Auflagenstärkste Zeitschrift ADAC will "Motorwelt" nicht mehr an Mitglieder verschicken

Der ADAC plant ein drastisches Sparprogramm für seine Zeitschrift "Motorwelt". Sie soll seltener erscheinen, und Mitglieder müssen sich das Magazin künftig selbst besorgen.

Mitgliederzeitschrift "ADAC Motorwelt"
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Mitgliederzeitschrift "ADAC Motorwelt"


Der Verkehrsclub ADAC will die Kosten für seine Mitgliederzeitschrift "Motorwelt" deutlich senken. Deshalb soll das Magazin ab 2020 nur noch vier Mal im Jahr erscheinen statt wie bisher monatlich. Darüber hatte zunächst die "Wirtschaftswoche" berichtet.

Zudem kommt die Zeitschrift dann nicht mehr per Post zu den Lesern nach Hause. Diese erhalten sie lediglich bei ADAC-Geschäftsstellen sowie Tankstellen und anderen Partnern des Vereins. Sie soll aber weiter nur für Mitglieder kostenlos erhältlich sein. Diesen Plänen der ADAC-Führung haben allerdings noch nicht alle zuständigen Gremien zugestimmt.

Die "Motorwelt" ist Europas auflagenstärkste Zeitschrift

Die "Motorwelt" ist mit mehr als 13 Millionen gedruckten Exemplaren Europas auflagenstärkste Zeitschrift, gilt allerdings als unprofitabel. Autofahrer informieren sich zunehmend im Internet über Mobilitätsthemen. Lediglich knapp 300.000 Exemplare der "Motorwelt" erscheinen als E-Paper - mit rückläufiger Tendenz.

Der ADAC bezog keine Stellung zu den Informationen. Er wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen, sagte ein Vereinssprecher.

ADAC-Geschäftsführer Alexander Möller sagte der "Wirtschaftswoche" lediglich, "dass wir im Rahmen unseres ambitionierten Zukunftsprogramms Pole Position auch die Kommunikationsaktivitäten und -kanäle des ADAC neu aufstellen und positionieren". Dabei stehe die digitale Kommunikation im Mittelpunkt.

Im Video: 100 Jahre ADAC - Ein Club schreibt Geschichte (30.05.2003)

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insgesamt 87 Beiträge
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Seite 1
medienfuzzi 11.09.2018
1.
Wundert mich nicht. Print ist (leider) weiter auf dem Rückzug und epaper sind ein Medienbruch.
kuschl 11.09.2018
2. Ohne Informationswert
Wenn ich eine Mitgliederzeitung für überflüssig gehalten habe, dann die ADAC Zeitung, als Relikt der frühen Bundesrepublik. An den Anzeigen über Rollatoren und Treppenlifte sah man schon die Zielgruppe: Alte Mitbürger, die nicht wussten, wie man kündigen konnte. Jede Mobilitätsgarantie beim Auto bietet mehr Service und nach dem ADAC Skandal habe ich auch endlich gekündigt.
syracusa 11.09.2018
3. Schundblatt
Ich bin zwar immer noch ADAC Mitglied, habe dieses Schundblatt aber schon vor Jahren abbestellt. Es ist eine sinnlose Verschwendung von Papier, und hatte wohl seit jeher nur den einzigen Zweck, dem ADAC Werbeeinnahmen für meist ziemlich obskure Produkte zu verschaffen. Diese Werbeeinnahmen brechen nun wohl beim ADAC Blatt genau so wie bei seriösen Magazinen ein.
jim_beam 11.09.2018
4.
Schade. War die beste Fachzeitschrift für Treppenlift.
jockyx 11.09.2018
5. Freude
Das wird den Postzusteller freuen. Der muss schon genug Mist verteilen.
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