BMW K 1200 R Festhalten, bitte!

Bei den BMW-Autos bilden die Straßenrennwagen M5 und M6 derzeit die Speerspitze der weiß-blauen Sportlichkeit, bei den Motorrädern wird diese Rolle die K 1200 R übernehmen. Ab 4. Juni steht das "stärkste Roadster-Bike der Welt" bei den Händlern.

Von Jürgen Pander


BMW kennt die Gesetze dieses nach immer mehr Leistung gierenden Marktes und prophezeit, dass "dieses Modell für Furore auf dem Motorradmarkt sorgen" werde. In der von den Münchnern verbreiteten Beschreibung der K 1200 R wimmelt es von Adjektiven wie "kompromisslos", "begeisternd" oder "leistungsstark". BMW wird eine Rennserie ins Leben rufen für Motorräder, die auf Basis der K 1200 R an den Start rollen.

Rennmaschine mit 163 PS

BMW K 1200 R: Kaum Schutz für den Fahrer vor den heranstürzenden Luftmassen

BMW K 1200 R: Kaum Schutz für den Fahrer vor den heranstürzenden Luftmassen

Aber auch das normale "Highend Muscle Bike" mit Straßenzulassung ist im Grunde eine Rennmaschine. Der Vierzylindermotor stammt aus der K 1200 S, hat also auch 1157 Kubikzentimeter Hubraum, entwickelt in der Version R jedoch eine Leistung von 163 PS (120 kW) sowie ein Drehmoment von 127 Nm bei 8250 Umdrehungen pro Minute. Fahrwerk und Sechsganggetriebe sind, abgesehen von minimalen Änderungen, ebenfalls baugleich mit dem der 1200 S.

Der wesentliche Unterschied: Hier steht ein nacktes, pures Motorrad. Die Technik ist von allen Seiten sichtbar, für den Fahrer gibt es kaum Schutz vor den heranstürzenden Luftmassen - aber genau das macht ja den Reiz der so genannten Naked Bikes oder Roadster-Motorräder aus. Technisch puristisch ist die Maschine jedoch nur in der Serienversion, die ab 4. Juni für 13.000 Euro verkauft wird. Es gibt aber noch eine ziemlich lange Liste mit Sonderausstattungen, zum Beispiel die elektronische Dämpfereinstellung (Aufpreis 650 Euro) oder ein ABS-System (1050 Euro).

Konkurrenten verschwinden im Rückspiegel

Der Durchschnittsverbrauch des Motorrads mit dem 19 Liter Tank liegt bei zirka 5 Liter je 100 Kilometer, die Höchstgeschwindigkeit bei "mehr als" 200 km/h. Es werden deutlich mehr als 200 Kilometer pro Stunde sein, darauf jedenfalls lässt das Beschleunigungsvermögen der fahrbereit 237 Kilogramm schweren Maschine schließen: 2,8 Sekunden (von 0 auf 100 km/h) geben die Münchner an.



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