Software-Fehler: Chrysler ruft fast eine halbe Million Geländewagen zurück

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Chrysler Grand Cherokee: Software-Fehler kann ungewollt Gangschaltung verstellen

Erneut beordert Chrysler Hundertausende Geländewagen zurück in die Werkstätten. Bei rund 469.000 Jeep Commander und Grand Cherokee muss die Software aktualisiert werden. Aufgrund eines Fehlers, der die Gangschaltung betrifft, kam es bereits zu Unfällen.

Chicago - Chrysler ruft weltweit fast eine halbe Million Geländewagen wegen notwendiger Software-Aktualisierungen zurück. Etwa 469.000 Autos seien betroffen, teilte die Fiat-Tochter am Samstag mit. Bei einigen Fahrzeugen habe eine fehlerhafte Programmierung dazu geführt, dass die Gangschaltung ungewollt verstellt wurde.

Betroffen sind laut der Mitteilung die Modelle Jeep Commander und Grand Cherokee der Baujahre 2006 bis 2010 und 2005 bis 2010. Rund 295.000 der Autos wurden in den USA verkauft, 28.500 in Kanada, 4200 in Mexiko und 141.000 in anderen Ländern. In diesem Zusammenhang sei es zu 26 Unfällen mit insgesamt zwei Verletzten gekommen.

Es ist der größte Rückruf für Chrysler seit November. Damals musste der Konzern mehr als 900.000 Autos, davon allein in den USA 740.000, wegen fehlerhafter Airbags in die Werkstätten ordern. Bei den zwei älteren Jeep-Modellen Grand Cherokee und Liberty hätten die Front- und Seiten-Airbags sowie die Gurtstraffer während der Fahrt plötzlich aktiviert werden können. Ursache des Problems war laut der US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA ein defektes Bauteil im Kontrollgerät der Airbags.

abl/Reuters

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1.
üpoiu 12.05.2013
Zitat von sysopErneut beordert Chrysler Hundertausende Geländewagen zurück in die Werkstätten. Bei rund 469.000 Jeep Commander and Grand Cherokee muss die Software aktualisiert werden. Aufgrund eines Fehlers, der die Gangschaltung betrifft, kam es bereits zu Unfällen. Chrysler ruft fast eine halbe Million Geländewagen zurück - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/chrysler-ruft-fast-eine-halbe-million-gelaendewagen-zurueck-a-899336.html)
Das Bild das Sie zeigen ist der neue Grand Cherokee, der ist vom Rückruf nicht betroffen. Die Entwicklung der zurückgerufenen Modelle geht übrigens auf Daimler zurück, verantwortlicher CEO in den USA war damals ein gewisser Herr Zetsche (gabs da nicht mal eine Aktion "ask Dr. Z"), der gerade dabei ist, eine deutsche Automobilikone an die Wand zu fahren.
2.
JeeperWH 13.05.2013
Zitat von üpoiuDas Bild das Sie zeigen ist der neue Grand Cherokee, der ist vom Rückruf nicht betroffen. Die Entwicklung der zurückgerufenen Modelle geht übrigens auf Daimler zurück, verantwortlicher CEO in den USA war damals ein gewisser Herr Zetsche (gabs da nicht mal eine Aktion "ask Dr. Z"), der gerade dabei ist, eine deutsche Automobilikone an die Wand zu fahren.
Auch der aktuelle Grand Cherokee (intern WK2) sowie sein längerer Bruder Dodge Durango sind noch DaimlerChrysler-Entwicklungen. Die Bodengruppe Plattform stammt vom ML/GL, die 5-Stufen-Automatik von Mercedes (2013 ersetzt nur 8-Gang-Automatik von ZF). Ich selbst besaß von 2010 bis 2012 einen der ersten Grand Cherokee der WH-Serie (also EU-Version des WK), EZ 2005. Den habe ich von 160.000 bis knapp 280.000 km gefahren und nie Probleme gehabt. Inzwischen bseitze ich den zweiten WH, Modelljahr 2009, aktuell 52.000 km. Die WH-Serie nutzt den Mercedes Diesel OM 642 (3 Liter, 218 PS) sowie das 5-Stufen-Automatikgetriebe W5A580. Diese Automatik kam bis etwa 2011 in B-, C- und E-Klasse und aktuell noch im Vito/Viano zum Einsatz. Da ich beruflich bedingt (Taxi) Mercedes Vito fahre, ist mir auf 300.000 km nur ein größeres Problem untergekommen: Aufgrund eines Softwarefehlers greift wie Wandlerüberbrückungskupplung nicht mehr, der Motor nimmt kaum noch Gas an und fällt schließlich ins Notlaufprogramm. Das ist aber relativ ungefährlich, weil der Defekt einen großen Drehzahlsprung ( bei 50 km/h von ca. 1.400 auf 1.800 U/min) bei gleichbleibender Geschwindigkeit zur Folge hat. Steht man erst einmal, fährt das Auto entweder nur noch zäh an oder die Stellungen R und D versagen komplett den Dienst. Dann heißt es Motor aus, neu starten - Getriebe arbeitet wieder normal - meistens kommt man bis zur nächsten Werkstatt.
3. Hirn?
umegubbe 13.05.2013
Wird die software der Käufer beim Rückruf auch überholt? Auch die der "Grand Cherokee" Kunden, damit sie was vom Völkermord an diesem Volk wissen, und so eine Blödsinnskarre nicht mehr kaufen?
4.
JeeperWH 14.05.2013
Zitat von umegubbeWird die software der Käufer beim Rückruf auch überholt? Auch die der "Grand Cherokee" Kunden, damit sie was vom Völkermord an diesem Volk wissen, und so eine Blödsinnskarre nicht mehr kaufen?
Haben Sie keine anderen Probleme, andere Leute aufgrund ihres Autos zu beleidigen? Den Name Cherokee für einen Geländewagen hat Jeep einst bewusst ausgewählt. Die Cherokee Nation zählt heute zu den härtesten Ureinwohner-Gruppen Amerikas. Der Name "Cherokee" leitet sich vom Wort "Tsa-la-gi" ab, was soviel bedeutet wie "jene, die in den Bergen leben". Übrigens: Den Cherokee geht es heute ökonomisch gesehen vergleichsweise gut. Um die Cherokee-Nation-Organisation herum, als Beispiel, sind in den letzten 30 bis 40 Jahren einige Industriezweige entstanden, die Stammesangehörigen moderne Arbeitsplätze zur Verfügung stellen und ihr Einkommen sichern (Cherokee CRC, LLC (CCRC) Professional and Environmental Service, Cherokee Nation Enterprises, Cherokee Nation Industries, Cherokee Nation Business, um nur einige zu nennen). Cherokee Nation selbst, als selbstverwaltet und regierungsähnlich organisiert, brachte es 2006 auf einen Etat von rund 380 Millionen US-Dollar.
5. Nicht füttern!
Peppermint_Patty 14.05.2013
Zitat von JeeperWHHaben Sie keine anderen Probleme, andere Leute aufgrund ihres Autos zu beleidigen?
Hi, Danke den fundierten und interessanten Beitrag. Trotzdem - bitte die kleinen, frustrierten und sozialneidzerfressen Trolle nicht auch noch füttern... ;-) P.S.: In unsrer Familie haben und hatten wir bereits einige Jeeps (Gran Cherokee, Compass und Wrangler) jeweils ohne nennenswerte Probleme gefahren.
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