Geringe Nachfrage: GM unterbricht Produktion des Chevrolet Volt

Chevrolet Volt: Kraftwerk an Bord Fotos

Der Opel-Mutterkonzern General Motors unterbricht zum zweiten Mal die Produktion seines Elektroautos Chevrolet Volt. Der Wagen wird in Europa nahezu baugleich auch als Opel Ampera verkauft. Ein Konzernsprecher erklärte am Dienstag, GM passe die Produktion der Nachfrage an.

Detroit - Technisch ist der Chevrolet Volt bemerkenswert. Zusammen mit dem nahezu baugleichen Opel Ampera ist er das erste Großserienauto mit Elektroantrieb und einem konventionellen Verbrennungsmotor als Range Extender. Doch offenbar kommt diese Innovation bei den Kunden nicht an.

US-Medien berichteten, die Produktionsbänder des Volt sollten von Mitte September bis Mitte Oktober stillstehen. Bereits im Frühjahr hatte GM die Fertigung für etwa vier Wochen ausgesetzt. Bis einschließlich Juli hat der Konzern auf seinem wichtigen Heimatmarkt 10.666 der Elektroautos verkauft. Im gleichen Zeitraum wurden im Werk in Hamtramck in Michigan 13.770 Fahrzeuge produziert - plus 5194 Opel Ampera.

Ursprünglich wollte GM allein im Jahr 2012 60.000 Fahrzeuge weltweit absetzen, 45.000 davon in den USA. Von diesen Zielen hat der Konzern zwischenzeitlich Abstand genommen. Der Sprecher betonte jedoch, dass GM im ersten Halbjahr bereits mehr Volt verkauft habe als im gesamten Vorjahr. Die Auszeit im Werk solle genutzt werden, um die Produktion der konventionell angetriebenen Limousine Impala vorzubereiten, die dort parallel vom Band laufen wird.

Von dem zwischenzeitlichen Fertigungstopp ist der Opel Ampera nicht betroffen. Auf Nachfrage zeigte sich der Rüsselsheimer Autobauer mit dem Absatz in Europa zufrieden. Bislang hat Opel in dort rund 7500 Exemplare verkauft, rund 750 davon gingen nach Deutschland.

Der Elektrowagen Chevrolet Volt kostet in Deutschland mindestens 42.950 Euro, in den Vereinigten Staaten 39.145 Dollar plus Steuern. Die Preise für das Schwestermodell Opel Ampera beginnen bei 45.900 Euro.

rom/dpa

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1.
Hermes75 28.08.2012
Zitat von sysopDer Opel-Mutterkonzern General Motors unterbricht zum zweiten Mal die Produktion seines Elektroautos Chevrolet Volt. Der Wagen wird in Europa nahezu baugleich auch als Opel Ampera verkauft. Ein Konzernsprecher erklärte am Dienstag, GM passe die Produktion der Nachfrage an. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,852605,00.html
Das Konzept dieses Fahrzeuges finde ich interessant, aber bei dem Verkaufspreis ist es einfach wirtschaftlicher Schwachfug es zu kaufen. Es ist unmöglich den Mehrpreis gegenüber einem konventionellen Fahrzeug durch den geringeren Verbrauch wieder hereinzuholen.
2. wodurch
ctrlaltdel 28.08.2012
rechtfertigen sich die 3000 E Unterschied zwischen Volt und Ampere?
3. Noch zu teuer
frank1980 28.08.2012
Wer will für ein Auto das mit einem Astra vergleichbar ist 46000 € bezahlen ? Mal davon abgesehen das mir eine Garage fehlt in der ich das Auto Nachts aufladen könnte. Niemals könnte der Mehrpreis über Treibstoffkosten wieder eingefahren werden. Wenn das Auto soviel kostet wie ein Astra wird sich der Staat eine Weg einfallen lassen die Mineralölsteuer vom Benzin auf den Strom umzulegen. Und der Traum vom Geldsparen ist geplatzt.
4. Und das Problem ist...
jaguaros 28.08.2012
...auf der Welt. Jawohl, singt irgendwann die Steuer fuer Benzin und Diesel dann wir der Strompreis so angehoben dass uns schlecht wird. Keine E-Auto kaufen den die Reparaturen werden so teuer wie nie zuvor. Elektronikmodulle, Hochspannungkomponenten, Batterien u.s.w. Es wird nicht repariert sondern wild gewechselt und das wir teuer. Ich schreibe hier als Elektro-ingeneur der sich auskoennt. Lassen sie sich nicht beeinflussen und fragen lieber jemanden der ein teueres Auto mit viel elektronik besitzt was er so in Werstatt zahlt und ob alle Fehler behoben waren. Alle die E-Autos kaufen werden finanziel schwer bluten.
5. leider richtig
teesatz 28.08.2012
Da muß ich meinem Vorredner zustimmen. Wer solch ein Auto mit dem Rotstift durchrechnet, kommt zu dem Schluß, daß das wirtschaftlicher Unsinn ist. Man braucht schon viel hobbymäßigen Idealismus dafür. Da muß wohl erst die 4Euro Grenze beim Sprit überschritten werden bis das anders wird. Ich denke übrigens, daß es eine Fahrstrom-Steuer nicht so einfach geben wird. Jedenfalls nicht so, daß man Fahrstrom und Brauchstrom unterscheiden wird. Man kann das ja nicht färben wie Diesel, also würde das sowieso jeder umgehen und schwarz laden. Aber ein genereller Fahrstrom-Aufschlag auf Strom würde denen sicher einfallen, wenn die EInbrüche bei der Mineralöl-Steuer überhand nehmen. Warten wirs ab.
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General Motors: Die zehn schönsten Modelle

