Wohnmobilmesse in Stuttgart Der Sommer ruft

Genug vom Winter? Dann träumen Sie doch vom nächsten Sommerurlaub. In Stuttgart eröffnet die Caravan- und Wohnmobilbranche die Messesaison. Hier sind die erwärmendsten Neuheiten.

Hymer

Von Christian Frahm und Jürgen Pander


Zu den angenehmsten Tätigkeiten am Jahresanfang gehört es, die bevorstehenden Ferien- und Urlaubszeiten in den Kalender einzutragen. Immer mehr Deutsche verbringen diese oft tatsächlich "schönsten Wochen des Jahres" als fahrendes Volk: Urlaub in Wohnmobil oder Wohnwagen wird stetig beliebter.

Der Caravaning Industrie Verband (CIVD) meldet für das zurückliegende Jahr ein Plus von nahezu 25 Prozent bei den Wohnmobil-Neuzulassungen (35.135) sowie einen gut fünfprozentigen Anstieg bei den Caravan-Neuzulassungen (19.745).

Warum diese satten Steigerungsraten? Der CIVD nennt als einen Grund die dank guter Konjunktur positive Grundstimmung unter den Kaufinteressenten. Zudem gehe der Trend weg von der Pauschalreise hin zu einer individuelleren Urlaubsgestaltung. Dabei, so heißt es, werde Caravaning aufgrund neuer Technik immer komfortabler.

Vor allem Letzteres lässt sich an zahlreichen Neuheiten ablesen, die bei der soeben gestarteten Messe CMT (Caravan Motor Touristik) in Stuttgart vorgestellt werden.

Die zunehmende Vernetzung der Lebenswelt hat mittlerweile auch die Wohnmobile und Wohnwagen erfasst. Hymer etwa stellt als erster Hersteller von Freizeitfahrzeugen mit der sogenannten Smart Control ein System vor, bei dem sich alle wichtigen Informationen über die Funktionen im Wohnbereich (Klimatisierung, Füllstände der Batterien, Wasser- und Abwassertanks) auf dem Navigationssystem in der Armaturentafel abrufen und überwachen lassen.

Vorheizen per Smartphone

Der Wohnwagenhersteller Fendt wiederum rüstet immer mehr seiner Modelle mit einer Gasheizung aus, die sich - wenn die Kunden das wünschen - mit einer speziellen App fernsteuern lässt. So kann beispielsweise der Innenraum des Caravans schon vorgeheizt werden, wenn sich die Camper noch auf dem Rückweg von einer Bergtour oder einer Schneewanderung befinden. Neben speziellen Navigationsapps für Wohnmobilisten gibt es jetzt auch ein auf Camper abgestimmtes Internetangebot von Ford, in dem zwei Berliner Köche ebenso unaufwendige wie raffinierte Rezepte für Camping-Gourmets inklusive Videoanleitung verbreiten.

Auf der CMT in Stuttgart, die noch bis zum kommenden Sonntag (22. Januar) geöffnet hat, zeigen insgesamt mehr als 2000 Aussteller, davon 356 aus dem Caravaning-Bereich, die Neuheiten für die Urlaubssaison 2017. Dabei sind auch rund 850 Fahrzeuge aller Klassen und Spielarten zu sehen. Einige besonders interessante Neuheiten sind hier in einer Bildergalerie versammelt.

