Carsharing Autonetzer wird größte Plattform für privates Autoteilen

Mit Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben zwei Carsharing-Anbieter fusioniert. Damit entsteht die größte Plattform für privates Autoteilen. Doch das Potenzial ist längst nicht ausgeschöpft.

Aus zwei mach eins: Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben fusioniert
autonetzer.de

Aus zwei mach eins: Autonetzer und Nachbarschaftsauto haben fusioniert


Stuttgart - In den Markt der Anbieter für privates Carsharing kommt Bewegung: Die Plattformen Autonetzer und Nachbarschaftsauto machen künftig gemeinsame Sache und schließen sich zu einem Unternehmen zusammen. Mit 75.000 Nutzern und 10.000 Fahrzeugen entsteht eigenen Angaben zufolge die größte Plattform für privates Autoteilen in Deutschland.

Wie beide Anbieter am Montag mitteilten, stellen die Privaten damit hierzulande 40 Prozent aller geteilten Autos. Die Seite von Nachbarschaftsauto verweist ab sofort auf autonetzer.de.

Carsharing boomt. Nach einer Studie der Unternehmensberatung Roland Berger wächst der weltweite Markt für gemeinsam genutzte Fahrzeuge bis 2020 jährlich um bis zu 30 Prozent. Experten sprechen bereits von einer neuen Ökonomie des Teilens. In Deutschland gab es Anfang 2014 757.000 Teilnehmer am Carsharing. Zum Vergleich: Vor zehn Jahren waren es nur 68.500.

Auch bei Daimler und BMW wächst das Interesse an Carsharing

Das wachsende Geschäft lockt auch die Autobauer. So betreibt Daimler Car2Go, BMW ist an DriveNow beteiligt. Erst im vergangenen Jahr hatten Daimler und Autonetzer eine Kooperation bekanntgegeben, bei der das Start-up Betrieb und Vermarktung von Daimlers Onlineplattform Car2Share übernimmt - einem Carsharing-Angebot von privat an privat.

Erst kürzlich hatte ein Gerichtsurteil die privaten Carsharing-Anbieter gestärkt. Das Landgericht in Berlin hatte eine Klage der professionellen Autovermietung Starcar aus Hamburg und dem Bundesverband deutscher Autovermieter (BAV) - ein Zusammenschluss von mehr als 240 Mietwagenunternehmen - gegen autonetzer.de zurückgewiesen. Allerdings haben die Kläger Berufung eingelegt.

mhu/dpa



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insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
inovatech 29.09.2014
1. Was
wird die Taxilobby dazu sagen ? Welche fadenscheinlichen Argumente werden herausgeholt ?
vitalik 29.09.2014
2.
Zitat von inovatechwird die Taxilobby dazu sagen ? Welche fadenscheinlichen Argumente werden herausgeholt ?
Würden Sie ihr Auto sharen? Ich kann es mir nicht vorstellen. Ich habe schon öfters Autos gemietet und schon oft bei Leuten mitgefahren in gemieteten Fahrzeugen. Der Umgang ist doch ein komplett anderer. Man fährt teilweise, wie sau. Ach, verschaltet, mach doch nichts. Über den Borstein gefahren, macht auch nichts. Kupplung schleifen lassen bis es anfängt zu stinken, naja, passiert. Ich habe schon mehrere Autos besessen und es war immer so, dass man sich ein paar Tage daran gewöhnen muss, bis das Schalten weich ist und man die Schaltpunkte einschätzen kann. Mag sein, dass ich da empfindlich bin, aber es gibt viele, die die Gänge nur so reinprügeln. Ob man mit dem Sharen genug Geld verdient, dass man sich auch die Reparaturen leisten kann und im Endeffekt das Auto bereits nach 5 Jahren runtergefahren wurde, obwohl man selbst nur ein Bruchteil der Fahrleistung selbst runtergerissen hat. Naja, muss irgendwie jeder für sich entscheiden.
phrasenmaeher 29.09.2014
3. Bei allem (Anbieter-) Überschwang...
... ist es doch erfreulich, dass auch die Kehrseite dieses Wachstumsmarktes mittlerweile ein wenig beleuchtet wird, nämlich das steigende Unfallrisiko. Wer irgendwann einmal den Führerschein gemacht hat und ab und an Papas Auto nutzen durfte, ohne je ein eigenes besessen zu haben, der ist auch nach Jahren noch Fahranfänger. Und heizt Dank Car2Go und Co. nun doch ab und an mit dem Smart mitten durch den Berufsverkehr, einfach, weil es geht und bequemer als die Öffis ist. Zur Verkehrssicherheit tragen diese umweltbewussten Sonntagsfahrer leider nicht bei. Und ihre Zahl, das zeigt der Artikel, steigt stetig an. Schön für die Anbieter, weniger schön für die Versicherer, die nun öfter Blechschäden regulieren müssen... und noch weniger schon
phrasenmaeher 29.09.2014
4.
... für die potenziellen Unfallgegner. Mal ganz abgesehen von dem Phänomen des extrem großzügigen Parkens mit ebenso extrem kleinen Fahrzeugen, vorzugsweise im urbanen Bereich mit ohnehin wenig Parkraum. Aber was schert es den Car-Sharer, der sich das nächste Mal ohnehin erst nächste Woche ein Fahrzeug leiht? Die Kiste wird schon der nächste Teilwillige abholen. Blöd nur für den Anwohner, der dadurch eine Extrarunde um den Block drehen darf, denn in der 6m-Lücke steht eben mittig ein Smart. Zu mehr Rücksicht erzieht so ein One-Way-Sharing nämlich definitiv auch nicht.
sample-d 30.09.2014
5.
Zitat von inovatechwird die Taxilobby dazu sagen ? Welche fadenscheinlichen Argumente werden herausgeholt ?
was haben denn Taxifahrer mit Carsharing zu tun ? wenn Sie hier auf uber anspielen - das hat nichts mit Lobbyismus zu tun, sondern mit Gerechtigkeit und dem Personenbeförderungsgesetz...
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