Markendschungel
Das GM-Universum im Überblick
General Motors hat sein Insolvenzverfahren erfolgreich abgeschlossen. Nun will der Konzern erneut an die Börse - aber wie gut ist er aufgestellt? SPIEGEL ONLINE stellt die wichtigsten Marken:
Buick
Die 1903 von David Dunbar Buick gegründete Marke war die Keimzelle für den späteren General-Motors-Konzern. Weil sich der Firmengründer mit Aktien verspekulierte, übernahm William Durant 1904 die Führung und baute sein Autoimperium immer weiter aus.

Buick sollte die Leute ansprechen, die sich die Luxusautos von Cadillac nicht leisten konnten oder wollten. Bis in die siebziger Jahre verkaufte die Marke auch einige Opel-Modelle wie etwa den Rekord, Manta A und Opel GT.

Die Geschäfte liefen bis Ende der achtziger Jahre gut. Dann allerdings entschieden sich die jungen Amerikaner immer häufiger für Konkurrenzmodelle aus Europa und Japan. Das einstige Zugpferd des Mutterkonzerns fährt nun seit Jahren Verluste ein.

Chevrolet
Louis Chevrolet wurde in den USA als Rennfahrer berühmt. Unter anderem fuhr der Schweizer für Buick und lernte dessen Generaldirektor und General-Motors-Gründer William Durant kennen. Mit ihm schuf er 1911 die Chevrolet Motor Car Company. Allerdings kam es zwischen den beiden Männern zum Streit und Chevrolet verließ bereits zwei Jahre später das Unternehmen.

Durant erkannte den Trend zum Volksauto, produzierte preisgünstige Wagen und integrierte Chevrolet in seinen GM-Konzern. Besonders herausragend ist die seit 1953 gebaute sportliche Corvette. Allerdings wird dieses Modell seit 2005 als eigenständige Marke verkauft, um sie von den aktuellen Modellen abzugrenzen.

2005 übernahm GM die Mehrheit am südkoreanischen Hersteller Daewoo. Seitdem prangt das Chevrolet-Kreuz auf Autos wie Matiz, Kalos und Aveo. In Südkorea werden diese Modelle allerdings noch immer unter dem Namen Daewoo verkauft.
Cadillac
König der Heckflosse - so könnte man den Cadillac Eldorado nennen, mit dem der Hersteller die Autoikone der fünfziger Jahre schuf. Das mehr als sechs Meter lange Auto schmückt das wohl imposanteste Heck der Automobilgeschichte.

Henry Martyn Leland gründete die Marke 1902 und benannte sie nach Antoine Laumet de La Mothe, Sieur de Cadillac, dem Gründer Detroits. Bereits sieben Jahre später übernahm GM den Autobauer.

Die meisten Modelle zeugen vom Größenwahn der amerikanischen Fahrzeugindustrie: mehr Luxus, mehr Hubraum und längere Karosserien. Zum Beispiel galt der zwischen 1967 und 1970 gebaute Fleetwood Eldorado seinerzeit als größter Fronttriebler der Welt. Das Auto konnte mit einem 8,2-Liter-Motor geordert werden.