Fotostrecke

20  Bilder
CMT Stuttgart: Kleiner, feiner, meiner?
Mehr zum Thema


insgesamt 41 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Zügler 14.01.2017
1. Wohnmobilmesse?
Es gibt auf der CMT nicht nur Wohnmobile. Es gibt auch Wohnwagen ("Caravans"), Zelte, Zeltanhänger etc. pp. Deshalb ist es eine CAMPING- und keine Wohnmobil-Messe. Soviel Zeit sollte sein...
haimer 14.01.2017
2. die schönen Camperzeiten ...
sind vorbei, von Freiheit keine Spur mehr. Übervolle, sauteure Stellplätze und Kuschelcamper mt 50 cm Abstand als Nachbarn, nein danke. Frei Stehen geht so gut wie garnicht mehr. Markise ausfahren, Stühlchen und Tisch raus? Verboten! In Spanien stehen ganze Horden von Überwinteren auf Parkplätzen dicht an dicht. Regelmässig kommt die Polizei und verjagt die Leute. Auf Rügen findet man nicht mal einen Parkplatz ohne Parkscheinautomat. Dazu die inflationäre Zunahme der Womos - gefühlt kauft sich jeder zweite Rentner von seiner Lebensversicheung ein Womo. Und die werden immer komplizierter, immer elektronischer, mittlerweile hat die Aufbauelektronik schon einen CAN Bus. Viel Vergnügen damit, wenn die mal streikt - vor allem im Ausland. Was soll so ein Blödsinn? Die Aufbauqualität ist durchgehend lausig und billig - der 3,5 to Grenze sei Dank. Hauptsache optisch schöner Wohnen - dass die Kiste ein Jahr später auseinander fällt, sieht man auf Messen ja nicht. Was die Hersteller nicht hindert, absolute Mondpreise zu verlangen. Kundendienst ist im Problemfall so gut wie nicht zu bekommen, ausgenommen im Winter. Es ist traurig. Bin 15 Jahre Womo gefahren und habe dieses Zigeunerleben geliebt aber mittlerweile buche ich lieber Hotelzimmer und nehme mir einen Mietwagen um mobil zu sein.
matt_bianco 14.01.2017
3. Es geht ja auch nicht darum, den billigsten Urlaub zu machen
sondern den individuellsten. Nichts buchen müssen, sich treiben lassen, mal ein paar Tage länger an einem Ort bleiben oder auch gleich weiterzufahren, wenn's nix ist. Stehenbleiben, wo's schön ist. Keiner kauft sich einen California und stellt sich damit zwei Wochen auf ein und denselben Campingplatz. Schönrechnen tut sich's keiner von uns, schönreden vielleicht manchmal schon. Und so richtig billig ist Camping nicht mal mit dem Zelt.
Sumerer 14.01.2017
4.
Zitat von matt_biancosondern den individuellsten. Nichts buchen müssen, sich treiben lassen, mal ein paar Tage länger an einem Ort bleiben oder auch gleich weiterzufahren, wenn's nix ist. Stehenbleiben, wo's schön ist. Keiner kauft sich einen California und stellt sich damit zwei Wochen auf ein und denselben Campingplatz. Schönrechnen tut sich's keiner von uns, schönreden vielleicht manchmal schon. Und so richtig billig ist Camping nicht mal mit dem Zelt.
Das ist preiswert, ist sowieso kein Argument. Schon vor 30 Jahren gab es öffentliche Campingplätze, zumindest in den Niederlanden, die kostenlos waren. Und zu übernachten - oder eine Pause einzulegen - ist auch kein Problem. Das habe ich als über 50 jähriger gleich vielfach gemacht. Auf einer Reise nach La Palma, über Cadiz und Teneriffa und mehreren Reisen nach London, Wales, Paris und so weiter. Man benötigt noch nicht einmal ein Zelt - obschon ich das immer dabei hatte und auch schon in Kew Garden (Parkplatz) Erbsensuppe und Würstchen gekocht habe. Andererseits habe ich auch schon mal 160 Pfund für eine Übernachtung ausgegeben. Das muss aber nicht sein. Es geht auch kostenlos.
froschbus 15.01.2017
5. Wat für Schiet
Oh Mann bei den Preisen behalten wir unsere kleine alte Mühle solange es geht! Ist zwar nicht toll aber so verratzt und klein das uns arme Schlucker noch nie jemand vom Strandpatkplatz gescheucht hat. Leute macht euer mobil doch wieder selber mobil... Kauft ne gute Basis nen akkugerätesatz und los geht's! Nicht so Schickimicki aber besser und nur ein Bruchteil der Kosten. Bei uns: mit Ausbau 5000€ & alle zwei Jahre 500-800€ für neuen TÜV... Das rechnet sich. Zumal wir oft wild aber anständig campen ( keiner wird nach verlassen der Wiese merken das wir da waren)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.