BMW-Studie 4219 ELi: Das irrste Auto der Welt

BMW 4219 ELi: Nie war ein BMW-Konzeptauto abgedrehter als dieses Monstrum mit 42 Rädern, 19 Motoren, drei Fahrerplätzen und einem Riesenkofferraum für Spielzeug. Ausgedacht hat sich den Wagen der vierjährige Eli aus den USA Zur Großansicht
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BMW 4219 ELi: Nie war ein BMW-Konzeptauto abgedrehter als dieses Monstrum mit 42 Rädern, 19 Motoren, drei Fahrerplätzen und einem Riesenkofferraum für Spielzeug. Ausgedacht hat sich den Wagen der vierjährige Eli aus den USA

Die tollsten Geschichten entstehen, wenn Leute über ihren Schatten springen. In diesem Fall waren es Marketingmitarbeiter von BMW in den USA, die der Bitte eines Vierjährigen nachkamen: Sie fertigten eine professionelle Zeichnung seines Traumautos an. Heraus kam die coolste BMW-Studie aller Zeiten.

Kühl, technoid und auch ein bisschen arrogant - das ist die eine Seite des BMW-Images. Die andere ist einfach: cool. Ein Beweis ist das 42-rädrige Monstermobil, das jetzt auf der Facebook-Seite von BMW in den USA veröffentlicht wurde - und dessen Geschichte einfach herzerfrischend ist.

Es begann damit, dass ein gewisser Ben auf dem US-Autoblog Jalopnik über das Traumauto seines vier Jahre alten Neffen Eli berichtete. Der Kleine habe sehr konkrete Vorstellungen von einem richtig tollen Auto, und diese ließen sich wie folgt zusammenfassen, schrieb er:

  • Das Auto ist ein BMW.
  • Es hat 42 Räder und natürlich Allradantrieb.
  • Es wird von 19 Porsche-Motoren angetrieben, jeder 459 PS stark.
  • Es gibt drei Lenkräder, und mit allen kann man das Auto gleichzeitig lenken.
  • Es verfügt über einen riesigen Kofferraum voller Spielsachen.

Den kurzweiligen Bericht über die herrlich-bizarren Autophantasien seines Neffen schloss Ben mit dem Aufruf, dass jeder sich dazu inspiriert fühlende Leser doch bitte eine Zeichnung dieses irrwitzigen Fahrzeugs einsenden solle.

Um es kurz zu machen: Es gab reichlich Resonanz. Darunter auch ein professionell gemachtes Rendering auf der Facebook-Seite von BMW USA, in die alle von Klein-Eli geforderten Details einflossen (von den Porsche-Motoren einmal abgesehen, jedenfalls wurde das nicht weiter kommentiert).

Auf Nachfrage antwortete Dirk Arnold, BMW-Kommunikationschef in den USA: "Die Agentur unseres Marketings hat die Zeichnung in Photoshop erstellt. Einfach als kleine Überraschung für einen Vierjährigen. Mehr steckt nicht dahinter."

So schön und selbstlos sich das anhört - auch BMW profitiert von der Aktion. In den sozialen Netzwerken wird die Studie herumgereicht wie ein heiliger Gral, so funktioniert gutes Marketing. Sicherheitshalber fügte Arnold übrigens noch an, niemand solle sich Hoffnungen machen. "Das Auto geht nicht in Serie."

jüp

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1. ...und
kongobock 08.02.2013
Mag ja sein, dass die Marketingfuzzies von BMW VNA ganz gut mit Photoshop umgehen können - allein mit Orthografie und Mathematik haben sie es nicht so. Denn es hätte "42 WHEELS (6 PER AXLE)" lauten müssen. Oder ist auch das jetzt schon "Aufreger"-Kalkül?!? Honi soit, qui mal y pense...
2.
tyskie 08.02.2013
Wie man sogar bei so einem Thema nur ans Meckern denken kann... Eine ganz sympathische Aktion der BMW und marketingmäßig tausend mal mehr wert als irgendeine dumme Fernsehwerbung. Die BMW hat verstanden wie man im 21. Jh Menschen anspricht!
3. nicht in serie?
threadneedle 08.02.2013
Wieso nicht? Nach allem was ich da draussen sehe scheinen 4 Jährge Jungs doch ganz offensichtlich sehr viel Einfluss auf das Automobildesign unserer Zeit zu haben!
4.
klettermaex 08.02.2013
nun da wir schon lange die Zeiten der Starrachsen hinter uns gelassen haben und spätestens nach unserer Ankunft im 21 Jahrhundert die Einzelradaufhängung praktizieren, kann der geneigte Leser davon ausgehen das die Inschinööööre von BMW doch der Mathematik und auch der Orthodiagraphie mächtig sind und einfach nur besser aufgepasst haben. Mein lieber kongobock aber das kann jedem mal passieren. Aller liebste Grüße
5.
zyndstoff 08.02.2013
Zitat von klettermaexnun da wir schon lange die Zeiten der Starrachsen hinter uns gelassen haben und spätestens nach unserer Ankunft im 21 Jahrhundert die Einzelradaufhängung praktizieren, kann der geneigte Leser davon ausgehen das die Inschinööööre von BMW doch der Mathematik und auch der Orthodiagraphie mächtig sind und einfach nur besser aufgepasst haben. Mein lieber kongobock aber das kann jedem mal passieren. Aller liebste Grüße
So ähnlich wollte ich das auch gerade schreiben. Allerdings hat er mit der Orthographie recht: "axle" statt "axel". Vermutlich fährt kongobook noch einen End-40er-Jahre Borgward mit Starrachse und Blattfedern - da kann man das mit der Einzelradaufhängung (in diesem Fall eher Tripleradaufhändung) nicht wissen.
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