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Abgefahrene Werkstatt-Porträts: Klassiker in Öl

Abgefahrene Wertstatt-Porträts: Fotophantasien in Öl Fotos

Als der US-Fotograf Freddy Fabris durch Zufall in eine schrammelige Autowerkstatt im Mittleren Westen geriet, keimte in ihm eine Idee. Und aus der wurde eine preisgekrönte Fotoserie - hier sind die Bilder.

Ehe er als Werbefotograf für Unternehmen wie BMW oder Adidas, Panasonic oder Levi's arbeitete, versuchte sich Freddy Fabris als Künstler. Er malte. Viel mehr möchte er über diese Phase seines Schaffens gar nicht sagen. Nur so viel noch: "Daher kommt wohl meine Liebe zur Renaissance- und Barock-Malerei." Die inspirierte ihn jetzt auch zu insgesamt neun Fotografien. "The Renaissance Series" heißt die Arbeit.

Alle Aufnahmen entstanden in der kleinen, etwas heruntergekommenen Autowerkstatt irgendwo im Mittleren Westen (wo genau, will Fabris nicht sagen) und sie zeigen Motive, die Millionen Menschen aus Museen, Bildbänden oder Schulbüchern kennen: "Das letzte Abendmahl" von Philippe de Champaigne, "Die Anatomie des Dr. Tulp" von Rembrandt und "Die Erschaffung Adams" von Michelangelo. Außerdem inszenierte er neun Porträts im Stile der Porträtmalerei des 17. Jahrhunderts.

Auf den Fotos sind tatsächlich drei Automechaniker zu sehen, darunter auch der Besitzer der Werkstatt, die als Fotostudio diente. Bei den übrigen Männern handelt es sich laut Fabris "um Freunde, Freunde von Freunden und einige Schauspieler". Mehr als drei Wochen lang habe er an den Details der Bilder gearbeitet, "denn die Fotografien sollten den Originalgemälden so ähnlich wie möglich werden", sagt Fabris.

Rembrandt? Wäre wohl Mercedes oder Audi gefahren

"Ich habe mir schließlich Meisterwerke der Malerei zum Vorbild genommen, und die sollen die Betrachter auch sofort in meinen Fotos erkennen", sagt der Kunstfreund. Es gehe bei solchen Projekten stets darum, die sehr dünne Linie zwischen offensichtlicher Albernheit und falscher Zurückhaltung zu treffen.

Über die "Renaissance Series", die bereits mehrere Fotopreise einheimste, musste Fabris schon reichlich Auskunft geben. Er tut das mittlerweile sehr routiniert. Aber bei der letzten Frage bricht er lauthals in Lachen aus. Welche Autos hätten Rembrandt oder Michelangelo wohl gefahren, wenn es zu ihrer Zeit schon Autos gegeben hätte? Ich schätze mal, dass Rembrandt eher der Mercedes- oder Audi-Typ gewesen wäre. Und Michelangelo kann ich mir in einem Ferrari ganz gut vorstellen."

jüp

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1.
brooklyner 05.11.2015
Phantastisch, großartig, wie viel Witz hier auf handwerkliches Können stösst. Die Charaktere sind perfekt. Grosses Kino!
2. Klasse
DadaSiggi 05.11.2015
Ich bin begeistert
3. Allererste Sahne ....
nadennmallos 05.11.2015
.... absolut toll, das Beste was ich seit langem gesehen habe.
4. Super
r_dawkins 05.11.2015
1a Spitzenklasse
5. Super !
Xantos73 05.11.2015
Ja wie geil ist das denn? Also das würde ich mir ja fast schon in die eigene Bude hängen. Also wenn es das irgendwo zu kaufen gäbe, das gehört ja fast in jede Werkstatt an die Wand. Oberheftig! Ich glaube mit der Idee hat sich Fabris ein eigenes Denkmal gesetzt. Ich glaub so etwas passiert nur ein mal im Leben. Ganz großes Kino!
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