Straßenverkehr: Bundesrat besiegelt Rückkehr von Alt-Kennzeichen

Altes Schild: Künftig können Autos aus dem friesischen Jever wieder dieses Kürzel tragen Zur Großansicht
Roman Büttner

Altes Schild: Künftig können Autos aus dem friesischen Jever wieder dieses Kürzel tragen

Autofahrer haben mehr Freiheit bei der Wahl ihres Kfz-Kennzeichens. Der Bundesrat billigte am Freitag eine Verordnung, wonach die Länder beim Bundesverkehrsministerium alte, bisher nicht mehr zulässige Nummernschilder beantragen können.

Berlin - Städte und Gemeinden können künftig wieder alte Kfz-Kennzeichen einführen. Das beschloss die Länderkammer am Freitag in Berlin. "Damit können die Menschen Ihrer Verbundenheit zu Ihrer Region auch auf Autokennzeichen Ausdruck geben", sagte der Parlamentarische Verkehrsstaatssekretär Jan Mücke (FDP). Damit sind Kürzel gemeint wie etwa LEO für Leonberg. Mit der Änderung können die Länder nun die Wiedereinführung alter Kennzeichen beantragen.

Der Landkreistag kritisierte den Beschluss. Der zusätzliche Verwaltungsaufwand könne zudem rund 4,25 Millionen Euro betragen.

Mücke sagte, das System dieser Nummernschilder sei 1956 eingeführt und 1990 auch auf Ostdeutschland übertragen worden. Die Verkehrsministerkonferenz der Länder habe darum gebeten, dass auch alte auslaufende und bereits ausgelaufene Kennzeichen wieder vergeben werden dürfen. "Wir sind dieser Bitte gerne nachgekommen", sagte Mücke. Nur die Länder und nicht die Zulassungsbehörden seien antragsberechtigt. Die Gesuche würden gebilligt, solange die Kombination nicht gegen die guten Sitten verstoße, wie etwa SE-X.

rom/dapd/dpa

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insgesamt 105 Beiträge
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1. Oh Goltt lass Hirn regnen!
Why-not? 21.09.2012
Schwachsinnige Rückkehr zu einem völligen Wirrwarr an Kennzeichen, der der Polizei ohne Not die Jagd auf Verbrecher erschweren dürfte, die Bürokratiekosten steigen, nur die Drucker der Kennzeichen freuen sich über zwar sinnlose aber trotzdem neue Arbeit. Dumm-dreiste, miefige Kirchturmpolitik der CSU, aber das ist man ja gewohnt.
2. da lacht das bürokratenherz…
Wile_E_Coyote 21.09.2012
Zitat von sysopRoman BüttnerAutofahrer haben mehr Freiheit bei der Wahl ihres Kfz-Kennzeichens. Der Bundesrat billigte am Freitag eine Verordnung, wonach die Länder beim Bundesverkehrsministerium alte, bisher nicht mehr zulässige Nummernschilder beantragen können. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,857230,00.html
…und was das wieder kostet… sicher hat mancher seinem alten kennzeichen in deutschland west nach der gebietsreform in den 70ern nachgetrauert, als teenager war mein lieblingskennzeichen an einem NSU (das AUTO, hallo) TTS, TT-S und ne zweistellige zahl, sehr cool, aber tempi passati… dass die ersten kennzeichen in den blühenden landschaften identitätsstiftend waren will ich ja auch nicht bestreiten aber damit jetzt wieder anzufangen halte ich für ziemlich sinnfrei. und wenn ich sowas lese… …also wirklich, in Stuttgart wird afaik dass kürzel -EX vergeben. ond do hoists, d'schowbe wäret so veklemmd…
3. Unsere Legislative packt wirklich
schiefer 21.09.2012
die wichtigen und brennenden Themen an und das mit dem "Abbau von Bürokratie" gekoppelt. Glückwunsch Ihr Leichtmatrosen
4. Se-x?
thomas.slowhand 21.09.2012
SE-X und SE-XY sind die beliebtesten Kennzeichen des Kreises Segeberg und mitnichten weder ein "Altkennzeichen" noch "anstößig".
5. nö
Charlie Whiting 21.09.2012
Zitat von Why-not?Schwachsinnige Rückkehr zu einem völligen Wirrwarr an Kennzeichen, der der Polizei ohne Not die Jagd auf Verbrecher erschweren dürfte, die Bürokratiekosten steigen, nur die Drucker der Kennzeichen freuen sich über zwar sinnlose aber trotzdem neue Arbeit. Dumm-dreiste, miefige Kirchturmpolitik der CSU, aber das ist man ja gewohnt.
Na so kompliziert ist das auch nicht, da die Vergabe sich ja an den Postleitzahlen orientieren kann oder muss. Die Kennzeichendrucker haben jetzt vielleicht öfter mal EINEN Buchstaben mehr zu drucken. Und ein Nummernschild ist nun mal dem Fahrzeughalter zugeordnet. Völlig egal was da draufsteht. Wo soll der Mehraufwand sein diesen gegebenfalls zu ermitteln?
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