Sie pöbeln, drängeln und rasen: Eine Umfrage des ADAC wirft kein gutes Licht auf deutsche Autofahrer. Am schlimmsten sei es auf der Autobahn. Über die Hälfte der Befragten gibt an, dort schon mal Opfer einer Nötigung im Straßenverkehr geworden zu sein. 23 Prozent nennen Städte als gefährliches Pflaster, 16 Prozent sehen auf den Landstraßen eine Verrohung der Sitten.
Am Steuer von deutschen Autos staut sich dabei offenbar am meisten Aggressivität an. Die größte Bedrohung, da sind sich rund 51 Prozent der Befragten einig, sind BMW-Fahrer. Sie fallen demnach vor allem durch dichtes Auffahren und Drängeln auf. 32 Prozent schimpfen in diesem Zusammenhang auch auf Mercedes-Fahrer. 26 Prozent beschreiben Audi-Besitzer als besonders aggressiv.
Es wird immer schlimmer
Viele Verkehrsteilnehmer sehen dabei auch einen Zusammenhang zwischen der Farbe des Autos und dem Aggressionspotential des Fahrers: Bei einem schwarzen Auto haben 43,5 Prozent der Befragten das ungute Gefühl, dass ein Rüpel am Lenkrad sitzt.
Für die Untersuchung wurden laut ADAC rund tausend Führerscheinbesitzer befragt. Jeder Fünfte ist überzeugt, dass die Wut im Straßenverkehr in den vergangenen Jahren zugenommen habe.
Manchmal scheint das falsche Verhalten am Steuer aber auch einfach eine Frage der Perspektive zu sein. Denn während 80 Prozent der Befragten angeben, schon mal von einem Drängler provoziert worden zu sein, regen sich 30 Prozent über Schleicher auf.
cst
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