Studie Aero Seven Concept: Caterham rüstet die Sieben auf
Caterham ist der komische Kauz unter den Sportwagenbauern. Die Renner der Briten sind aufs Wesentliche reduziert, jeder technische Schnickschnack galt ihnen bisher als verpönt. Jetzt plant die Marke den Traditionsbruch.
Caterham-Puristen sollen zuerst die gute Nachricht zu lesen bekommen: Der Sportwagenbauer aus der südenglischen Grafschaft Surrey stellte am Rande des Grand Prix von Singapur am vergangenen Wochenende den Prototypen Caterham Aero Seven Concept vor - und der Wagen hat weder ein Dach noch Windschutzscheiben. Soweit also alles beim Alten.
Die schlechte Nachricht für die Traditionalisten: Der Aero Seven Concept hat LED-Scheinwerfer. Und sogar eine Traktionskontrolle. Lauter unerhört moderne Techniken also, die den Caterham-Entwicklern bisher als verzichtbarer Firlefanz erschien. Außerdem sind die Räder nicht mehr freistehend.
"Wir wollen in den nächsten Jahren unser Sportwagenangebot ausbauen", sagte jetzt Graham Macdonald, der Geschäftsführer von Caterham, "und diese Studie ist das erste Modell auf dieser Reise". Der Aero Seven Concept basiert demnach auf einer modifizierten CSR-Bodengruppe der aktuellen Caterham-Top-Modelle und trägt eine schnörkellose Karbonkarosserie.
Vorläufer für die ganz große Revolution
Der Zweisitzer hat einen riesigen Schlund, praktisch die komplette Frontpartie ist weit aufgerissen. Als Antrieb kommt der von Caterham getunte Zwei-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner von Ford zum Einsatz. Die Maschine leistet 240 PS bei 8500 Umdrehungen pro Minute und wird vom englischen Hersteller bereits im Modell Caterham Seven 485 eingesetzt. In weniger als vier Sekunden soll er den Wagen von null auf Tempo 100 beschleunigen.
Dazu kommen: Sechsgang-Schaltgetriebe, Hinterradantrieb, ein neues, digitales Cockpitsystem, voll verstellbares Fahrwerk, ein Sportlenkrad mit allerlei Tasten zur Veränderung des Set-ups und ein Rennsport-ABS von Bosch. Auch andere Aggregate, so heißt es, würden in das Konzeptauto passen.
Die Studie, so Macdonald, zeige die nächste Generation der Seven-Baureihe. Die soll im Herbst 2014 auf die Straße kommen. Ein komplett neues Sportwagenmodell, das zusammen mit Formel-1-Partner Renault entwickelt wird, erscheint nach aktueller Planung erst im Jahr 2016.
jüp
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