Bildband "Die 100 teuersten Autos": Staunen und sparen

Von Jürgen Pander

Es gibt drei Standardfragen an Besitzer von Oldtimern: Wie viel PS hat der Wagen? Wie alt ist er? Und: Wie teuer? Zumindest auf letztere Frage gibt es nun hundert kompetente Antworten; im neuen Bildband "Die 100 teuersten Autos". SPIEGEL ONLINE hat darin geblättert.

Ferrari 250 Testa Rossa: Mit einem Preis von mehr als 9 Millionen Euro das bislang teuerste Auto der WeltZur Großansicht
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Ferrari 250 Testa Rossa: Mit einem Preis von mehr als 9 Millionen Euro das bislang teuerste Auto der Welt

Um den reellen Wert des jeweiligen Autos geht es schon lange nicht mehr in jenen Kreisen, die PS-Preziosen sammeln und mit ihnen handeln wie andere das zum Beispiel mit Überraschungs-Ei-Figuren tun. Es geht nämlich um Millionenbeträge, wenn besonders rare, bedeutende und alte Autos den Besitzer wechseln. Vor allem wenn solche Fahrzeuge bei Auktionen angeboten werden, schrauben sich die Gebote oft in aberwitzige Höhen. Der französische Autor Serge Bellu hat jetzt in dem Band "Die 100 teuersten Autos" zumindest jene Modelle zusammengestellt, von denen die Verkaufspreise bekannt sind.

Die Ordnung innerhalb des Buches ergibt sich damit von selbst und ist auch gut nachvollziehbar, denn alle Geldbeträge sind in Euro umgerechnet. So ergeben sich aufgrund von Kursschwankungen zwar kleinere Abweichungen, doch auf ein paar Tausender kommt es in diesen Preisregionen ohnehin nicht an.

Gleich das erste Modell ist auch das bislang teuerste, ein Ferrari 250 Testa Rossa aus dem Baujahr 1957, das am 17. Mai 2009 für umgerechnet 9,02 Millionen Euro in Maranello ersteigert wurde. So geht es dann munter - sozusagen in einem Preisrutsch - durch die Welt der Auto-Raritäten, bis das Buch mit einem Bentley R-Type Continental Sports Saloon von 1955 endet, der auf einer Auktion von Christie's in Paris für 220.250 Euro den Zuschlag erhielt.

Tolle Autos in wilder Mischung

Wer sich ins Buch vertieft, dem werden die Ordnung-stiftenden Verkaufspreise bald gleichgültig sein, denn es gibt tolle Autos zu sehen. Die Mischung der Marken und Modelle wirkt dabei völlig willkürlich, von Pontiac Bonneville Special über Maserati Boomerang bis zu Sunbeam TT geht es in wilder Fahrt und durch verblüffende Kurven durch die Autogeschichte.

Die angenehme Lektüre der kurzen, Informativen Texte und die überraschende Mixtur der Autos werden allerdings getrübt von der teilweise mäßigen Fotoqualität. Und dem Lesevergnügen würde es sicher auch nicht schaden, wenn es zu jedem Auto einen Infokasten mit den wichtigsten Daten geben würde. Doch auch so ist das Buch eine prima Gelegenheit, sich ein wenig in den Garagen der Superreichen umzusehen und ein paar hübsche Anekdoten über deren Lieblingsspielzeuge zu erfahren.

Serge Bellu: "Die 100 teuersten Autos", Heel-Verlag, 120 Seiten, 14,95 Euro.

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  • Donnerstag, 27.08.2009 – 12:22 Uhr
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