Brand in Oldtimer-Werkstatt 50 Luxusautos zu Wracks verkohlt

In der Düsseldorfer Innenstadt ist gestern eine Oldtimer-Werkstatt in Flammen aufgegangen. Unter den verbrannten Schätzen waren Liebhaberstücke von Rolls-Royce, Jaguar und Ferrari, zum Teil noch aus den Kriegsjahren. Der Sachschaden kann bis zu zehn Millionen Euro betragen.


Düsseldorf - Am Sonntagmorgen um 10.11 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert, berichtet die "Bild" Zeitung , sie sei mit vier Löschzügen und über hundert Feuerwehrmännern ausgerückt. Nach Angaben der Zeitung handelt es sich um das Autohaus von Michael Fröhlich, das komplett zerstört wurde. Der Brand griff auch auf Nachbarhäuser über, es gab zwei Verletzte.

Brand im Autohaus: Schaden bis zu zehn Millionen Euro
DPA

Brand im Autohaus: Schaden bis zu zehn Millionen Euro

In der Werkstatt seien 50 Autos im Wert von jeweils um die 50.000 Euro so stark beschädigt worden, dass sie nur noch Schrottwert hätten, sagte ein Feuerwehrsprecher am Sonntag der Deutschen Presseagentur. Unter den verkohlten Wracks befänden sich echte Liebhaberstücke von Nobelmarken wie Rolls Royce, Jaguar oder Ferrari, zum Teil noch aus den Kriegsjahren. Insgesamt schätzt die Feuerwehr den Sachschaden auf fünf bis zehn Millionen Euro.

Als auch zwei Nachbarhäuser in Brand gerieten, musste ein Großaufgebot der Feuerwehr 30 Menschen aus ihren Wohnungen bergen. Sie wurden vorübergehend in benachbarten Hotels untergebracht. Zwei Frauen im Alter von 60 und 87 Jahren wurden verletzt ins Krankenhaus gebracht. Das Feuer sei im Keller des Autohauses ausgebrochen und habe auf die Werkstatt im Innenhof übergegriffen, sagte der Sprecher. Dort waren neben Farben und Lacken auch Schweißgase gelagert.

Zeitgleich mit dem Eintreffen der Feuerwehr habe es eine riesige Stichflamme gegeben. Der Brand habe sofort auf eine Arztpraxis und eine Schneiderei übergegriffen. "Wir konnten glücklicherweise eine Explosion verhindern", sagte der Sprecher. Jedoch seien die Flammen durch die Decke der Werkstatt geschlagen und hätten die nebenstehenden Gebäude angegriffen. "Bis in die fünfte Etage ist kein Fenster mehr heil", sagte der Feuerwehrsprecher.

Weder Polizei noch Feuerwehr konnten zur Ursache für den Großbrand bisher genaue Angaben machen. Die Kriminalpolizei ermittele, hieß es. Vermutet wird, dass in der Werkstatt seit längerer Zeit ein Brandherd unerkannt schwelte. Erst als Sauerstoff hinzukam, weil möglicherweise eine Scheibe platzte, breitete sich der Brand aus.

abl/dpa



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