Crash-Orgie unter Polizei-Aufsicht Frau versucht auszuparken - 40.000 Euro Schaden

Ein halbes Dutzend beschädigte Autos, ein angefahrener Baum und Laternenmast: Das ist das Resultat eines Verkehrsunfalls in Großhansdorf, bei dem ein Sachschaden von mindestens 40.000 Euro entstand. Eine Frau hatte unter Aufsicht der Polizei versucht auszuparken.


Großhansdorf - Eine Spur der Verwüstung hat eine 76 Jahre alte Autofahrerin trotz polizeilicher Hilfe beim Ausparken am Montag im schleswig-holsteinischen Großhansdorf hinterlassen. Die Dame beschädigte mit ihrem Wagen beim Rangieren ein halbes Dutzend Autos, eine Straßenlaterne, ein Verkehrsschild und einen Baum. Das teilte die Polizei Ratzeburg am Dienstag mit.

Sie war beim Manövrieren gegen einen parkenden Wagen gefahren. Daraufhin hatte die pflichtbewusste Frau einen Ordnungshüter zu Hilfe gerufen. "Nachdem der Polizeibeamte die Personalien aufgenommen hatte, bat die Autofahrerin ihn, doch die Straße abzusperren, bis sie aus der Parklücke ist", erklärte Polizeisprecherin Jana Kralisch. Während der hilfsbereite Polizist dies tat, touchierte die Frau mit ihrem Wagen zunächst einen Kleintransporter.

Dann ging es laut Polizeibericht erst richtig los: "Plötzlich gab sie Vollgas und raste rückwärts gegen eine Straßenlaterne. Bevor der Polizeibeamte eingreifen konnte, heulte der Motor schon wieder auf und sie fuhr mit eingeschlagenen Rädern weiter rückwärts und schob einen parkenden 3er BMW zur Seite gegen eine Linde. Völlig in Panik gab die Frau sofort wieder Gas, so dass sie im Rückwärtsgang einen Nissan Geländewagen gegen einen geparkten Mercedes Sprinter schob. Ein weiteres mal heulte der Motor auf und ihr Wagen rammte ein Verkehrszeichen, einen 5er BMW sowie ein Fahrzeug der Marke Volvo."

Die Großhansdorferin war nach diesen Kollisionen wohlauf und hatte sich nicht verletzt. Nach eigenen Angaben sei sie längere Zeit nicht mehr mit dem Auto gefahren und habe deshalb die Kontrolle über die Situation verloren, berichtete die Polizeidirektion Ratzeburg am Dienstag. Der Frau wurde die Weiterfahrt verboten. Der Gesamtschaden beträgt nach ersten Schätzungen mindestens 40.000 Euro.

rom/AP/ddp



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