Roadster aus "Captain America": Dieser Designer fährt 'nen Film

Marvel Studios

Früher designte Daniel Simon normale Autos, jetzt lässt er in Hollywood die Sau raus. Auf sein Konto gehen das Lightcycle aus "Tron" - und der Monster-Roadster aus "Captain America". Dem hat er jetzt, lange nach Drehschluss, noch mal ein Hochglanzvideo gewidmet.

Zehn riesige Räder, ein monströser Motor und überhaupt: das schnellste Auto auf Erden. So lautet der Kurzsteckbrief des Roadsters von Johann Schmidt, dem Oberschurken im Marvel-Comic "Captain America" und in dem Actionfilm "Captain America - The First Avenger".

Der Rummel um den Film hat sich inzwischen gelegt, der um den spektakulären Filmwagen brandet jetzt wieder auf. Denn Daniel Simon, deutscher Autodesigner mit Wohnsitz in Los Angeles, hat jetzt ein einminütiges Video veröffentlicht, in dem es ausschließlich um das zehnrädrige Ungetüm geht.

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Phantastisches Filmauto: Sechs Räder für den Bösewicht
"Der Kurzfilm über das Auto entstand erst jetzt in einem kleinen Studio", sagt Simon. "Die Arbeit für einen Film ist sehr hektisch. Wenn ich danach mit Abstand auf mein Design schaue, hilft das, mit einem Langzeitprojekt abzuschließen. Das ist extrem wichtig, um einen klaren Kopf für Neues zu haben."

Ein Dragster-V8 sorgt für Schub

Während der Roadster im Film in einem düsteren Graumetallic lackiert ist, glänzt das Auto im Film in Rubinrot. "Bei dem roten Auto handelt es sich allerdings nur um ein Computermodell. Das kleine Video sollte die Präzision und Eleganz des Designs zeigen, und das funktioniert in rotem Lack sehr gut", erklärt Simon.

Das reale Requisit für den Actionfilm wurde in England gebaut. Es basiert auf einem Lkw-Chassis mit Lkw-Rädern, die Karosserie ist aus Verbundstoff geformt und misst 7,62 Meter in der Länge. Regisseur Joe Johnston habe ein wirklich beeindruckendes, ein riesiges Auto haben wollen, erinnert sich Simon, "daher war der Grat zwischen gerade noch stimmigen Proportionen und einer Auto-Karikatur ziemlich schmal." Als Antrieb ist ein V8-Dragster-Motor mit Kompressor von Ford eingebaut. Bei den Dreharbeiten fuhr Schauspieler Hugo Weaving den Wagen, der bis zu 100 km/h schnell wird.

Vom Filmauto-Kritiker zum Filmauto-Schöpfer

Simon sagt, er sei "lange Zeit ein harter Kritiker von Filmautos" gewesen. Der Absolvent der renommierten Autodesigner-Schmiede an der Hochschule Pforzheim arbeitete zunächst ganz klassisch und realitätsbezogen in der Autoindustrie - zuletzt für Volkswagen und Bugatti. Dann macht er sich mit der Firma Cosmic Motors in Kalifornien selbständig.

Der Kontakt zur echten Autowelt besteht allerdings weiterhin. Simon sagt, er arbeite "für Honda, Audi, Lotus und Ford an eher bodenständigen und zukunftsweisenden Konzepten". Trotzdem seien ihm Filmaufträge wie das Art-Deco-Geschoss für "Captain America" als Abwechslung sehr willkommen. Seine jüngste Kreation ist übrigens noch abgehobener: ein futuristisches Flugobjekt für den Film "Oblivion" mit Tom Cruise, der im kommenden Jahr anläuft.

jüp

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insgesamt 7 Beiträge
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1.
Holzroller 03.09.2012
Welchen Wert hat das gerenderte Auto, wenn das echte Fahrzeug optisch und technisch kaum etwas mit diesem gemeinsam hat, wie man in der Fotostrecke erkennen kann? Ein Artikel ohne Aussagekraft, dafür mit vielen Tippfehlern.
2.
enfanterrible 03.09.2012
Wie doof, dass das Video nicht im korrekten Seitenverhältnis eingebettet ist. All die Mühe zur Perfektion umsonst...
3. optional
Mierscheid 03.09.2012
Zehn Räder? Selbst mit Lenk- und Ersatzrad komme ich nur auf acht Räder bei der Studie.
4.
dwg 03.09.2012
Zitat von MierscheidZehn Räder? Selbst mit Lenk- und Ersatzrad komme ich nur auf acht Räder bei der Studie.
Hinten hat das Teil Zwillingsreifen. Deswegen kann das in realiter auch nur geradeaus fahren, resp. hinterläßt in jeder Kurve einen Haufen Gummi - um vom Wenden mal ganz zu schweigen.
5. optional
georg.vt@gmx.de 03.09.2012
Zehn Räder, weil hinten Zwillingsreifen drauf sind.
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