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Projekt GreenGT: Brennstoffzellenauto startet nicht in Le Mans

Green GT H2: Serienfahrzeug nicht in Sicht Zur Großansicht
Green GT

Green GT H2: Serienfahrzeug nicht in Sicht

Das diesjährige 24-Stunden-Rennen von Le Mans muss ohne ein innovatives Versuchsfahrzeug auskommen. Das Team GreenGT hat seine Teilnahme kurzfristig abgesagt, nachdem sein Brennstoffzellen-Bolide nicht die gewünschten Testergebnisse erzielte.

Hamburg - Der Brennstoffzellen-Antrieb gilt als große Hoffnung für alternative Antriebe, aber ein Serienfahrzeug ist noch nicht in Sicht. Zu teuer und aufwendig ist derzeit noch die Produktion dieser Technik, die emissionsfreies Fahren über lange Reichweiten verspricht. Die Alltagsprobleme der Autohersteller bekommt nun auch das Rennteam GreenGT zu spüren.

Die Franzosen hatten geplant, beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit dem GreenGT H2 an den Start zu gehen. Es wäre der erste Rennwagen in der Geschichte der legendären Veranstaltung gewesen, der ohne einen Tropfen Benzin oder Diesel auskommt. Doch daraus wird nichts. GreenGT hat seine Teilnahme abgesagt.

Grund für die Absage sind laut GreenGT-Chef Jean-Francois Weber unbefriedigende Leistungen des Wagens bei Ausdauertests. Laut einer Pressemitteilung ist es dem Team nicht gelungen, eine zufriedenstellende Abstimmung zwischen Leistung und Reichweite zu erzielen. Komplexität und Kosten des Projekts waren zu hoch, um rechtzeitig zum Rennen am 22. und 23. Juni ein zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Keine Zukunftsaussichten in Le Mans

Die 56. Box bleibt damit in diesem Jahr in Le Mans leer. Die Rennveranstalter reservieren diesen Startplatz für Fahrzeuge mit innovativen Konzepten, die außer Konkurrenz starten. Im vergangenen Jahr war die Box das erste Mal ausgeschrieben worden, an den Start ging damals Nissan mit dem spektakulären Delta Wing.

Die Veranstalter des Rennens teilen in einer Stellungnahme mit, dass sie an der Idee der 56. Box festhalten werden. Auch den Glauben an den GreenGT H2 haben sie nicht verloren: Das Projekt soll nach dem Willen von Le-Mans-Sportdirektor Vincent Beaumesnil weiterhin unterstützt werden.

Vom Ausfall der Franzosen profitiert das belgische Team von ProSpeed Porsche. Es wird die freigewordenen Startplätze ausfüllen - allerdings mit einem Wagen mit herkömmlichem Antrieb.

cst

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Nicht
EchoRomeo 03.06.2013
Die Brennstoffzelle war auch nur ein teures Gut Gemeint. Wird auch noch viele Jahre so bleiben.
2. Angaben der Industrie zufolge...
Airkraft 03.06.2013
Angaben der Industrie zufolge, war die Brennstoffzelle schon vor ca. 20 Jahren Serienreif ;-)
3. Sinnlos
maxweber 03.06.2013
Selbst wenn die Brennstoffzelle erfolgreich in Le Mans gefahren und serienreif wäre – woher soll denn der Wasserstoff kommen? Und wo soll man ihn tanken? Es gibt schon nicht genug Erdgastankstellen, obwohl sich so jede Mange CO2 einsparen ließe.
4. ja, sinnlos isses schon, aber....
laxness 03.06.2013
Zitat von maxweberSelbst wenn die Brennstoffzelle erfolgreich in Le Mans gefahren und serienreif wäre – woher soll denn der Wasserstoff kommen? Und wo soll man ihn tanken? Es gibt schon nicht genug Erdgastankstellen, obwohl sich so jede Mange CO2 einsparen ließe.
...wer fragt heute noch nach einem Sinn? Warum nicht Benzin tanken und mittels eines im Auto eingebauten Reformers das H2 abspalten? Der verbleibende Kohlenstoff wird gesammelt und (irgendwie) entsorgt. Wäre 100% CO2-frei. Was will man mehr? Macht zwar keinen Sinn, ist aber sicher ökologisch und political correct ;-))
5. Komisch...
rolf.piper 03.06.2013
die Raketen fliegen ohne Probleme größte Strecken mit Wasserstoffantrieben, nur auf der Straße klappt´s nicht, wieso nur?
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