Benzinpreis-Studie Tanken ist abends am günstigsten

Vor der Arbeit noch schnell volltanken - das kann teuer werden. Laut einer Studie sind die Benzinpreise morgens besonders hoch. Nach Feierabend kommen Autofahrer billiger weg.

Shell-Tankstelle in Hamburg: Wer  abends tankt, kann Geld sparen
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Shell-Tankstelle in Hamburg: Wer abends tankt, kann Geld sparen


Bonn - Autofahrer tanken zwischen 18 und 20 Uhr am günstigsten. Besonders teuer ist der Sprit dagegen morgens, nachts und kurz nach 12 Uhr mittags. Das ergab eine Untersuchung der Deutschen Telekom.

Laut der Studie können Autofahrer pro Liter Super-Kraftstoff bis zu sechs Cent sparen, wenn sie statt um 8 Uhr (Durchschnittspreis 1,61 Euro) um 18 oder 20 Uhr tanken (Durchschnittspreis 1,55 Euro). Bei Diesel herrschen um diese Uhrzeiten sogar bis zu acht Cent Preisunterschied.

Ausgewertet wurden Daten der neuen Markttransparenzstelle für Kraftstoffe. In die Analyse flossen die Preise von Tankstellen in 20 Großstädten zu 63 unterschiedlichen Zeitpunkten binnen einer Woche im September ein.

Tankstellen müssen der Markttransparenzstelle seit September Preisänderungen mitteilen. Diese gibt die Informationen dann in Echtzeit an Verbraucherportale weiter. Autofahrer können so online die Preise zwischen nahe gelegenen Tankstellen vergleichen und die günstigste ansteuern. An das System sind mehr als 13.000 Stationen angeschlossen.

Die Markttransparenzstelle soll den Wettbewerb zwischen den Tankstellen verschärfen. Zudem soll das Kartellamt besser gegen Kartellrecht-Verstöße vorgehen können, etwa wenn Mineralölkonzerne Kraftstoff teurer an freie Stationen verkaufen als an eigene Tankstellen.

Ob der einfachere Preisvergleich tatsächlich für mehr Wettbewerb sorgt und Benzin damit billiger macht, ist umstritten. Laut ADAC lagen die Preise für Super E10 an deutschen Tankstellen im September im Durchschnitt bei 1,563 Euro und damit 1,5 Cent unter dem Durchschnitt des Vormonats. Der Literpreis für Diesel lag dagegen mit 1,44 Euro um rund einen Cent über dem Durchschnittspreis im August.

ade/dpa

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insgesamt 61 Beiträge
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zensorsliebling 04.10.2013
1. Wer nicht total blind durch's Leben stolpert....
oder immer für 20€ tankt, hat das längst gemerkt. Früh am Morgen werden die Träumer gemolken, die abends die gelbe Lampe ignoriert haben. Bei ca. 10ct/L Differenz lohnt sich das.
fettiz 04.10.2013
2. Benzin wird nicht billiger dadurch
ermöglicht es aber dem einzelnen auf teure Benzinpreise zu reagieren und günstiger zu tanken. Möglicherweise führt die erhöhte Transparenz aber auch dazu, dass die Tankstellen in den Abendstunden nicht so weit mit den Preisen nachgeben. Insgesamt sind die Daten für aufmerksame Menschen nicht wirklich überraschend. Wenn man bisher schon aufmerksam an Tankstellen vorbeigefahren ist, konnte man diesen Effekt, dass es abends am günstigsten ist schon vorhersehen.
John Meier 04.10.2013
3. E 10
Mich wundert nur, dass der Durchschnittspreis von Super E 10 angegeben wird, obwohl die Mehrheit der Autofahrer das "klassische" Super (E 5) tankt.
schubert-dirk 04.10.2013
4. Noch keine Auswirkungen
Ich dachte, dass sich die steigende Transparenz auf die Preisunterschiede der Tankstellennachbarn auswirkt - aber scheinbar nicht auf alle - sa gibt es mittlerweile am Mittleren Ring 15 ct Unterschied auf ein paar hundert Metern zwischen Aral (1,49 auf Diesel) und einer Total (1,34).
bold_ 04.10.2013
5. Die spinnen, die Deutschen!
Zitat von sysopDPAVor der Arbeit noch schnell volltanken - das kann teuer werden. Laut einer Studie sind die Benzinpreise morgens besonders hoch. Nach Feierabend kommen Autofahrer billiger weg. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/benzinpreis-studie-der-telekom-tanken-abends-besonders-guenstig-a-926097.html
Bei uns im Elsaß bleiben die Preise oft tagelang unverändert, und Schwakungen innerhalb eines Tages sind völlig unbekannt. Vorschlag: Numerus Clausus für BWL auf 1,1 festsetzen, dann wachsen weniger von diesen Centfuchsern nach...
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