Pfiffige Ausstattungsdetails im Auto: Überraschend hilfreich

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Pfiffige Ausstattungsdetails: Kleine Dinge, große Wirkung Fotos
Fiat

Richtig schlechte Autos gibt es kaum noch. Die Technik vieler Modelle ist vergleichbar, das Design eher eine Geschmacksfrage. Um dennoch aufzufallen, setzen die Hersteller auf praktische Kleinigkeiten, die auch mal Spaß machen können. Das reicht von der Espressomaschine bis zum Staubsauger.

Mit neuen Autos ist es ein bisschen wie mit Überraschungseiern: Einerseits weiß man im Prinzip, was einen erwartet; anderseits gibt es dann doch noch kleine Nettigkeiten. Wie die Kreativen, die die gelben Plastikkapseln im Innern der Schokoeier bestücken, so packen auch die Entwickler und Designer der Autohersteller immer mal wieder ein neues Gimmick in die Fahrzeuge. Und manche der Ideen sind nicht nur originell, sondern auch hilfreich.

Kofferraumleuchten, die auch als Taschenlampen nutzbar sind gehören beispielsweise dazu. Oder Regenschirme, die in den Türen stecken, oder ausklappbare Stereo-Anlagen für die Tailgate-Party auf dem Parkplatz. Auch die ausfahrbaren Klappkästen, die bei der Kleinteilelogistik im Kofferraum helfen oder der Eiskratzer, der etwa beim Skoda Rapid nun an der Innenseite des Tankdeckels verstaut ist, sind nützliche Dinge im Autoalltag.

Im Kampf um die Kunden sind solche Accessoires vergleichsweise neue Mittel. Doch sie werden wichtiger, denn Autointeressenten finden zwischen einzelnen Modellen immer weniger Unterscheidungsmerkmale in klassischen Kategorien wie Verarbeitung, Preis oder Technik. Ganz egal, welches Logo auf dem Kühlergrill prangt - der technische Fortschritt und ein wachsender Qualitätsanspruch der Kunden sorgen weltweit für immer bessere Autos.

Vor allem innerhalb eines Fahrzeug-Segments und erst recht in derselben Preisklasse werden die objektiven Unterschiede so gering, dass die sogenannten weichen Faktoren weiter in den Vordergrund rücken. Deshalb haben die Hersteller in den letzten Jahren nicht nur die Bedeutung des Designs gestärkt, sondern auch eine gewisse Liebe zum Detail entwickelt. Denn mit zahlreichen Kleinigkeiten sorgen sie für ein Aha-Erlebnis, das die Kaufentscheidung nachträglich rechtfertigt. Und das nicht nur im automobilen Oberhaus, sondern bei allen Marken und in allen Klassen.

Kunden achten verstärkt auf die Details im Innenraum

Den Kunden gefällt das offenbar. So registriert zum Beispiel der auf Innenraum-Komponenten spezialisierte Zulieferer Johnson Controls in Burscheid ein wachsendes Interesse an durchdachten Details. "Insbesondere zusätzliche und spezifische Ablagen und Staufächer für Schirme, Münzen, Kosmetikartikel finden die Autofahrer klasse", berichtet eine Mitarbeiterin aus der Kundenforschung. Unabdingbar sei, dass die Bestimmung der Fächer sofort erkannt werde. Denn nicht immer könnten die künftigen Benutzer den Ideen der Entwickler folgen, so dass mancher Geistesblitz wirkungslos bleibt.

Auf der Suche nach immer neuen nützlichen Zusatzelementen gehen die Entwickler mittlerweile sogar Aufgaben an, die Autofahrern durchaus lästig sind - das Säubern des Innenraums beispielsweise. Selbst das wird zum Spaß, wenn man zu einer eingebauten Druckluftpistole greifen kann oder den ersten Van mit bordeigenem Staubsauger besitzt. Wie viele Kekse die Kinder im Fond auch zerkrümeln - mit diesem Extra ist das Gerangel mit dem unhandlichen Saugerschlauch an der Tankstelle passé.

