Maßnahme gegen Stau BMW rät Mitarbeitern zum Umstieg aufs Fahrrad

Bisher fuhren die meisten Führungskräfte bei BMW mit dickem Dienstwagen zur Arbeit. Als Mittel gegen das Münchner Verkehrschaos bietet der Autohersteller seinen Mitarbeitern nun eine Alternative an: E-Bikes.

BMW-Zentrale in München
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BMW-Zentrale in München

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Im Kampf gegen Stau und Parkplatznot in München hat der BMW-Konzern eine ungewöhnliche Maßnahme ergriffen: Seinen Mitarbeitern am Hauptsitz in der bayerischen Landeshauptstadt bietet der Autohersteller neuerdings Dienstfahrräder an, um sie zum Umstieg auf ein umweltfreundlicheres und platzsparendes Verkehrsmittel zu bewegen.

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"Den drohenden Verkehrskollaps können wir nicht mit Autos verhindern", sagte BMW-Betriebsratschef Manfred Schoch dem SPIEGEL. "Das Kernproblem ist der Pendlerverkehr, und dafür müssen wir jetzt völlig neue Lösungen finden." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Seit Anfang September können Mitarbeiter in München deshalb Fahrräder leasen. Statt mit einem PS-starken Premiumauto sollen sie künftig mit dem Elektrorad zur Arbeit fahren. Die Kosten für die oft mehrere Tausend Euro teuren E-Bikes werden dann mit der Erfolgsvergütung verrechnet.

Der BMW-Betriebsrat erhofft sich davon Entlastung für den Münchner Stadtverkehr. "Wir haben 40.000 Mitarbeiter in München", sagt Schoch, "wenn nur zehn Prozent davon aufs Rad umsteigen, könnte man zwei Parkhäuser zumachen".

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insgesamt 121 Beiträge
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Seite 1
heimatminister 22.09.2018
1. Erschreckend
... die Folgen des Brexit,
Sibylle1969 22.09.2018
2. More bikes, less cars
Das Fahrrad kann massiv zur Lösung innerstädtischer Verkehrsprobleme beitragen. Gut, dass sich diese Erkenntnis immer mehr durchsetzt. Wer maximal ca. 6 km Weg zur Arbeit hat, kann ganzjährig mit einem herkömmlichen Fahrrad pendeln, wer bis zu 20 km Entfernung hat, kann dies mit einem Pedelec tun.
bonobo2 22.09.2018
3. Mit dem Deibi gegen den Belzebub
"Seit Anfang September können Mitarbeiter in München deshalb Fahrräder leasen. Statt mit einem PS-starken Premiumauto sollen sie künftig mit dem Elektrorad zur Arbeit fahren. Die Kosten für die oft mehrere Tausend Euro teuren E-Bikes werden dann mit der Erfolgsvergütung verrechnet." Heißt im Klartext: Die Erfolgsvergütung wird für die Produktion und den Verkauf von immer mehr Autos an die Mitarbeiter bezahlt. Die wiederum heizen mit ihrer Emsigkeit den hier genannten Verkehrskollaps durch die Produktion von immer mehr PKW selber weiter an. Und um gegen diesen wiederum gewappnet zu sein, erhalten die Verursacher, also die Mitarbeiter des Konzerns, der all diese verursacht, E-Bykes - im Grunde also, um sich gegen die Folgen des von ihnen selbst verursachten Desasters zu schützen. Man fasst es nicht. Das scheint mir Kapitalismus zu sein...
geschädigter5 22.09.2018
4. Find ich hervorragend.
Und sollte auch von anderen Firmen kopiert werden.
J.Corey 22.09.2018
5. Völlig neue Lösungen ...
... Fahrräder - die Innovation dieser Lösung haut mich ja vom Hocker!
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