Citroën-Studie Divine Glitzer Flitzer

Eine Mittelkonsole aus Weißgold und Kristalle in der Türverkleidung - auf dem Autosalon in Paris zeigt Citroën die schmucke Studie Divine DS. So schillernd wie der erste Auftritt ist die Zukunft des Wagens jedoch nicht.

Citroen

Wer wissen will, was Franzosen unter Luxus verstehen, sollte in Paris durch die Rue du Faubourg Saint-Honoré schlendern und die Schaufensterauslagen der Mode-Ateliers und Luxusboutiquen betrachten. Geeignet wäre jedoch auch ein Besuch des Autosalons in Paris (ab 2. Oktober), um dort eine Sitzprobe in der Citroën-Studie Divine DS zu nehmen.

Die göttliche Göttin, so müsste man den Namen wohl übersetzen, soll nach den Worten von Citroën-Designchef Thierry Metroz die "Essenz der Marke DS" einfangen und dazu Pariser Chic und den "luxe de France" demonstrieren.

Das hat was von Gürteltier

Zu diesem Zweck haben Entwickler und Designer hinter den Portaltüren eine Schmuckschatulle auf Rädern eingerichtet. Die wie ein Skelett geformte Mittelkonsole ist mit Weißgold überzogen, auf den Schaltern und um die Uhr prangt Granit mit goldenen Einsprengseln, das Leder ist so weich und fein wie jenes von sündhaft teuren Handtaschen, in den Stoffen sind Swarovski-Kristalle eingewirkt und die Bezüge von Türen und Armaturentafel sind so individuell wie die Haute Couture in den Pariser Ateliers - und lassen sich binnen 15 Minuten komplett austauschen.

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Von außen sieht das kompakte, lediglich 4,20 Meter lange Auto gar nicht nach Luxusschlitten aus. Eher nach einem Experiment, wenn man beispielsweise die Konstruktion aus verschieden eingefärbten Metall-Kacheln betrachtet, die sich anstelle einer Heckscheibe über das Hinterteil des Fahrzeugs ziehen. Soll das jetzt an den Rückenpanzer eines Gürteltiers erinnern oder an das Gliederarmband einer Uhr?

Die Formensprache künftiger DS-Modelle

Das Karosseriedesign, sagt Projektleiter Damien Fressard, solle eine gewisse Sportlichkeit ausdrücken. Die Kotflügel sind ausladend, die Karosseriekanten scharf geknickt, und die LED-Scheinwerfer an Bug und Heck wirken fast wie Glasscherben. Unter der Haube wiederum röhrt ein auf 270 PS getunter Vierzylinder-Turbomotor.

Am Citroën Divine wirkt manches bizarr, manches hinreißend. Ein Jammer jedenfalls, dass von der Studie nach dem Autosalon nicht viel übrig bleiben wird. Zwar sagt Designchef Metroz, das goldige Schaustück zeige bereits die Formensprache künftiger DS-Modelle, und Projektleiter Fressard plaudert über die fruchtbare Zusammenarbeit mit dem österreichischen Glitzerkönig Swarovski. Doch die Erfahrung lehrt, dass die Serienautos dann doch wieder ganz normal und nüchtern aussehen werden.

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insgesamt 31 Beiträge
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Seite 1
kolloq 13.09.2014
1. Die Formensprache
Die Formensprache der Karosserie ist aber leider ganz und gar nicht mehr Citroen, sondern leider nur noch die grobschlächtigen Formen von Audi (Front), Porsche (Heck) und ein bisschen Mazda 6, also das untere Ende des ungebildeten Geschmacks. Die legendäre Ente wurde mal entwickelt um einen Korb roher Eier über schlechte Feldwege zu befördern ohne ohne dass auch nur eines dabei kaputt geht. Man mag sich gar nicht vorstellen um welche Art der Beförderung es bei diesem Entwurf gehen könnte.
kopp 13.09.2014
2. Da lob ich mir die DS 19 der 60er Jahre
Wenn den Designern von Citroën schon nichts mehr einfällt, warum nicht mal einfach die DS 19 von damals mit identischem Kleid aber moderner Technologie nachbauen. Es gäbe bestimmt einen Markt dafür. Die heutigen Citroën-Modelle sind schrecklich langweilig.
OttoEnn 13.09.2014
3. schade
sieht aus wie BMW oder irgendeine andere beliebige moderne böse und raubtiermäßig blickende Marke
rolfsturm1 13.09.2014
4. Hahaha
Weißgold und Kristalle.......... mir würde schon genügen, wenn Citroen seine Plastik-Konsolen bruchsicher bauen würde!
schmusel 13.09.2014
5. Gewicht?
Gold. Kristalle. Marmor. Granit. Zeitgemäßer Leichtbau sieht anders aus.
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