Ob Onboard-Staubsauger, eingebauter Regenschirm, Druckluftpistole, Eiskratzer oder Warnwesten-Staufach - hier finden Sie die pfiffigsten Extras auf einen Blick.

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insgesamt 30 Beiträge
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1. Autokino mal anders ...
JeeperWH 16.06.2013
Zitat von sysopRichtig schlechte Autos gibt es kaum noch. Die Technik vieler Modelle ist vergleichbar, das Design eher eine Geschmacksfrage. Um dennoch aufzufallen, setzen die Hersteller auf praktische Kleinigkeiten, die auch mal Spaß machen können. Das reicht von der Espressomaschine bis zum Staubsauger. Clevere Details: Espresso aus der Mittelkonsole, Staubsauger im Fond - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/auto/aktuell/clevere-details-espresso-aus-der-mittelkonsole-staubsauger-im-fond-a-901075.html)
Autokino im Winter? Geht super! Mein Auto hat ein UConnect-Radio-Navi-System. Auf diesem System kann man auch DVD's abspielen, wenn die Handbremse angezogen und die Automatik auf "P" steht. Wenn das Autokino im Winter geschlossen hat, Pizza und Getränke besorgen, Mädel nehmen, abgelegenes Plätzchen suchen (am besten 2-3 km aufs Land raus), Motor laufen lassen zum Heizen (interessiert 22 Uhr auf einer alten Tagebauzufahrt keine Sau) DVD reinschieben und zurücklehnen. Schon viele schöne Stunden so verbracht. Niemand quatscht dazwischen, niemand raschelt mit der Chipstüte, und man kann die Sitze nach hinten verstellen ...
2. Alles Müll, bis ...
karlsiegfried 16.06.2013
... auf die Espressomaschine. Nicht nur im Stau sinnvoll, sondern auch wegen der exorbitanten Kaffeepreise auf den Ratstätten.
3. optional
wakaba 16.06.2013
Wär alles nicht nötig wenn die Karren anständig gross wären. http://musclecargarageusa.com/wp-content/uploads/2010/04/62-Impala-Interior-Rear.jpg Dick gepolstert, viel Beinfreiheit, grosse Fenster, sanftes Fahrwerk. ...und heute: Harte Sitze, dünne Lehnen, mickrigster Fussraum, kleinste Fenster und dämlichste Gimmicks, "pseudosportliche Sitzröhren". Ueberall Plastik wo eigentlich Platz sein sollte. Aja, Motorraumleuchte, Kofferraumleuchte, Dimmbarer Innenraum. Wirklich gute Klima, E-Sitze, E-Fenster gabs schon vor 50 Jahren serienmässig. Quatschprodukte für gleichgeschaltetes Konsumvieh.
4.
3-plus-1 16.06.2013
Das beste Ausstattungdetail? Die Garantie! Ich habe keinen Bock bei jedem für den Laien erkennbaren Serienfehler entweder die Reparatur selber zu bezahlen oder endlos mit dem Händler zu feilschen. Bleibt die Karre ohne Außeneinwirkung liegen, will ich diese dem Händler vor die Tür stellen können und er muss reparieren. So lange wie möglich. Was ich fahre? Aktuell einen Kia Ceed SW. Muss das immer Kia bleiben? Nö, wenn der nächste Hersteller WIRKLICH von seinen Autos überzeugt ist (und nicht nur von der Kaufkraft der Kunden), müsste da doch sogar noch mehr drin sein (10 Jahre). Die muss ja gar nicht auf Rost ausgelegt sein, das GARANTIEREN der UNEINGESCHRÄNKTEN Fahrfähigkeit reicht doch schon aus. Alle anderen Ausstattungsdetails sind dagegen irrelevant. Was hilft mir die ein Boardcomputer mit Facebook-Anbindung wenn der Wagen aus unerklärlichen Gründen nicht anspringt? Damit ich Posten kann wie grottig Marke XYZ ist?
5. 220V Steckdose?
wdiwdi 16.06.2013
Die hätte ich gerne im Wagen. Externe Konverter 12V auf 220V gibt es für 30-40 Euro - fest eingebaut und in Massenproduktion müsste das doch für 10-20 Euro Mehrkosten machbar sein.
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