Citroën C3 Picasso: Kleines Kunstwerk

Wer einen Picasso besitzt ist entweder Kunstsammler - oder Citroën-Fahrer: Die französische Automarke nennt ihren C4-Kompaktvan nach dem spanischen Maler. Nun wird die Idee des variablen Pkw geschrumpft: Beim Autosalon in Paris debütiert der Minivan C3 Picasso.

Passend zur neuen Sparsamkeit in Sachen Auto-Mobilität wird Citroën beim kommenden Automobilsalon in Paris (4. bis 19. Oktober) den komplett neuen Minivan C3 Picasso vorstellen. Im Vergleich zum Kompaktvan C4 Picasso, der durch seine gerundete Form auffällt, ist das kleinere Modell geradezu eckig geformt. Die ersten Fotos, die Citroën jetzt veröffentlichte, deuten auf ein bulliges, hoch aufragendes und abrupt mit einem senkrechten Heck schließendes Karosseriekonzept hin.

"Mutiges Design, neuartige Architektur, technischer Einfallsreichtum" - so lobt Citroën das Auto und sich selbst in einer ersten Mitteilung zum C3 Picasso. Tatsächlich jedoch ist die Idee, aus Kleinwagen so etwas wie Großraumfahrzeuge zu machen, mindestens fünf Jahre alt. 2003 nämlich kam der Opel Meriva auf den Markt, der zu den Anführern des Minivan-Segments gehört. Der C3 Picasso reiht sich genau dort ein. 4,08 Meter lang ist französische Raumknirps - der Opel Meriva misst 4,05 Meter, der Lancia Musa 3,99 Meter und der Nissan Note 4,08 Meter.

Es gibt also durchaus schon reichlich Fahrzeuge, die der Idee des kleinen Mehrzweckfahrzeugs folgen. Citroën sagt, der C3 Picasso werde "teuflisch charmant" daherkommen, "frech und anziehend" wirken und "seinen Nutzern in allen Lebenslagen stets zu Diensten sein". Das klingt natürlich total übertrieben, doch ein paar vorab publizierte Werte lassen tatsächlich darauf schließen, dass der Wagen nicht gleich im Allerlei des Kleinwagen- und Minivan-Angebots untergehen wird.

Zum Beispiel das Kofferraumvolumen von 500 Liter bis zur Gepäckraumabdeckung bei voller Bestuhlung - als fünf Sitzplätzen. Das ist deutlich mehr als der Opel Meriva (415 Liter) oder der Nissan Note (280 Liter) bieten können. Zudem ist die Rücksitzbank nicht nur geteilt, sondern die beiden Hälften können auch getrennt voneinander um 15 Zentimeter vor oder zurück geschoben werden. Ebenso lassen sich die Rücksitzlehnen mit einem Handgriff flachlegen. Und weil zudem der Kofferraumboden variabel ist, kann das Auto praktisch auch als zweisitziger Lieferwagen eingesetzt werden. Um die Variabilität perfekt zu machen, lässt sich auch die Beifahrersitzlehne noch umklappen.

Drei Motoren und ganz viel Glas

Ob diese netten Details zur Serienausstattung gehören werden, oder ob sie Aufpreis kosten, sagt Citroën jetzt noch nicht. Das Auto kommt schließlich erst im Frühling nächsten Jahres auf den Markt und bis dahin bleibt dem Marketing noch reichlich Zeit, um die einzelnen Varianten zu konfigurieren und zu kalkulieren.

Fest stehen aber schon die Motorisierungen des C3 Picasso. Drei Aggregate werden im Angebot sein. zwei Benziner mit 95 und 120 PS sowie ein Turbodiesel mit 110 und Rußpartikelfilter. Citroën verspricht einen ebenso sparsamen wie flotten Antrieb und behauptet, das Fahren werde mehr Spaß machen als in anderen Fahrzeugen dieser Art. So was lässt sich leicht daherreden, wenn es nicht nachgeprüft werden kann. Doch immerhin wird es wohl so sein, dass der C3 Picasso zu den übersichtlicheren Vertretern seiner Zunft gehören wird. Ordert man das Auto mit Panoramadach, bestehen insgesamt 4,52 Quadratmeter der Karosserie aus Glas. Das zumindest ist schon mal ein Spitzenwert in der Klasse.

jüp

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