Geschwindigkeitskontrollen in Europa Das sollten Autofahrer über den Blitz-Marathon wissen

Mit einem sogenannten Blitz-Marathon will die Polizei am Mittwoch erneut gegen Raser in Deutschland und Europa vorgehen. Wo stehen die Radarfallen? Wann geht es los? Der Überblick.

Blitzermarathon 2015
DPA

Blitzermarathon 2015


  • Wie lange dauert der Blitz-Marathon?

Am Mittwoch, 19. April, um sechs Uhr morgens. Die Aktion, bei der verstärkt Geschwindigkeitskontrollen stattfinden, dauert bis Donnerstag, 20. April um 6 Uhr morgens. Manche Bundesländer beenden die Aktion aber auch schon am Mittwochabend um 22 Uhr.

  • Wo genau wird in Deutschland geblitzt?

Fast alle teilnehmenden Bundesländer verraten die Standorte der Blitzer. Auf diesen Webseiten und PDF-Unterlagen sind die Kontrollpunkte aufgelistet:

  • Bayern
  • Brandenburg
  • Bremen
  • Hessen
  • Saarland
  • Sachsen
  • Thüringen
  • Einige Bundesländer, nämlich Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben sich zu einer bedingten Teilnahme entschlossen: Sie wollen sich nicht auf das 24-Stunden-Extremformat festlegen, sondern blitzen stattdessen verstärkt eine Woche lang.

  • Welche Bundesländer… machen nicht mit?
  • Ihre Beteiligung abgesagt haben die Länder Baden-Württemberg, Berlin, Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt.

    Nordrhein-Westfalen kann nach eigenen Angaben wegen des anstehenden AfD-Parteitags in Köln nicht so viele Polizisten abstellen, auch Schleswig-Holstein verwies auf Personalengpässe.

    • Wie teuer wird es, wenn man geblitzt wird?

    In Deutschland kosten Tempoüberschreitungen innerorts von bis zu 20 km/h maximal 35 Euro. Ab 21 km/h bis 25 km/h Überschreitung werden 80 Euro Bußgeld und ein Punkt fällig. Fährt man außerorts bis 20 km/h zu schnell, kostet das 30 Euro, ab 21 km/h steigt das Bußgeld auf mindestens 70 Euro, und es wird mindestens ein Punkt eingetragen.

    Eine genaue Übersicht über die Höhe der deutschen Bußgelder sowie die Regelungen des Punktesystems finden Sie bei unserem Bußgeldrechner .

    • Wie viele Verkehrsteilnehmer wurden beim Blitz-Marathon 2016 erwischt?

    Den offiziellen Angaben zufolge wurden 72.000 Fahrer geblitzt - deutlich weniger als im Vorjahr (91.000). Dafür war die Quote höher: im Gegensatz zu 3,2 Millionen Kontrollen in 2015 wurden 2016 nur rund zwei Millionen Fahrzeuge kontrolliert - die Quote stiegt damit von 2,8 Prozent (2015) auf 3,6 Prozent in 2016.

    • Was verbirgt sich hinter der Social-Media-Kampagne #speedmarathon?

    Die Polizeidirektionen mehrerer Bundesländer bündeln unter dem Hashtag #speedmarathon Meldungen zur Verkehrssicherheit auf Facebook und Twitter . Dazu zählen Fotos von Unfall- oder Kontrollorten.

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    Blitz-Marathon 2017

    Mit einer erneuten Großaktion sollen Autofahrer für Tempoverstöße sensibilisiert werden. Was halten Sie vom Blitz-Marathon?

    mhe



    insgesamt 33 Beiträge
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    Seite 1
    tommirf 19.04.2017
    1. Und was ist daran aktuell?
    Die Aktion läuft HEUTE, also wäre der Artikel eigentlich GESTERN angebracht gewesen. Leicht verpennt, oder...?
    zeisig 19.04.2017
    2. Geheim, das wär was !
    Wäre so ein Blitz Marathon geheim, würde er Sinn machen. Dann müßte man als Autofahrer ständig auf der Hut sein. Aber so ? Da kann ich über eine derartige Aktion nur müde lächeln.
    zeisig 19.04.2017
    3. Es soll ja eine Überraschung sein.
    Zitat von tommirfDie Aktion läuft HEUTE, also wäre der Artikel eigentlich GESTERN angebracht gewesen. Leicht verpennt, oder...?
    Man muß ja nicht alles schon im Vorhinein verraten. Die Aktion soll ja auch erfolgreich sein.. Den ein oder anderen Autofahrer will man schon überraschen.
    Remy9999 19.04.2017
    4. Aufschrei Abzocke
    ...ich kann es nicht mehr höhren. Warum wohl stehen dort diese kleinen, runden, mit rotem Rand und schwarzen Zahlen versehenen Schilder in regelmässigen Abständen am Strassenrand. Und nein, die dort abgedruckte Zahl ist NICHT die zu fahrende Mindestgeschwindigkeit. Einfach daran halten, und der Blitzermarathon wäre erstens überflüssig und zweites unnötig. Aber dafür bräuchten die SUV-Fahrer ja Intelligenz.
    ugt 19.04.2017
    5. Nur in NRW zu wenig Polizisten?
    Nun mich wundert es, dass die Polizei in NRW für ihrer Einnahmequelle kein Personal hat. Bei Einbruch, Raub habe ich ja noch Verständnis, verdient man da doch nichts und die " Ermittlungsarbeit" bringt auch nichts. Mir wurde von einer Polizistin, als ich einen Einbruch melden wollte, am Telefon gesagt man habe für solche Sachen keine Zeit und wäre mit Wichtigerem beschäftigt. Auch die netten Herren in Uniform an der Straßenecke mit dem lustigen Blitzgerät zeigten wenig Interesse sich der Sache anzunehmen.
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