Doch die Energiekrise Anfang der siebziger Jahre zwang Cadillac zum Umdenken. Die Hubräume wurden reduziert - etwa auf 5,7 Liter im Seville von 1975. Der kleinste Motor, den Cadillac heute im Lieferprogramm hat, ist ein V6 mit für US-Verhältnisse vergleichsweise lächerlichen 3,6 Litern Hubraum.
Pontiac
General Motors gründete die Marke 1926. Pontiac sprach mit den sportlichen Autos im mittleren Preissegment vor allem jüngere Kunden an. Der wohl bekannteste Pontiac ist der Firebird, er wurde 1967 vorgestellt.

Das sogenannte Pony Car basiert auf dem Chevrolet Camaro und spielte in der US-Fernsehserie Knight Rider eine Hauptrolle. Mit dem Wagen wollte GM im jungen Segment der sogenannten Muscle Cars mitmischen, das der Konkurrent Ford mit dem Mustang beherrschte. Die Motorisierung ist wuchtig: Die Palette reichte von 3,8-Liter-Maschinen bis zu 7,5-Liter-Aggregaten.

In der Krise hat GM die Marke Pontiac stark eingedampft, Ende 2010 wird sie eingestellt.
Opel
Es dauerte 30 Jahre, bis das erste Automobil die Werkshallen verließ: In seinem 1862 gegründeten Betrieb baute der Rüsselsheimer Adam Opel zunächst Nähmaschinen und später Fahrräder. Der Patent-Motorwagen System Lutzmann rollte erst 1899 auf die Straße. Zu diesem Zeitpunkt war Adam Opel jedoch schon tot - der Hesse starb im September 1895.

Innerhalb von rund 30 Jahren entwickelte sich Opel zum größten Fahrzeughersteller Europas. Doch wegen der Weltwirtschaftskrise mussten die Brüder Wilhelm von Opel und Friedrich Opel Ende der zwanziger Jahre 80 Prozent der Unternehmensanteile an General Motors verkaufen. 1931 schließlich übernahm der amerikanische Konzern den Rüsselsheimer Autobauer komplett.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein rascher Wiederaufbau der Produktionsanlagen. Mit Erfolg, denn 1972 kämpfte sich Opel zurück an die Spitze der deutschen Autobauer. Doch besonders in den neunziger Jahren litt das Image der traditionsreichen Firma. Mit dem neuesten Modell, dem Insignia, will Opel den Abwärtstrend trotz Wirtschaftskrise stoppen.
Vauxhall
Das Unternehmen wurde 1857 in London gegründet und 1925 von GM übernommen. Zunächst bauten die Briten Schiffsmotoren für die Marine; der Einstieg ins Automobilgeschäft folgte zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Als Kontinentaleuropäer kommen einem nahezu alle Autos mit Vauxhall-Emblem bekannt vor. In Großbritannien werden die Opel-Modelle mit identische Modellbezeichnung als Vauxhall verkauft. Das einzige Fahrzeug im aktuellen Produktportfolio, das nicht von Opel stammt, ist allerdings auch keine Eigenentwicklung. Die Sportlimousine VXR8 ist der Zwilling des Holden HSV Clubsport R8 - und der sprintet durch Australiens Outback.
Holden
Der Brite James Alexander Holden legte 1856 in Adelaide den Grundstein für den australischen Autobauer: Er gründete eine Sattlerei, die einige Jahre später auch Pferdekutsche reparierte und baute. Als Automobile zunehmend die Kaleschen ersetzten, begann Holden 1914 mit der Karosseriefertigung und dem Fahrzeugimport - unter anderem für General Motors. Der amerikanische Autobauer übernahm Holden 1931, mit dem Ziel eine eigenen Fahrzeugproduktion in Australien aufzubauen. Kriegsbedingt wurde der ersten Holden jedoch erst 1948 präsentiert.

Aktuell verkaufen die Australier Zwillingsmodelle aus der Konzernpalette wie etwa den Holden Astra, den Barina, der auf dem Chevrolet Kalos basiert und den SUV Captiva. Darüber hinaus entwickelte Holden auch eigene Fahrzeuge für den heimischen Markt wie zum Beispiel den sportlichen Pick-up Ute.
GMC
Max Grabowsky gründete die Grabowsky Motor Vehicle Company 1902 und produzierte Lastwagen. Sechs Jahre später schluckte der neugegründete GM-Konzern das Unternehmen und präsentierte 1912 den ersten Truck der Marke GMC (General Motors Truck Company).

Das wohl bekannteste Modell ist der Vandura, der zwischen 1970 und 1996 produziert wurde und baugleich ist mit dem G20 von Chevrolet. In der US-Serie "Das A-Team" ist der Vandura das Einsatzfahrzeug des Quartetts um den Anführer Colonel John Hannibal Smith.


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