.000 Stunden.

Diese Bilanz zeige, wie überlastet das deutsche Autobahnnetz mittlerweile sei. Die Fernstraßen müssten an besonders stauanfälligen Abschnitten dringend ausgebaut werden. "Als wichtiger Wirtschaftsstandort im Herzen Europas muss Deutschland alles daran setzen, seine Verkehrswege in Schuss zu halten und, wo notwendig, zu erweitern", sagte ADAC-Präsident Peter Meyer laut Mitteilung.

Sowohl bei den gemeldeten Staukilometern als auch den Staustunden führt Nordrhein-Westfalen mit einem Anteil von 25 Prozent das Feld der Bundesländer an. Bayern liegt mit 16 Prozent auf Platz zwei, gefolgt von Baden-Württemberg mit 14 Prozent. Auf den Autobahnen A 5, A 8 und A 1 standen die Autofahrer besonders lange in Staus.

2011 hatte der ADAC 190.000 Staus mit einer Gesamtlänge von 450.000 Kilometern verzeichnet. Die Daten seien aber nur bedingt zu vergleichen, betonte der Club. Der starke Anstieg von 2011 auf 2012 gehe nahezu ausschließlich auf die genauere Erfassung der Verkehrslage zurück. Tatsächlich sei das Staugeschehen 2012 auf einem ähnlich hohen Niveau wie im Vorjahr.

rom/dpa

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insgesamt 22 Beiträge
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1. ADAC als Chronist...
kpschmid 27.12.2012
Für alle Mitglieder wäre es wünschenwert, wenn sich der ADAC nicht nur als Chronist erweisen würde, sondern einen aktiven Part bei der Verminderung der Staubeinträchtigung spielen würde. Anstelle zu dokumentieren, dass in NRW und Bayern das Chaos seinen Lauf nimmt, wäre es beispielsweise hilfreich, eine Landerranking bezüglich der Abhilfemaßnahmen aufzustellen. Klar ist jedenfalls, dass NRW in der Prävention ganz sicher DAS Schlusslicht in Deutschland ist.Es gibt kein Bundesland, wo mehr Selbstzufriedenheit und Hoffnung die Verkehrslenkung prägt. Ein Beispiel von vielen sind die Umlaufzeiten der LIchtzeichenanlagen: Egal ob in Köln, Düsseldorf, Bielefeld oder Münster: Der Autofahrer wartet sich einen Wolf vor leeren Kreuzungen... Mehr sinnvoller Wettbewerb - gefördert durch den ADAC, das würde Spaß machen - nicht nur passive Chronologie.
2. Soli
crocodil 27.12.2012
abschaffen. Dann ist auch auch wieder genug Geld für mehr Strassen da. Nebenbei - wofür bezahlen wir eigentlich Kfz. Steuer ???
3. Alternativen ?
bernd.apitz 27.12.2012
Welche Möglichkeiten gibt es zur Stauverminderung ? Investitionen in Stadtbahnen, Regionalbahnen (RRX), "Fahrrad-Autobahnen". Diese Vorschläge kommen natürlich nicht vom ADAC, die US Waffenlobby empfielt ja auch mehr Waffen gegen die Gewalt...
4.
wolleb 27.12.2012
Mehr Strassen gleich mehr Autos gleich mehr Verkehr gleich mehr Stau. Seit Jahrzenten fordert der Lobbyverein den gleichen Unsinn
5.
Tsardian 27.12.2012
Zitat von wollebMehr Strassen gleich mehr Autos gleich mehr Verkehr gleich mehr Stau. Seit Jahrzenten fordert der Lobbyverein den gleichen Unsinn
80 Millionen Deutsche bleiben 80 Millionen Deutsche, auch wenn sie sich mehr Autos kaufen. Dieser Kommentar mach keinen Sinn.
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