Beck LM 800: Rösti auf der linken Spur

Von Jürgen Pander

Der Schweizer René Beck ist ein Autonarr seit Kindesbeinen. "Wo andere aufgeben, da fangen wir erst an", lautet sein Motto - und weil er beruflich Autos konstruiert, sehen diese Fahrzeuge auch danach aus. Jetzt hat er den Supersportwagen Beck LM 800 vorgestellt.

Die Weltpremiere ist schneeweiß, trägt ein schwarzes Dach und den ungewöhnlichen Namen Beck LM 800. Auf der Luxusautomesse in Wien wurde eine Fahrmaschine enthüllt, die mit mindestens drei Rädern auf der Rennstrecke steht - aber dennoch für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen ist. Entwickelt und gebaut wurde das Auto von der eidgenössischen Firma Beck Engineering in Muri bei Bern. Der Chef, René Beck, hatte bereits 2001 mit dem Supersportwagen Orca 113 Aufsehen erregt. Nun lässt er einen zweiten Streich folgen.

Mit einem normalen Automobil hat der Beck LM 800 nicht mehr viel gemein. Die wesentlichen Baumaterialien sind Aluminium, Kevlar, Carbon und Magnesium, weshalb das fahrfertige Auto inklusive Fahrer gerade mal 900 Kilogramm wiegt. Der 4.2-Liter-V8-Motor von Audi, der nach Angaben der Schweizer grundlegend überarbeitet wird und zwei spezielle Turbolader erhält, leistet 650 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von 900 Nm.

Höchstgeschwindigkeit von mehr als 350 km/h

Hohe Leistung und niedriges Gewicht ergeben - um das zu verstehen sind keine Fachkenntnisse nötig - extreme Fahrdaten. In drei Sekunden, so steht es im Datenblatt zum Auto, zählt der Digitaltacho von 0 auf 100 km/h. Nach insgesamt sieben Sekunden liegen 200 km/h an, und die Beschleunigung geht munter weiter bis auf "mehr als 350 km/h", wie die Schweizer angeben. Als Durchschnittsverbrauch werden 16 Liter Sprit je 100 Kilometer genannt - das ist gar nicht so viel angesichts der kolossalen Fahrwerte.

Mindestens 510.000 Euro netto wird ein Beck LM 800 kosten. Klimaanlage, Navigationssystem und Standheizung gehören zur Grundausstattung. Außerdem ist der Wagen mit einer "pneumatischen Hubanalage" ausstaffiert, mit der er sich zum bequemen Radwechsel auf Knopfdruch von der Fahrbahn lupfen lässt. Auch sonst gibt es Renn-Hightech satt, etwa ein halbsequenzielles Siebengang-Getriebe oder ein elektrohydraulisches Chassis, das ständig die Telemetrie-Daten in die jeweils optimale Fahrwerksabstimmung übersetzt.

Schneeweiß wird der Beck LM 800 übrigens nicht bleiben. Denn ohne Aufpreis können Kunden die Lackierung ihres Autos "in freier Wahl" bestimmen. Es ist schließlich ein Schweizer Modell.

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