Dieselaffäre Porsche ruft Macan in die Werkstätten

Die Rückrufserie wegen manipulierter Abgassysteme hält an. Jetzt trifft es den Macan von Porsche. Parallel werden die Dieselmotoren des Panamera und des Cayenne untersucht.

Porsche Macan
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Der Autobauer Porsche will sein Modell Macan mit Drei-Liter-Dieselmotor für ein weiteres Software-Update in die Werkstätten rufen. Betroffen seien europaweit rund 52.500 Fahrzeuge mit dem Sechszylinder-Diesel, in Deutschland etwa 14.000 Autos, teilte Porsche am Freitag mit. Nach Freigabe durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) würden die Besitzer kontaktiert.

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Damit kommt der Hersteller einem vom KBA angeordneten Rückruf zuvor. Nach SPIEGEL-Informationen plante das Amt eine solche Maßnahme für den Macan wegen Unregelmäßigkeiten am Abgassystem. Am Donnerstag hatte der SPIEGEL den Konzern mit den Vorwürfen des KBA konfrontiert und um Stellung gebeten. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Zusätzlich untersuchen die Prüfer des KBA im Rahmen des Abgasskandals auch den Porsche Cayenne mit Vier-Liter-Dieselmotor der zweiten Generation, die bis Herbst vergangenen Jahres produziert worden ist, und den Porsche Panamera in der Selbstzünder-Variante auf mögliche Abschalteinrichtungen in der Abgasreinigung.

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carlitom 26.01.2018
1.
Die Cayenne-Prüfungen wurden schon im September mit zweiseitigen langen Briefen auf hochwertigem Papier und mit sieben (wichtigen) Unterschriften versehen angekündigt. Passiert ist danach bis zum Jahresende gar nichts. Gute PR geht anders. Erst jetzt läuft das Software-Update langsam an. Sehr langsam.
carlitom 26.01.2018
2.
Die Cayenne-Prüfungen wurden schon im September mit zweiseitigen langen Briefen auf hochwertigem Papier und mit sieben (wichtigen) Unterschriften versehen angekündigt. Passiert ist danach bis zum Jahresende gar nichts. Gute PR geht anders. Erst jetzt läuft das Software-Update langsam an. Sehr langsam.
mazzmazz 27.01.2018
3. Peinlich
Als ob es nicht schon peinlich genug wäre, einen Cayenne, dann auch noch mit Dieselmotor, zu fahren, muss der werte Kunde sich nun auch noch dem Damoklesschwert der Stilllegung und einem Einfahrtverbot in Städte konfrontiert sehen. Gier fristt Hirn, Geiz ist nicht geil. Dies sollten sich Kunden und Hersteller hinter die Ohren schreiben und wieder große, saubere Saugbenzinmotoren verlangen und bauen. Von mir aus auch gerne mit optionalem Hybridantrieb, wenn es das ökologische Gewissen beruhigt. Aber Diesel für private PKW sollte man nun wirklich nciht mehr kaufen.
ardbeg17 27.01.2018
4.
Endlich wieder ein echter Trauvetter-Artikel. Wahrscheinlich ist bei allen 3l-Dieseln im Konzern diese beanstandete Aufwärmstrategie vorhanden, die das KBA als illegale Prüfstanderkennung eingestuft hat. Lustigerweise hat auch der Spiegel nirgends geschrieben, dass die Abgaswerte selbst nicht der Norm entsprechen. Oder hat jemand Messdaten dazu?
napoleonwilson 27.01.2018
5. Porsche und Diesel
Auch darum hat ein Diesel nichts in einem Porsche verloren. Aber ein SUV ist nunmal KEIN Sportwagen. Porsche baut aber doch Sportwagen. Paradox. Porsche hat auch keinen Dieselmotor im Sortiment. Komisch . Frage : Wieviel Porsche steckt im SUV, wenn schonmal das Herz nicht orginal ist. Die V6 und V8 Turbo Benziner sollten auch anspruchvollste Automobilliebhaber zufriedenstellen. Aufgrund der Dieselproblematik steckt seit mehreren Jahren ein potenter Turbo Benziner in meinem Dienstwagen. Frech von Porsche(Audi) Ihre Kunden so dreist zu täuschen. Aber ein SUV ist nunmal KEIN Sportwagen. OT :Bekannter Rallyweltmeister
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