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Baumaschinen-Kalender: Glamour in der Grube

Von Markus Bruhn

Bagger oder Bulldozer können imposant sein, die Baustellen, auf denen sie herumfahren, sind es meist nicht. Die Macher des "Heavy Equipment"-Kalenders ließen sich davon nicht abschrecken und inszenierten glamouröse Fotos von monströsen Maschinen.

Fotostrecke

7  Bilder
Baumaschinen-Kalender: Ganz dicke Brocken
Vier Monate lang und quer durch Europa zog sich die Reise - dann waren die Aufnahmen im Kasten. Das Team, das den Kalender "Heavy Equipment" (Preis: 29,80 Euro) für das Jahr 2010 produzierte, war in Minen, auf Großbaustellen und in einem Marmorbruch und nahm Baumaschinen ins Kameravisier, die zum Teil mehrere Millionen Euro kosten. Es entstand ein Bilderbogen der Giganten. "Rund 14.000 Kilometer haben wir dafür zurückgelegt", berichtet Marcus Mumbach von Bauforum24.

Hinter dem seltsamen Namen verbirgt sich ein Internetportal, auf dem die Fans von Caterpillar und Co. vernetzt sind. Das Team hinter der Web-Seite sorgt für News und Videos rund um das Thema Baumaschinen. Irgendwann entstand die Idee, einen wirklich ungewöhnlichen Wandbehang zu produzieren. "Das ist unser erster Kalender", sagt Mumbach. Wer durch die Seiten blättert, merkt schnell, dass sich der immense Aufwand gelohnt hat.

Das vierköpfige Team reiste unter anderem durch Deutschland, Finnland, Italien und die Schweiz - meist mit dem Auto. Die Witterung machte den Fotoleuten dabei am meisten zu schaffen. "Extrem war zum Beispiel die Hitze in Italien", berichtet Mumbach. Aber auch der Staub in einer englischen Mine nahe Newcastle zehrte an den Nerven.

300 Stunden Foto-Nachbearbeitung am Computer

Um den Bildern eine außergewöhnliche Note zu verleihen, wurden die Fotos teils kräftig nachbearbeitet. Besonders in den Hintergründen steckt reichlich Photoshop. Mumbach: "Die Maschinen selbst wurden nur in Kontrast und Licht verändert, uns ging es bei der Bearbeitung vor allem um die Umgebung." 300 Stunden am Computer vergingen, ehe die Fotografien den letzten Schliff hatten.

Was anfangs als spezielles Accessoire für die überschaubare Fangemeinde von Baumaschinen gedacht war, entpuppte sich als Präsenthit. Die Beschenkten können sich über die Entstehung ihres Kalenders übrigens im Internet informieren - dort gibt es unter anderem ein Video über das Making of.

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 9 Beiträge
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1. soll das ein witz sein?
Knighter 03.01.2010
Das sieht mir eher nach billig-Photoshopping aus denn "Glamour"
2. na,
Bobby Shaftoe, 03.01.2010
da hat der apple-fanboy wohl schlecht geschlafen. vielleicht sollten sie auch mal an die zielgruppe denken und über ihren tellerrand hinausblicken.
3. Meine Meinung
mulhollanddriver 03.01.2010
Ich arbeite seit Jahrem im Bereich der Fotografie. Etwa die Hälfte der hier vorgestellten Baumaschinenfotos wurden für meinen Geschmack deutlich zu stark verfremdet. Das sind eher Gemälde als Fotografien. Auch im Zeitalter der digitalen Fotografie bin ich der Meinung, daß ein gelungenes Foto bereits in der Kamera entstehen sollte, nicht später am Computer. RAW-Aufnahmen zu verfeinern, etwas aufzuhellen oder abzudunkeln, nachzuschärfen, vielleicht auch zu beschneiden, das kann ich nachvollziehen. Wenn mann allerdings ein Foto derart bearbeitet bzw. verfremdet, daß es mit der Originalaufnahme nicht mehr viel gemein hat, kann man das teure Fototeam, die Fahrerei und Fliegerei und all die Mühen sparen und das Bild von Anfang an komplett am Rechner erschaffen.
4. --->
wollbärtinger 03.01.2010
Ob 1 Minute oder 300 Stunden "Nachbearbeitung": Rumspielerei mit Dateien, beliebig lange, beliebig intensiv, beliebig im Ergebnis. Da könnt ihr die angeblich so modernen Zeiten beschwören wie ihr wollt: Fotografische Profession is' was ganz, ganz anderes. Solche Beliebigkeiten verdienen keinen Respekt, weil im Endeffekt kaum mehr dazugehört als 'ne Tastatur und Sitzfleisch. - Plastic-world...
5. Wenig Glamour, zuviel nicht beherrschtes Photoshop.
Hugh, 03.01.2010
Zitat von sysopBagger oder Bulldozer können imposant sein, die Baustellen auf denen sie herumfahren, sind es meist nicht. Die Macher des "Heavy Equipment"-Kalenders ließen sich davon nicht abschrecken und inszenierten glamouröse Fotos von monströsen Maschinen. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,668622,00.html
Wenig Glamour, zuviel nicht beherrschtes Photoshop. Die Hintergründe sehen aus als seien sie aus düsteren Videospielen geklont. Das haben diese beeindruckenden Ergebnisse von Ingenieurleistungen nicht verdient. Und wenn sysop behauptet, die Baustellen in denen diese Geräte herum fahren, seien selbst nicht glamourös, womit er wohl eher beeindruckend meint (aber Fremdwort ist Pflicht), dann war er wohl nie auf solcher "Baustelle". Eine Maschine wird nicht dadurch imposanter, dass man sie vor einer -imaginär-virtuellen- Kulisse von Schanghai zeigt. Das ist auf Deubel komm raus gewollt und letztendlich nicht gekonnt.
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