Dacia Lodgy Glace: Premiere auf Glatteis

Die rumänische Renault-Tochter Dacia gibt gern das enfant terrible der Branche. Jetzt lässt der Hersteller einen Familienwagen in der Eisrennserie Trophée Andros starten. Die Pointe: Bei dem Renn-Van handelt es sich um ein kommendes Serienauto.

Dacia Lodgy Glace: Drift in die Öffentlichkeit Fotos

Bei Dacia herrscht eisige Stimmung. Und das nicht, weil die Abatzzahlen der Renault-Tochter eingebrochen wären. Im Gegenteil: Die Modelle Sandero und Logan verkaufen sich noch immer gut, der kompakte SUV Duster sogar sehr gut. Die Eiszeit beim rumänischen Hersteller hat einen anderen Grund: Am zweiten Adventswochenende beginnt im französischen Val Thorens die Eisrenn-Serie namens Trophée Andros, die unter Motorsportfans in Frankreich geradezu Kultstatus besitzt. Und einmal mehr geht dort ein nagelneuer Dacia an den Start: das Modell Lodgy Glace, eine kompakte Großraumlimousine, die als Serienmodell auf dem Autosalon in Genf im März 2012 Weltpremiere feiern wird.

Bereits der Duster wurde unmittelbar vor dem Debüt im Frühjahr 2010 in der Trophée Andros eingesetzt und damit bekannt gemacht. Der Erfolg der eigenwilligen Werbestrategie scheint die Rumänen überzeugt zu haben.

Mit dem Serienauto hat der rund vier Meter lange Eisrenner außer der Form der federleichten Fiberglaskarosserie freilich so gut wie nichts gemein. Der Fahrer sitzt in einer Rennschale inmitten der Gitterrohrrahmenkonstruktion. Der Motor ist im Heck platziert, es handelt sich um ein 3-Liter-V6-Aggregat mit einer Leistung von 350 PS und einem maximalen Drehmoment von 360 Nm, dessen Kraft über ein sequenzielles Sechsganggetriebe an alle vier Räder dirigiert wird. Über Allradlenkung verfügt der Dacia Lodgy Glace übrigens auch.

Technisch hat das mit den Brot-und-Butter-Autos von Dacia nichts mehr zu tun. Die rumänische Marke setzt Vierzylindermotoren ein, von denen die Topvariante derzeit 1,5 Liter Hubraum und 109 PS zu bieten hat. Welche Motorisierungen der neue Kompaktvan erhalten wird, darüber ist derzeit noch nichts bekannt.

Formel-1-Heroe Alain Prost startet im neuen Renn-Dacia

Bei den Rennen um die Trophée Andros, die seit zwanzig Jahren ausgefahren wird, geht Dacia mit gleich zwei Lodgy-Glace-Flitzern an den Start. In einem Auto geht der viermalige Formel-1-Weltmeister - inzwischen ein passionierter Eisrennfahrer - auf die Schlitterpisten. Im anderen Dacia-Modell treten sein Sohn Nicolas sowie dessen Teamgefährte Evens Stievenart an.

Nachdem Prost es bei den Eisrennen im vergangenen und vorvergangenen Jahr mit dem Duster bis aufs Treppchen schaffte, soll er nun also dabei helfen, die künftigen Van vor allem beim französischen Publikum bekannt zu machen.

Ob diese Marketingstrategie jedoch auch beim nächsten neuen Modell der Marke zum Zuge kommt, ist nicht sicher. Dabei soll es sich, so hört man, um eine Art Billigausgabe des Renault Kastenwagens Kangoo handeln, die bereits im kommenden Herbst auf den Markt kommt. Da jedoch wird es für Eisrennen noch nicht frostig genug sein.

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1.
Rockaxe 26.11.2011
Gut, es ist ein Straßenrenner der die Form eines kommenden Serienfahrzeugs hat. Schlimm? Nein. Verwerflich? Ebensowenig. Aber schade, dass man nichts genaueres über den zivilen Ableger erfährt. Da ist ja selbst der Auto-Bild Online Artikel/Bilderstrecke vom 24.11.2011 Bilderstrecke Dacia Lodgy Glace (http://www.autobild.de/bilder/dacia-citadine-2302692.html#bild4|ref=http://www.autobild.de/artikel/dacia-citadine-vorschau-2302629.html) aussagekräftiger. Da sah man die Bilder wenigstens schon vorher.
2. Schlaumeiermodus an:
Diwoka1 26.11.2011
Zitat von sysopDie rumänische Renault-Tochter Dacia gibt gern das enfant terrible der Branche.*Jetzt lässt der Hersteller einen Familienwagen in der Eisrennserie Trophée Andros starten. Die Pointe: Bei dem Renn-Van handelt es sich um ein kommendes Serienauto. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,797966,00.html
Für unsere investigativen Journaliten: die AU utobeschriftung N.Probst zeigt relativ deutlich, daß es sich nicht um Alain Prost handelt (ich nehme mal an, daß auch in Frankreich Alain mit A. abgekürzt wird) sondern um N= Nicolas Prost, den Sohn von Alain Prost * 1981, auch Rennfahrer aber nicht F1 Weltmeister. Ist der Wikipediazugang in der Redaktion gesperrt??
3. .
mkroes 26.11.2011
Zitat von Diwoka1Für unsere investigativen Journaliten: die AU utobeschriftung N.Probst zeigt relativ deutlich, daß es sich nicht um Alain Prost handelt (ich nehme mal an, daß auch in Frankreich Alain mit A. abgekürzt wird) sondern um N= Nicolas Prost, den Sohn von Alain Prost * 1981, auch Rennfahrer aber nicht F1 Weltmeister. Ist der Wikipediazugang in der Redaktion gesperrt??
http://www.youtube.com/watch?v=5KT2BJzAwbU http://www.tropheeandros.com/PAGES/2011/20ANS/20ans_podiums.php
4. Wer lesen kann.
rubjack 26.11.2011
Zitat von Diwoka1Für unsere investigativen Journaliten: die AU utobeschriftung N.Probst zeigt relativ deutlich, daß es sich nicht um Alain Prost handelt (ich nehme mal an, daß auch in Frankreich Alain mit A. abgekürzt wird) sondern um N= Nicolas Prost, den Sohn von Alain Prost * 1981, auch Rennfahrer aber nicht F1 Weltmeister. Ist der Wikipediazugang in der Redaktion gesperrt??
Also ich sehe auf dem ersten Bild deutlich "A.Prost" und auf einem der folgenden "N.Prost". Außerdem steht im Text eindeutig:"In einem Auto geht der viermalige Formel-1-Weltmeister - inzwischen ein passionierter Eisrennfahrer - auf die Schlitterpisten. Im anderen Dacia-Modell treten sein Sohn Nicolas sowie dessen Teamgefährte Evens Stievenart an." /Schlaumeiermodus aus/ würde ich sagen, oder?
5. No Go
wanderprediger 26.11.2011
Zitat von sysopDie rumänische Renault-Tochter Dacia gibt gern das enfant terrible der Branche.*Jetzt lässt der Hersteller einen Familienwagen in der Eisrennserie Trophée Andros starten. Die Pointe: Bei dem Renn-Van handelt es sich um ein kommendes Serienauto. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,797966,00.html
Dacia, Skoda, Seat. Marken, die die Automobilwelt nicht braucht. Technisch veraltet, emotionslos zudem pott häßlich. No Go.
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