Service: So machen Sie Ihr Auto winterfest
Die Temperaturen sinken, der erste Frost hat bereits für Probleme auf den Straßen gesorgt. Gegen Minusgrade und Schnee sind Sie machtlos - aber Sie können Ihr Auto auf die Kälte vorbereiten. Sieben Tipps, wie Sie Ihren Wagen winterfest machen.
Eisige Temperaturen, glatte Straßen und schlechte Sicht - das sind Probleme, mit denen sich Autofahrer im Winter auseinandersetzen müssen. Mit der dunklen Jahreszeit steigt auch das Risiko im Straßenverkehr.
-
Winterreifen aufziehen
Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen sind Winterreifen Pflicht. Einen genauen Zeitraum hat der Gesetzgeber nicht festgelegt. Doch bei Schnee und Matsch bieten die Winterpneus mehr Haftung als die Sommerreifen. Der ADAC empfiehlt deshalb, zwischen Oktober und Ostern mit Winterreifen zu fahren.
Wer Gummis aus der Vorsaison aufzieht, sollte die Profiltiefe checken. Gesetzlich vorgeschrieben ist eine Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern; die Hersteller empfehlen mindestens vier Millimeter bei Winterreifen für optimalen Grip bei Schnee, Eis und Nässe. Überprüfen kann das jeder Autofahrer selbst, mit einer Zwei-Euro-Münze. Das Geldstück hat einen vier Millimeter breiten silbrigen Rand. Wenn der vollständig in der Profilrille versinkt, sind die Reifen in der Regel noch gut genug.
-
Frostschutzmittel einfüllen
Nur mit ausreichend Frostschutzmittel bleibt die Waschanlage für Scheibenwischer und Scheinwerfer funktionstüchtig, weil sonst das Wischwasser gefrieren kann. Nach dem Zumischen von Frostschutzkonzentrat sollte gleich die Förderpumpe betätigt werden, damit die kältefeste Mischung sofort in alle Zuleitungen und bis in die Spritzdüsen gelangt.
Natürlich muss auch das Motorkühlwasser ausreichend mit Frostschutzmittel versehen werden. Andernfalls droht ein kapitaler Motorschaden - entweder durch Überhitzung des Aggregates oder durch die Ausdehnung des gefrierenden Wassers. Das kann zu Rissen im Motorblock führen.
-
Scheibenwischanlage kontrollieren
Sauberes Glas beschlägt und verschmiert nicht so schnell. Zumindest die Frontscheibe sollte also regelmäßig gereinigt werden. Auch den Scheibenwischern gebührt Aufmerksamkeit. Gut gereinigt sorgen sie für schlierenfreie Sicht.
-
Türdichtungen einschmieren
Ebenso wichtig ist es, die Türdichtungen frostsicher zu machen. Mit Glyzerin, Silikon, Talkum oder Hirschtalg kann verhindert werden, dass die Gummilippen am Blech anfrieren. Für die Gummidichtungen von Türen und Kofferraumklappe gibt es entsprechende Pflegemittel, die ein Anfrieren der Türen zuverlässig verhindern.
-
Türschlösser schützen
Die Türschlösser können mit Grafitspray konserviert werden. Im Gegensatz zu herkömmlichem Öl wird Grafit bei Kälte nicht dickflüssig und verharzt nicht bei Alterung und Kälte.
Obacht, ein Klassiker: Der Türschlossenteiser nützt im Handschuhfach nichts, besser ist er in der Jackentasche oder in der Tankklappe aufgehoben. Auch wer eine Fernbedienung für eine Zentralverriegelung hat, sollte unbedingt vorsorgen. Beim Wagenwaschen sind Schlösser vorsorglich mit Klebeband abzudichten.
-
Batterie überprüfen
Springt der Motor schon bei schwachem Frost nur schwer an, sollten Autofahrer die Batterie überprüfen lassen. Anderenfalls geht nach eiskalten Nächten womöglich gar nichts mehr.
-
Scheinwerfer putzen
Bereits nach einer halben Stunde Fahrt auf verunreinigten Straßen verschmutzen Autoscheinwerfer um mehr als 60 Prozent. "Der Schmutzfilm schluckt so viel Licht, dass sich die Sichtweite zum Teil um bis zu 35 Meter verringert", warnen die Experten der Kfz-Innung. Vor allem bei Schmuddelwetter sei eine gründliche Reinigung der Scheinwerfer in regelmäßigen Abständen ratsam. Auch die Heckleuchten sollten dabei nicht vergessen werden.
News verfolgen
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten: