Raumwunder, Spaßmaschinen, Ökohelden Das sind unsere Topautos des Jahres 2018

Sie bringen Freude, sind schlau konzipiert oder verdammt sauber: Wir haben in der Autowelt 2018 viele tolle Wagen entdeckt - und ein Motorrad. Hier sind unsere Favoriten.

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Citroën Berlingo
Citroen

Citroën Berlingo

Die meisten Neuwagen leiden unter Verfettung bei gleichzeitiger Verengung des Innenraums. Man steigt durch die Tür eines riesenhaften Autos - und findet sich in einer Art Sitzbadewanne wieder. Diesen Naja-Effekt bieten fast alle SUVs.

Glücklicherweise gibt es nach wie vor einige wirklich praktische, geräumige und variable Autos, bei denen der Großteil des umbauten Raums auch tatsächlich den Insassen oder deren Gepäck zugute kommt: Autos wie der Citroën Berlingo (der baugleich ist mit Peugeot Rifter und Opel Combo), aus denen man dank großer Fensterflächen sogar ordentlich hinausschauen kann. Sowas gibt es ja auch nur noch selten.
Von Jürgen Pander


Kona Elektrik
Hyundai

Kona Elektrik

Na bitte, es geht doch! Korea kann's. Kleine SUV liegen im Trend, Elektroautos sind sexy. Warum also nicht beides kombinieren? Genau dies hat Hyundai mit dem Kona Elektrik gemacht. Respekt verdienen schon dessen Eckdaten. Steckt die größere Batterie (64 kWh) im Boden, schafft der Wagen locker ein ganzes Wochenpensum. Büro, Einkauf, Sport, Freizeit, Baumarkt - 400 Kilometer sind locker drin.

Damit qualifiziert sich der kleine Koreaner zum vollwertigen Erstauto im Haushalt, professionell durchdacht und einfach zu bedienen. Recht sparsam ist er mit einem Verbrauch von 15 kWh auf 100 Kilometern auch. Hinzu kommen ein gutes Platzangebot und jede Menge Fahrspaß. Mit 150 kW hat der Kona Elektro sogar mehr Leistung als ein BMW i3.
Von Michael Specht


KTM 790 Duke
KTM

KTM 790 Duke

Perfekt ist die KTM 790 Duke nicht. Weder besonders kommod, noch sonderlich praktisch: Bei niedriger Drehzahl ruckelt es heftig an der Kette. Bessere Designs hat der Hersteller aus Mattighofen auch schon abgeliefert.

Aber 105 PS aus einem schlanken Reihenzweizylinder, volles Elektronikprogramm und ein grandioses Fahrwerk - so brachiale, aber beherrschbare Power hat kein anderer Hersteller in der Motorrad-Mittelklasse am Start. Die 790 Duke mit ihren leichten 187 Kilo Startgewicht ist eine ganz scharfe Waffe zum Asphaltschneiden. Und seit dem Frühjahr meine neue Messlatte für Fahrspaß.
Von Jochen Vorfelder


Mercedes GLE
Daimler

Mercedes GLE

Geländewagen sind in den Augen vieler Dinosaurier, die gar nicht früh genug aussterben können. Wenn es aber doch ein SUV sein soll, dann bitte einer wie der neue Mercedes GLE. Der Wagen ist geräumig und ungeheuer luxuriös - inklusive klimatisierter Becherhalter und beheizter Konsolen. Und auch erfreulich digital. Der GLE fasziniert mit seiner Sprachsteuerung des Bediensystems MB UX und der riesigen Bildschirmlandschaft.

Der Clou ist aber das eABC-Fahrwerk. Mit dem steuert Mercedes an jedem Rad die Luftfederung, so dass die Bodenfreiheit um zwölf Zentimeter variiert. So tanzt der Wagen auf der Stelle und zieht alle Blicke auf sich. Vor allem aber schwebt er über Unebenheiten wie ein fliegender Teppich und legt sich in die Kurven wie ein Skifahrer. Eine Kamera unterstützt die vorausschauende Steuerung.

Das Ergebnis ist ein entspanntes und buchstäblich leichtes Fahrgefühl, wie man es einem so großen und schweren Auto nicht zutraut.
Von Tom Grünweg


e.Go Live
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e.Go Live

Einfach mal machen. Professor Günther Schuh von der RWTH Aachen nimmt es mit den großen Pkw-Herstellern auf. Er baut ein Elektroauto, das klein, praktisch und bezahlbar ist: den e.Go Live. So etwas ist den großen Autoherstellern bis heute nicht gelungen.

Schuhs Erfolgsrezept: Er hat verstanden, in welchem Umfeld E-Autos hoch überlegen sind: im Stadtverkehr, beim Einkauf oder auf dem Weg zur Arbeit. Was es dazu braucht: Ein ansprechendes Design, vier Sitzplätze, schlichtes Interieur, reale Reichweiten von 100 bis 160 Kilometern und ein Preis ab 15.900 Euro.

"Wenn man von Aachen nach Stuttgart fahren will, dann nicht mit dem Ding. Dann nehmen Sie bitte - das wäre mir am liebsten - den Zug", sagt Schuh. Auf technische Raffinessen müssen die e-Go-Fahrer trotzdem nicht verzichten: Schon im kommenden Jahr soll das E-Auto autonom einparken. Geht doch mit der Elektromobilität.
Von Christian Frahm


Nissan Leaf
Nissan

Nissan Leaf

Dass der Nissan Leaf ein praktisches, alltagstaugliches E-Auto ist, überraschte bei der zweiten Generation des Wagens niemanden mehr. Eine Reichweite von 415 Kilometern im Stadtverkehr, 150 PS und ein Kofferraum von 400 Litern machen das E-Auto zur echten Alternative zu Golf, Astra und Co. In der aktuellen Baureihe hat der Leaf nun auch endlich das froschige Gesicht und die deformierte Rückansicht abgelegt und sieht aus wie ein "normales" Auto - wie die anderen Nissan-Modelle auch.

Damit bläut er nicht mehr allen anderen ein, dass der Fahrer ein unglaublich innovativer, umweltfreundlicher E-Autofahrer ist. Dieser Wandel zu mehr Understatement würde den nächsten Generationen anderer Autos durchaus guttun. Von Emil Nefzger

Lesen Sie auch, welche Autos wir schlecht fanden.



insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
TGX 27.12.2018
1. Wenn ...
... DAS Ihre Empfehlungen sind, sollten Sie das Resort wechseln, ehrlich. Mit Ausnahme eines Fahrzeugs sind das alles Vehikel für Leute, die zu viel Geld haben und/oder ein kleines Spielzeug für's Wochenende suchen, vom Wiederverkaufswert und der Langzeittauglichkeit bzw. Zuverlässigkeit einiger dieser Fahrzeuge will ich gar nicht erst reden. Ernst zu nehmen ist Ihre Auswahl nicht.
syt 27.12.2018
2. Ein E - Go können
die Hersteller nicht bauen ? Die Frage ist doch,wer will damit fahren ? Für ein paar tausend Fahrzeuge ,werden keine Produktionsstrassen auf gebaut. So ein Produkt muss sich auch verkaufen lassen . Wenn wir alle so etwas fahren wollen,werden solche Fahrzeuge auch gebaut. Um so mehr wir Kleinfahrzeuge kaufen,um so stärker werden die angeboten werden.
freigeistiger 27.12.2018
3. Gute Beschreibung von SUV
Der erste Absatz zu SUV trifft seit Jahren zu. Der Platz im Innenraum ist nicht größer als bei der unteren Mittelklasse. Guter Einstieg, hohe Sitzposition, Kopffreiheit und Geräumigkeit bieten wenige Automodelle. Deshalb wurden früher VAN gekauft. Sie sind durch die außen groß wirkenden SUV abgelöst worden.
three-horses 27.12.2018
4. Man lebt bis der Stecker gezogen wird.
Zitat von TGX... DAS Ihre Empfehlungen sind, sollten Sie das Resort wechseln, ehrlich. Mit Ausnahme eines Fahrzeugs sind das alles Vehikel für Leute, die zu viel Geld haben und/oder ein kleines Spielzeug für's Wochenende suchen, vom Wiederverkaufswert und der Langzeittauglichkeit bzw. Zuverlässigkeit einiger dieser Fahrzeuge will ich gar nicht erst reden. Ernst zu nehmen ist Ihre Auswahl nicht.
Da haben Sie aber Probleme. Etwas unten..."dass es unser Universum gar nicht gibt"...ist alles egal. Alles nur ein Spiel der momentan schief läuft. Nach Abschalten nur Rauschen. Der Unendlichkeit.
In-Golf 27.12.2018
5. Boah. Hier gelten Lieferwagen und Elektrokarren als Personenautos.
Freude am Transportieren oder was? Gegen die hier vorgestellten Autos sind Brötchen ästhetische Leckerbissen.
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