"Robo-Taxi": Google will angeblich eigenes Auto entwickeln

Toyota mit Google-Technologie: Der Internetkonzern will jetzt ein eigenes Auto entwerfen Zur Großansicht
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Toyota mit Google-Technologie: Der Internetkonzern will jetzt ein eigenes Auto entwerfen

Google will angeblich ein automatisiertes Auto entwickeln, das als "Robo-Taxi" Fahrgäste befördern soll. Bislang hat der Konzern seine Technologie vor allem an Autos anderer Hersteller angepasst. Jetzt könnte ein Deal mit dem deutschen Autozulieferer Continental möglich werden.

Google entwickelt laut einem Medienbericht möglicherweise ein eigenes Auto, das allein fahren kann. Statt seine Technik immer nur in die Wagen anderer Hersteller einzubauen, wolle der Konzern nun eigene Ideen verwirklichen. Der Internetkonzern habe in den vergangenen Monaten Gespräche mit Auftragsfertigern über den Bau von Autos nach Google-Vorgaben geführt, berichtete der US-Technologie-Journalist Amir Efrati am Freitag.

Efrati war zuvor beim "Wall Street Journal" und baut jetzt ein neues Technologie-Blog mit auf. Er beruft sich bei seinen Angaben auf "Menschen, die mit der Angelegenheit zu tun haben". Google habe sich auf seine Anfrage hin aber nicht zu dem Projekt geäußert.

Google schwebe ein "Robo-Taxi" vor, das in Städten autonom Fahrgäste einsammeln und an ihr Ziel bringen könne, schreibt Efrati. Das wirft ein neues Licht auf den Einstieg des Risikokapital-Arms Google Ventures beim amerikanischen Edel-Taxidienst Uber. Am Freitag hatte es Berichte gegeben, dass Google sich dort mit über 250 Millionen Euro beteiligen wolle.

Google habe über die Produktion des eigenen Autos unter anderem mit dem deutschen Autozulieferer Continental und dem Auftragsfertiger Magna gesprochen, schrieb Efrati. Die "FAZ" hatte diese Woche berichtet, Google und Conti näherten sich einem Kooperationsdeal beim autonomen Fahren, nähere Details blieben jedoch im Dunkeln.

Der Internetkonzern testet schon seit mehreren Jahren selbstfahrende Autos in den USA. Ursprünglich wurde die Technik in das Modell Prius von Toyota eingebaut, zuletzt waren auch andere Wagen zu sehen.

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Autonomes Fahren: Computer, übernehmen Sie!

hei/dpa

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insgesamt 36 Beiträge
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1. So ein glück
uterallindenbaum 24.08.2013
Jetzt will Google schon Autos bauen. Dann kann ich mich nur dran freuen was diese Satanistenbrut uns für schöne Karren aus der Hölle zaubern wird. Auto mit direktem Peilsender und automatisch mit der NSA Zentrale verbunden. Erscheint mir logisch.
2. 250 Millionen was?
Trinkfest 24.08.2013
"Am Freitag hatte es Berichte gegeben, dass Google sich dort mit über 250 Millionen beteiligen wolle." Soso, 250 Millionen was? Mitarbeiter? Eierschaukeln? Autos? Sorry, woher nehmt ihr eigentlich die Frechheit, eure Pressemitteilungeninsinternetsteller "Redaktion" zu nennen? Da redigiert doch offensichtlich NIEMAND!
3. 250 Millionen was?
Trinkfest 24.08.2013
"Am Freitag hatte es Berichte gegeben, dass Google sich dort mit über 250 Millionen beteiligen wolle." Soso, 250 Millionen was? Mitarbeiter? Eierschaukeln? Autos? Sorry, woher nehmt ihr eigentlich die Frechheit, eure Pressemitteilungeninsinternetsteller "Redaktion" zu nennen? Da redigiert doch offensichtlich NIEMAND!
4. Science Fiction??????
dannyandy 24.08.2013
Robotaxis sind ein alter Hut in diversen SF Romanen und Filmen, sie können aber auch ein weiterer Schritt zur totalen Mobilitätsüberwachung aller Bürger sein! Die NSA lässt grüßen!
5.
Walther Kempinski 24.08.2013
Erinnert mich an das Johnny Cab aus "Total Recall" mit Arnie. http://i.telegraph.co.uk/multimedia/archive/02065/1990-total-recall_2065421i.jpg
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Definition verschiedener Automatisierungsgrade
Assistiert

Aufgaben des Fahrers und des Systems: Der Fahrer führt entweder die Querführung (Lenken) oder die Längsführung (Beschleunigen und Bremsen) aus. Die jeweils andere Fahraufgabe übernimmt in gewissen Grenzen das Fahrzeug. Der Fahrer muss das System dauerhaft überwachen und jederzeit zur vollständigen Übernahme der Fahrzeugführung bereit sein.

Beispiel: Adaptive Cruise Control (ACC): Längsführung mit automatischer Abstands- und Temporegelung. Parkassistent: Der Fahrer gibt Gas und bremst, das Auto schlägt automatisch ein.

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, "Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung"
Teilautomatisiert

Aufgaben des Fahrers und des Systems: Das System übernimmt sowohl Quer- als auch Längsführung (für eine bestimmte Zeit und Situation). Der Fahrer muss das System dauerhaft überwachen und jederzeit zur vollständigen Übernahme der Fahrzeugführung bereit sein.

Beispiel: Autobahnassistent: Automatische Längs- und Querführung, die vom Fahrer überwacht werden muss.

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, "Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung"
Hochautomatisiert

Aufgaben des Fahrers und des Systems: Das System übernimmt sowohl Quer- als auch Längsführung (für eine bestimmte Zeit und Situation). Es erkennt seine Grenzen selbständig, kann aber nicht aus jeder Ausgangssituation den risikominimalen Zustand herbeiführen. Der Fahrer muss das System nicht überwachen. Er wird nur bei Bedarf und mit ausreichender Zeit zum Reagieren zur Übernahme der Fahraufgaben aufgefordert.

Beispiele Autobahnchauffeur: Automatische Längs- und Querführung, die nicht vom Fahrer überwacht werden muss.

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, "Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung"
Vollautomatisiert

Aufgaben des Fahrers und des Systems: Das System übernimmt Quer- und Längsführung vollständig in einem definierten Anwendungsfall. Vor dem Verlassen des Anwendungsfalls fordert das System mit ausreichend Vorlaufzeit den Fahrer zur Übernahme der Fahrtätigkeit auf. Es erkennt seine Grenzen selbständig und kann aus jeder Ausgangssituation den risikominimalen Zustand herbeiführen - zum Beispiel, wenn der Fahrer nicht reagiert.

Beispiel: Autobahnpilot: Automatische Längs- und Querführung, die nicht vom Fahrer überwacht werden muss. Reagiert der Fahrer nicht auf eine Übernahmeaufforderung, bremst das Fahrzeug in den Stillstand herunter.

Quelle: Bundesanstalt für Straßenwesen, "Rechtsfolgen zunehmender Fahrzeugautomatisierung"

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