Fehlerhafte Kühlmittelpumpen Audi ruft weltweit 1,2 Millionen Autos zurück

Audi muss weltweit vier Modelle wegen Brandgefahr zurückrufen. Fehlerhafte Kühlmittelpumpen können überhitzen und einen Kurzschluss auslösen.

Das Logo des Autoherstellers Audi
REUTERS

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Rund 1,2 Millionen Audis müssen zurück in die Werkstatt. Fehlerhafte Kühlmittelpumpen könnten überhitzen und zu Bränden führen, erklärte die Marke aus dem Volkswagen-Konzern in Dokumenten gegenüber US-Behörden. Rückstände des Kühlmittels könnten demnach die Pumpen blockieren oder Feuchtigkeit in den Pumpen einen Kurzschluss auslösen.

Gleich vier Modelle mit Zweiliter-Turbomotoren sind betroffen:

  • der A4 der Baujahre 2013 bis 2016,
  • A5 aus den Baujahren 2013 bis 2017,
  • A6-Modelle der Baujahre 2012 bis 2015,
  • und auch der SUV Q5 aus den Jahren 2013 bis 2017.

Keine Kosten für Kunden

Vertragshändler werden die Pumpen ohne zusätzliche Kosten für die Kunden austauschen, allerdings erklärte ein Audi-Sprecher in den USA, dass überarbeitete Teile nicht vor November verfügbar seien. Bis dahin werden die Werkstätten eine neue Version der aktuellen Pumpe einbauen. In den USA und Kanada sind rund 391.000 Autos betroffen, die Anzahl betroffener Audis in Deutschland ist bisher unklar.

Bereits im vergangenen Jahr musste Audi Fahrzeuge der Modellreihen A4, A5 und Q5 wegen Brandgefahr zurückrufen, dabei ging es jedoch um den Zusatzheizer der Klimaautomatik.

