Rotlichtverstöße Bundesrat beschließt höheres Bußgeld für Radler

Bei Rot über eine Ampel zu radeln, soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden.

Strafzettel für Fahrradfahrer: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg
DPA

Strafzettel für Fahrradfahrer: 60 Euro und ein Punkt in Flensburg


Berlin - Wenn Radler bei Rot über eine Ampel fahren, soll das nach dem Willen der Länder künftig 60 statt 45 Euro Bußgeld kosten. Unter anderem mit dieser Änderung stimmte der Bundesrat am Freitag einer Verordnung der Bundesregierung zu.

Hintergrund ist das ab 1. Mai geltende neue Punktesystem für Verkehrssünder: Dann steigt die Bußgeldschwelle, ab der Delikte in Flensburg eingetragen werden, von 40 auf 60 Euro. Die Länder wollen, dass es für Rotlicht-Verstöße von Radfahrern weiterhin einen Punkt gibt. Das Bußgeld fürs einfache Überfahren roter Ampeln - also ohne weitere Gefährdung oder Sachbeschädigung - soll deswegen ebenfalls auf 60 Euro steigen.

Laut Bundesrat muss nun die Bundesregierung entscheiden, ob sie die Verordnung mit den Änderungen in Kraft setzt.

cst/dpa

Mehr zum Thema


Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 467 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hesekiel2517 11.04.2014
1. 6.000,- euro
Zitat von sysopDPABei Rot über eine Ampel zu radeln soll bald teurer werden: Der Bundesrat hat eine Erhöhung des Bußgeldes um 15 Euro beschlossen. Die Neuregelung ist durch das geplante Punktesystem nötig geworden. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bussgeld-fuer-fahrradfahrer-bei-rot-ueber-die-ampel-wird-teurer-a-963987.html
...bei mir an der Ecke ist eine Ampel.Da könnte die Stadt mit den 2 Rad Rotsündern locker 6.000,- EURO Umsatz am Tag machen.Hoffentlich tun sie das...!
etna 11.04.2014
2.
Können die sich nicht mal auf echte Kriminelle konzentrieren, als die Bürger immer weiter zu schikanieren und auszuplündern bzw. dieses durch immer höhere Bußgelder auszuweiten ?
Rahlstedter 11.04.2014
3. Unsterbliche Radfahrer...
Gibt es hier in Hamburg anscheinend reichlich. Ballern bei Rot über die Ampel, zwingen mich als Autofahrer zu Gefahrenbremsungen und wenn doch mal einer unter die Räder kommt ist der Autofahrer ja so böse und wird beschimpft. Ich fahre auch Rad, sogar wirklich gerne, aber auch für Radfahrer gelten Regeln.
etna 11.04.2014
4.
Zitat:"Da könnte die Stadt mit den 2 Rad Rotsündern locker 6.000,- EURO Umsatz am Tag machen" Genau darum geht`s doch, um Umsatz zu machen. Ginge es den Politikern um die Sicherheit der Bürger, wie können sie dann Risikiotechnologien wie die Kernkraft etc. überhaupt anwenden. Der gemeine Bürger wird doch schon ausgenommen wie `ne Weihnachtsgans. Aber irgendwie müssen die gestiegenen Diäten und Pensionen der Politiker und Beamten ja eingespielt werden, nicht wahr?
akmsu74 11.04.2014
5. Gleiche Rechte - gleiche Pflichten
Radfahrer (und auch Motorradfahrer, zu denen ich mich auch zähle) beschweren sich immer wieder, sie würden im Verkehr "diskriminiert" und "kriminalisiert" und wollen als "gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer" wahrgenommen werden. Das ist an sich eine gute Idee - aber gleiche Rechte bedingen gleiche Pflichten! Und (sehr) viele Radfahrer (egal ob mit Motor oder ohne) scheren sich einen Dreck um die Verkehrsregeln! Und solange das so ist, werden sie beim Verletzen der Regeln und eben ggf. auch an anderer Stelle "abgeschossen", sei es, weil sie nicht gesehen werden, sei es, weil die Dosenfahrer wissen, dass sie im recht sind und selbst kaum ein Risiko tragen. Das ist NICHT nett und auch nicht "rechtens" - aber verständlich und nur mit der Gesamtsituation zu ändern. Also entweder gleiche Pflichten - und damit auch gleiche Bussgelder - für Alle oder eine konsquente Trennung der Verkehrswege...
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.