Ausflug aufs Trockene: Landgang per Sportboot

Von Jürgen Pander

Kein Hafen in Sicht? Kein Anker an Bord? Dann wird der Landgang zur Plackerei. Wer sein Boot einmal mit eigenen Händen an Land gezogen hat, kennt das Problem. Doch dem macht der französische Bootsbauer Iguana Yachts nun ein Ende. Er konstruierte ein Sportboot mit amphibischen Talenten.

Amphibien-Fahrzeug Iguana 29: Raus aus dem Wasser Fotos
Eric Sander

Landfahrzeuge, die auch schwimmen können, gab es ja immer wieder mal: den Volkswagen Typ 166 Schwimmwagen zum Beispiel oder das Amphicar. So richtig durchgesetzt hat sich keines dieser Fahrzeuge, bei denen es sich im Prinzip um Autos handelte, die im Wasser nicht untergingen und sich sogar einigermaßen präzise manövrieren ließen - denn der enorme technische Aufwand trieb den Preis extrem in die Höhe.

Jetzt probiert es der französische Unternehmer Antoine Brugidou einmal anders herum: Er ließ ein Sportboot bauen, das sich auch dann noch aus eigener Kraft fortbewegen kann, wenn das Wasser zu seicht wird oder gar ganz fehlt.

Iguana 29 heißt das vom Designer Antoine Fritsch sehr reduziert gestaltete Amphibienmobil, bei dem sich an den Flanken je ein Kettenantrieb der Firma Carterpillar ausklappen lässt. So kommt das Boot auch dann weiter, wenn andere Kähne beispielsweise auf einer Sandbank festhängen, etwa wenn die Besatzung den Gezeitenwechsel falsch berechnet hat oder wenn der Kapitän einfach mal direkt bis vors Haus navigieren möchte.

Das eigentliche Element des Iguana 29 ist allerdings das Wasser. Dort wird das Boot, das Platz bietet für bis zu zehn Personen, von einem 300 PS starken Motor auf bis zu 35 Knoten (circa 65 km/h) beschleunigt. An Land kommt das 8,60 Meter lange Schiff wesentlich langsamer voran. Dann nämlich muss eine Leistung von 40 PS reichen, und das bedeutet eine Geschwindigkeit von maximal 8 km/h. Immerhin ist das Amphibienfahrzeug auf dem Trockenen extrem geländegängig und braucht keinerlei Slipanlage, um an Land zu kommen.

Wer im kommenden Sommer Strandgäste ein bisschen erschrecken oder einsame Küstenstriche auf eigene Faust erkunden möchte, sollte frühzeitig mit dem Sparen beginnen. Das Iguana 29 kostet nämlich rund 225.000 Euro.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 1 Beitrag
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Ausflug ins Alberne
Ursprung 21.12.2011
Mit so einem haesslichen Boot sind nicht mal Chicks an irgend einem Strand zu imponieren. sollte man dort ueberhaupt landen koennen oder duerfen. Bleibt also nur, in Marinas an schraegen Auflaufbahnen ein paar Bootsleute aufblicken/kopfschuetteln zu lassen oder daemliche Charterseglerfragen zu beantworten. Und natuerlich in einem SPON-Beitrag zu erscheinen, weil irgend ein Redakteur schon auf die Lappalie reinfallen wird.
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Auto
Twitter | RSS
alles zum Thema Abgefahren
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 1 Kommentar
  • Zur Startseite

Mitmachen
Riesenspoiler, Diamantfelgen, meterhohe Reifen: Ist Ihnen auch ein besonders abgefahrenes Auto aufgefallen, oder haben Sie eines fotografiert? Schicken Sie Ihr Foto an abgefahren@spiegel.de. Mit der Einsendung stimmen Sie einer honorarfreien Veröffentlichung auf SPIEGEL ONLINE sowie unseren Flickr- und Facebook-Seiten zu und bestätigen, dass Sie die Rechte an dem eingesandten Material besitzen.

Aktuelles zu