Mobilität

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Manipulierte Abgassoftware

Behörden legen erste Dieselautos lahm

In München und Hamburg sind die Behörden jetzt mit Zwangsmaßnahmen gegen die Besitzer von Dieselautos mit manipulierter Abgassoftware vorgegangen: Mehrere Fahrzeuge wurden stillgelegt.

DPA

Demoschild bei einer Kundgebung

Mittwoch, 06.06.2018   22:48 Uhr

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In München und Hamburg haben die Behörden zum ersten Mal zwangsweise Diesel-Autos stillgelegt. Die Wagen waren mit manipulierter Abgas-Software ausgestattet. In Hamburg wurden zwei Wagen aus dem Verkehr gezogen, in München einer, teilten die kommunalen Behörden mit. Die Besitzer hatten auf die mehrfache Aufforderung zum Update der Motorsteuerung nicht reagiert. Betroffen waren VW - und Audi -Modelle der Baujahre 2009 bis 2014 mit dem "EA 189"-Dieselmotor.

Die nun beginnenden Zwangsmaßnahmen treffen genau die Autobesitzer, die 18 Monate nach der Freigabe der Nachrüstung durch das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) "trotz der mehrfachen Erinnerungen durch den Hersteller nicht an der Rückrufaktion teilgenommen haben", teilte ein Sprecherin des bayerischen Verkehrsministeriums mit. Deutschlandweit drohen Besitzern solcher Dieselfahrzeuge in den kommenden Wochen Stilllegungen.

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Bereits Ende Februar hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, dass Fahrverbote grundsätzlich erlaubt sind. Die Stadt Hamburg hatte daraufhin mit der Umsetzung der Sperrung für ältere Dieselfahrzeuge am 31. Mai begonnen.

eaz/dpa

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