Alfa 147 Cup "Schumi 3" ist dabei

Am Wochenende wird die erste Diesel-Rennserie in Deutschland gestartet. Beim Alfa 147 Cup gehen ausschließlich Selbstzünder auf die Piste. Und ein prominenter Nachwuchsmann: Sebastian Stahl, Stiefbruder von Michael und Ralf Schumacher.


"Schumi 3" wird der 23-Jährige in Fachkreisen genannt. Denn ebenso wie Schumi 1 und 2 begann der Nachwuchsfahrer seine Rennsportkarriere auf der schon legendären Schumacher-Kartbahn in Kerpen. Stahl gewann dort drei Titel, fuhr dann unter anderem im VW New Beetle Cup, ließ sich zum Bürokaufmann ausbilden und kehrt nun wieder in den Schalensitz hinterm Lenkrad zurück (Startnummer 11). In einer Diesel-Rennserie.

Noch ein kleiner Bruder: Sebastian Stahl, Stiefbruder von Michael Schumacher, fährt den Alfa 147 Cup

Noch ein kleiner Bruder: Sebastian Stahl, Stiefbruder von Michael Schumacher, fährt den Alfa 147 Cup

Bei dem von Alfa Romeo zur Pflege des sportlichen Images und zur Promotion des Kompaktmodells 147 ins Leben gerufenen Markenpokal (acht Renntermine) geht es ausschließlich um fahrerisches Können und ein geschicktes Händchen bei der Feinabstimmung. Alle Fahrzeuge sind technisch identisch. Sämtliche Rennfahrzeuge werden von Alfa Romeo gebaut. Rein äußerlich handelt es sich um "normale" 147-Modelle. Die Leistung des 1,9-Liter-Turbodieselmotors allerdings wurde von 115 PS (85 kW) auf 160 PS (119 kW) erhöht. Um die Chancengleichheit zu erhöhen, sind auf den 17-Zoll-Rädern aller Fahrzeuge die gleichen Reifen montiert.

Alfa-Motorsportkoordinator Vieri C. Timosci sagt: "Bei Sicherheitsausstattung und Fahrwerk orientieren wir uns allerdings an reinrassigen Rennfahrzeugen." So sind alle Autos mit einer eingeschweißten Sicherheitszelle aus Stahl ausgestattet. Außerdem mit einem Rennschalensitz, Hosenträgergurten, Rennbremsanlage und einer automatischen Feuerlöschanlage. Damit keiner der Teilnehmer auf den Gedanken kommt, dem Erfolg auf der Rennstrecke zu Hause am Computer ein wenig nachzuhelfen, verplombt Alfa alle Motoren und gibt die Motorsteuergeräte, also jene Hightech-Elektronik, die ein Auto schnell und spritzig macht, nur für die Trainingsläufe und die Rennen heraus.

Termine der ersten Rennserie

28. April Oschersleben
12. Mai Hockenheim
2. Juni Nürburgring
16. Juni EuroSpeedway Lausitz
21. Juli Nürburgring
11. August Salzburgring
22. September Nürburgring
13. Oktober Oschersleben



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