ene/AP



insgesamt 14 Beiträge
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karlheinzheinz 24.04.2018
1.
"Gleich vier Modelle mit Zweiliter-Turbomotoren sind betroffen:" Wäre ja schön wenn dabeistehen würde ob Diesel oder Benziner gemeint sind.
paula_f 24.04.2018
2. der Chef ist nicht unschuldig
Betriebswirten sollte man die komplexe Führung eines Autokonzerns nicht zulassen. Außerdem sollte man Ingenieure nicht nur deshalb auswählen weil sie ins Team passen. Heute werden immer nur die Softies befördert. Ingenieure die ihre fundierte Meinung sagen fliegen raus oder werden im besten Fall nicht beachtet. Millionen von Motoren haben nicht nur das hier beschriebene Problem mit den Kühlmittelpumpen, Audi hat die Ölabstreifringe neu erfunden kleiner kompakter mit kleineren Löchern. Ausprobiert hat man das nur mit frischem Öl. Betroffen sind nicht nur Motoren der 1.6 und 2.0 TFSI und FSI Motoren sondern genau so die 3.2 3.0 4.2 FSI Motoren. Im Prinzip alle Benzinmotoren. Früher liefen 2.1 Liter 5 Zylinder Motoren mit geringster Wartung 400.000 bis 600.000 km - die meisten laufen noch im Osten. Heute verkauft Audi einen Audi A8 mit einem Riemengenerator / Motor (ZF hat eine Lösung im Getriebe direkt). Nicht nur diese grausame Lösung sieht aus wie aus einem chinesischen Hinterhof zudem haben Designer die Ergonomen verdrängt. Jeder der diese billigen Touch Dinger bedienen will muss den Kopf nach unten beugen und fährt viele hundert Meter blind. Wo sind die alten Ingenieure geblieben? Keiner von denen hätte eine Wasserpumpe gebaut die mit einer Dichtung Wasser und Motoröl trennt, seit mehr als 100 Jahren hat keiner so einen Quatsch gebaut. Möglicherweise sind die Ingenieure alle davon gelaufen. Zulieferer von Autoherstellern werden ganz schäbig behandelt nach hunderten Kilometer Anreise gibts weder Kaffee noch Tee - nein nicht mal Wasser.
Überfünfzig, 24.04.2018
3. Wer hat Schuld?
Ich vermute mal die jeweiligen Wirtschaftsingenieure, die im Auftrag der Kostendrücker der Geschäftsführung ihrer eigenen Entwickler und Zulieferer antreiben, bewährte Bauteile auf Kosten der Zuverlässigleit noch billiger zu machen. Schließlich lassen sich so beim 3 und 5 Handkäufer noch eine Menge Geld einsammeln, die er partout nicht beim Kundenservice lassen will. Die Zeiten, wo ein Kfz ein wertiges und haltbares Wirtschaftsgut war, sind längst vorbei. Am Besten nach 10 Jahren auf den Schrott oder zur Drecksschleuder erklären, um dann die nächste Generation in den Markt zu drücken.
Beijinger 25.04.2018
4. @ paula_f
Ich kann das nur bestätigen. Ich habe 2011 einen A5 Sportback 2,0 T bei einem Pekinger Audi Händler neu gekauft (natürlich Benziner, da in China Dieselmotoren für PKW verboten sind). Bei 60 T km Kolbenschaden, da der Kolben unterhalb des Ölabstreifrings abgebrochen war. Kulanz seitens Audi? Null. Vor kurzem ging der Kühlerthermostat kaputt. Da ich mit den Serviceleistungen des Audi Dealers, insbesondere den unverschämten Preisen, nicht einverstanden war, bin ich nach Ablauf der Garantiezeit zum lokalen Bosch Car Service gewechselt. Die haben mir bestätigt, daß beide Probleme symptomatisch bei Audi seien. Mein früherer Audi Händler aus Deutschland bestätigte mir im übrigen, daß der Kolbenschaden in D unabhängig von Laufleistung von Audi auf Kulanz reguliert wurde. Ich blieb auf den Reparaturkosten sitzen. Ich bin trotzdem ein Audi Fan, wenn die Kiste läuft, ist alles in Butter, aber ansonsten 100% d’accord mit paula_f.
schlauchschelle 25.04.2018
5. @ paula_f - 20:45 Uhr
Zitat 1.: " Audi hat die Ölabstreifringe neu erfunden kleiner kompakter mit kleineren Löchern. Ausprobiert hat man das nur mit frischem Öl. Betroffen sind nicht nur Motoren der 1.6 und 2.0 TFSI und FSI Motoren sondern genau so die 3.2 3.0 4.2 FSI Motoren. Im Prinzip alle Benzinmotoren". Zitat - Ende. Die Foren sind voll mit dem Thema. Ab ca. 150 - 160tKm sind die Ringe so zugekokt, dass sie praktisch nutzlos sind und der Ölverbrauch binnen weniger Tage auf bis zu 3L / 1000Km steigen kann, mit allen Folgen für das Ansaug- und Abgassystem. Eine Motorrevision bei AUDI kostet nicht unter ~ 5tkEu. Motorinstandsetzer erledigen das für ~2.5tkEu, wobei hier dann neue Kolben mit größeren, verbesserten Ringen zum Einsatz kommen, damit ist dann Ruhe. Zitat 2.:" Wo sind die alten Ingenieure geblieben? Keiner von denen hätte eine Wasserpumpe gebaut die mit einer Dichtung Wasser und Motoröl trennt, seit mehr als 100 Jahren hat keiner so einen Quatsch gebaut." Zitat - Ende. Habe letztens eine Wasserpumpe aus einem T5 TDI gesehen, welche defekt war. Die Welle war ausgeschlagen und undicht. Hier wird auf einer Seite Kühlmittel und auf der anderen Seite Motoröl gefördert. Durch den defekt hat sich literweise Kühlwasser in das Motoröl gedrückt bis der Block voll war mit Emulsion. Folge: Die Maschine musste komplett revidiert und gespült werden. Wer konstruiert so einen Nonsens :( . Mein 1997-er Astra F hatte, als ich in weggegeben habe (massive Rostprobleme), 384tKm auf der Uhr, außer 2x Kopfdichtung (Spülkanäle waren zu, daher Überhitzung) sowie je 2x Tausch Nocken- und Kurbelwellensensor, keine Probleme, nur Verschleißreparaturen. Sogar die Automatik lief bis zum Verschrotten völlig fehlerfrei. Sowas gibt's nie wieder...
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