A40: Autobahn nach dreimonatiger Sperre freigegeben

Nach der dreimonatigen Vollsperrung rollt auf der A40 bei Essen wieder der Verkehr. Am Sonntag wurde zunächst die Fahrbahn in Richtung Duisburg freigegeben. Im Laufe des Abends sollte der Verkehr auch in Richtung Bochum rollen. Ursprünglich war eine Freigabe erst am Montagmorgen erwarten worden.

Jetzt gehts wieder los: Passanten winken von einer Brücke über der A40 Zur Großansicht
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Jetzt gehts wieder los: Passanten winken von einer Brücke über der A40

Essen - Der Ruhrschnellweg ist die Hauptverkehrsader im Ruhrgebiet, sie führt mitten durchs Revier. Wegen Bauarbeiten war der Autobahnabschnitt der A40 für drei Monate vollgesperrt, eine Freigabe wurde ursprünglich für Montagmorgen erwartet. Durch das gute Wetter seien die letzten Arbeiten am Sonntag jedoch schneller abgeschlossen worden als geplant, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW.

Der rund vier Kilometer lange Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Essen und der Anschlussstelle Essen-Zentrum war Anfang Juli in beide Richtungen gesperrt worden, um die Bauarbeiten zu beschleunigen. Für rund 20 Millionen Euro wurden drei Brücken saniert, ein Tunnel mit neuer Sicherheitstechnik ausgestattet und die Fahrbahnen erneuert. Das Projekt fand bundesweit Beachtung, weil erstmals bei einer so großen Baustelle eine Komplettsperrung getestet wurde, statt die Arbeiten schrittweise in zwei Jahren abzuwickeln.

Die Organisatoren der Bauarbeiten sind mit dem Verlauf des Pilotprojekts ausgesprochen zufrieden. Durch die beschleunigten Bauarbeiten seien rund zwei Millionen Euro gespart worden. Ein Verkehrschaos auf den Ausweichstrecken sei ausgeblieben. Auf der Strecke werden täglich 90 000 Fahrzeuge gezählt.

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium führt den Erfolg der 20-Millionen-Euro-Aktion darauf zurück, genügend Alternativrouten angeboten zu haben. Der Verkehr wurde zum einen weiträumig über die Autobahnen 3, 42, 43 und 52, zum anderen im Nahbereich über eine Strecke durch das Essener Stadtgebiet geleitet. Dort stellte man 260 zusätzliche Schilder auf und schaltete die Ampeln so, dass sie die Karawane nur möglichst selten aufhielten.

Das NRW-Modell könnte Schule machen. Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) will seine Erfahrungen Anfang Oktober seinen Kollegen aus Bund und Ländern vorstellen.

rom/dpa

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