Ab 2019 Scheuer will Kfz-Zulassung übers Internet ermöglichen

Wer sein Auto an- oder abmelden wollte, fand sich oft in einer langen Schlange wieder. Laut Verkehrsminister Scheuer soll das bald passé sein, die Zulassung kann dann online erfolgen - unter einer Bedingung.

Verschiedene Kfz-Kennzeichen (Symbolbild)
DPA

Verschiedene Kfz-Kennzeichen (Symbolbild)


Die Kfz-Zulassung soll bereits im kommenden Jahr grundsätzlich online möglich sein. Wie die Zeitungen der Funke Mediengruppe am Freitag berichteten, brachte das Bundesverkehrsministerium eine Verordnung auf den Weg, die auch das erstmalige Anmelden und das Ummelden von Fahrzeugen im Internet erlaubt. "Wir wollen weg vom Papierkram und lästigen Behördengängen hin zu einer modernen, digitalen Verwaltung", sagte Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) den Zeitungen.

Eine solche Neuerung sei eine "enorme Erleichterung für den Neu- und Gebrauchtwagenmarkt", fuhr der Minister fort. Die Abmeldung und die Wiederzulassung von Fahrzeugen sind in bestimmten Fällen bereits jetzt digital möglich. Mit der Verordnung können dann auch die Erstzulassung, die uneingeschränkte Wiederzulassung, die Umschreibung von Fahrzeugen sowie Adressänderungen im Internet erledigt werden. Voraussetzung ist jedoch der Besitz eines elektronischen Personalausweises.

Zustimmung des Bundestags nötig

Scheuers Entwurf soll den Angaben zufolge nun mit den restlichen Ministerien, Bundesländern und Verbänden abgestimmt werden. Bis Ende 2018 sollen die rechtlichen Grundlagen geschaffen werden, dann ist die Zustimmung von Bundestag und Bundesrat nötig. Im Lauf des kommenden Jahres sollen die neuen Regelungen dann in Kraft treten.

Zuvor wollte bereits die EU die Zulassung von Fahrzeugen europaweit deutlich vereinfachen, auch um den Bürgern Kosten zu ersparen, denn die Verlegung eines Fahrzeugs von einem EU-Staat in einen anderen kostete Bürger und Unternehmen im Schnitt etwa fünf Wochen Zeit und 400 Euro. Die Mitgliedstaaten konnten sich über den Vorschlag der Kommission jedoch nicht einigen.

ene/Afp

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insgesamt 26 Beiträge
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michaelXXLF 31.08.2018
1. Ach?
Das wäre ja die erste wirklich sinnvolle Anwendung für den ePerso! Vermutlich wird aber der reine Besitz nicht reichen, die e-Funktionen müssen vermutlich auch aktiviert sein. Könnte man das im Artikel eventuell noch etwas präzisieren?
Georg_Alexander 31.08.2018
2. Ich fasse es nicht
Sollte der Zombie eID wieder auferstehen? Noch habe ich mein Lesegerät... Bei der Gelegenheit könnte man die Ausweis-App auch mal einem Usability-Test unterziehen.
Munny 31.08.2018
3. Alles online?
Super Idee. Werden die Schilder dann online übermittelt (Beamen)?
migratist 31.08.2018
4. Endlich mal...
eine sinnvolle Idee aus dem Bundesverkehrsministerium. In einigen Zulassungsstellen funktioniert das zum Teil schon (z.B. im Kreis Stormarn https://www.kreis-stormarn.de/service/lvw/leistungen/index.html?bereich=0&lid=519) Hingegen in der Bundeshauptstadt Berlin dauert eine einfache Umschreibung oder Neuzulassung teilweise vier bis fünf Wochen (ja - kein Scherz!!) obwohl Berlin - meines Wissens nach - die einzige Stadt in Deutschland ist, die zwei Zulassungsstellen hat! Hier ein paar Artikel dazu: https://www.welt.de/vermischtes/article165139174/So-hebelt-Berlin-das-Grundrecht-auf-Mobilitaet-aus.html https://www.morgenpost.de/berlin/article214925341/Warum-ein-Berliner-Autohaendler-gegen-den-Senator-rebelliert.html Na mal sehen in welcher Zeitraum das umgesetzt wird - oder ob doch der BER schneller eröffnet wird... Man kann ja nie wissen!!
qoderrat 31.08.2018
5.
E-Perso ist ja nett, vielleicht verstehe ich das jetzt auch nicht so richtig, aber für die Zulassung muss doch die Zulassungsbescheinigung Teil I geprüft werden, wie soll das den online gehen? Und wo bekomme ich die Kleber fürs Nummerschild her? Irgendwie hab ich den Eindruck, das fehlt noch was im Artikel.
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