Berlin - Städte und Gemeinden können künftig wieder alte Kfz-Kennzeichen einführen. Das beschloss die Länderkammer am Freitag in Berlin. "Damit können die Menschen Ihrer Verbundenheit zu Ihrer Region auch auf Autokennzeichen Ausdruck geben", sagte der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP). Damit sind Kürzel gemeint wie etwa LEO für Leonberg. Mit der Änderung können die Länder nun die Wiedereinführung alter Kennzeichen beantragen.
Der Landkreistag kritisierte den Beschluss. Der zusätzliche Verwaltungsaufwand könne zudem rund 4,25 Millionen Euro betragen.
Mücke sagte, das System dieser Nummernschilder sei 1956 eingeführt und 1990 auch auf Ostdeutschland übertragen worden. Die Verkehrsministerkonferenz der Länder habe darum gebeten, dass auch alte auslaufende und bereits ausgelaufene Kennzeichen wieder vergeben werden dürfen. "Wir sind dieser Bitte gerne nachgekommen", sagte Mücke. Nur die Länder und nicht die Zulassungsbehörden seien antragsberechtigt. Die Gesuche würden gebilligt, solange die Kombination nicht gegen die guten Sitten verstoße, wie etwa SE-X.
rom/dapd/dpa
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