Probleme mit Abgasrückführung BMW ruft 1,6 Millionen Fahrzeuge zurück

BMW muss einen Rückruf wegen Brandgefahr deutlich erweitern. Probleme macht die Abgasrückführung. Betroffen sind alle Modellreihen mit Vier- und Sechszylinderdieselmotoren.

Das BMW-Verwaltungsgebäude
DPA

Das BMW-Verwaltungsgebäude


BMW erweitert einen bestehenden Rückruf und wird weltweit 1,6 Millionen Dieselfahrzeuge in die Werkstätten holen. Untersuchungen hätten ergeben, dass bei einigen Autos Glykol-Kühlflüssigkeit aus dem Kühler der Abgasrückführung austreten kann. Zusammen mit den hohen Temperaturen in diesem Bauteil und vorhandenen Rußpartikeln könne es deshalb in "sehr seltenen Fällen" zu einem Brand kommen, hieß es bei BMW.

In Deutschland sind 328.000 Fahrzeuge aller BMW-Modellreihen mit Vier- oder Sechszylinderdieselmotoren verschiedener Produktionszeiträume betroffen. Vierzylinderdiesel, die zwischen März 2011 und März 2017 gebaut wurden sowie Sechszylinderdiesel aus dem Zeitraum von August 2010 bis Januar 2017 müssen demnächst in die Werkstatt. Bei den Vierzylindern werde das betroffene Bauteil ausgetauscht, bei den Sechszylindermotoren werde geprüft, ob das Problem am Auto auftrete und das Bauteil dann - falls nötig - getauscht, erklärte ein BMW-Sprecher. Die betroffenen Fahrzeughalter werden von BMW kontaktiert.

Erweiterung eines bestehenden Rückrufs

In Südkorea sind infolge des Defekts in diesem Jahr bereits etwa 30 BMW in Brand geraten, darunter der als Dienstwagen beliebte 520d. Anfang August wurden in Europa deshalb bereits 323.700 Dieselfahrzeuge zurückgerufen, in Deutschland waren damals 96.300 BMW betroffen. Bei der jetzigen Erweiterung des Rückrufs handle es sich jedoch um eine reine Vorsichtsmaßnahme, erklärte ein Sprecher der Firma, denn die Zahl der Fälle sei deutlich geringer als beim ersten Rückruf.

ene



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