Daimler-Chef Zetsche: Großes Sparpotenzial bei Verbrennungsmotoren

Geht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential.

Auspuffanlage: Verbrennungsmotoren habe hohes Einsparpotential Zur Großansicht
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Auspuffanlage: Verbrennungsmotoren habe hohes Einsparpotential

Bochum - Solange Strom und Wasserstoff nicht regenerativ gewonnen werden, könnten innovative Diesel und Benziner mit Elektroautos ohne weiteres mithalten, sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche am Mittwoch beim Car-Symposium in Bochum. Neue Techniken wie Downsizing, also Maschinen mit wenig Hubraum und Turboladern, und leichtere Materialien machen die Motoren weitaus weniger durstig und die Nachteile gegenüber den Stromern wett.

Eine Überzeugung, die nicht wenige Ingenieure teilen: "Die CO2-Bilanz eines Drei-Liter-Autos mit Verbrennungsmotor ist besser als die eines Elektrofahrzeugs", sagte zum Beispiel Bosch-Chef Franz Fehrenbach im April 2010 zum SPIEGEL.

Auf lange Sicht halten die Experten eine Ablösung des klassischen Verbrennungsmotors für ausgemacht. Die Zukunft gehöre dem Elektroantrieb. "Das Monopol des Verbrennungsmotors geht zu Ende", sagte Zetsche in Bochum. Es gehe aber nicht darum, den Verbrennungsmotor über Nacht zu ersetzen.

Gegen einen radikalen Umbruch sprechen sich auch Umweltschützer aus. Nach Einschätzung des Greenpeace-Verkehrsexperten Wolfgang Lohbeck würde Elektromobilität derzeit "unseriös und in unverantwortlicher Weise als kurzfristige Option propagiert." Die in der Öffentlichkeit vorherrschenden Argumente zur Förderung von Elektroautos seien der Klimaschutz und die Forderung "Weg vom Öl".

Laut Lohbeck emittieren Elektroautos unter derzeit realistischen Bedingungen 1,5 bis zweimal so viel CO2 wie ein konventioneller Kleinwagen. Wenn Elektroautos im Vergleich dennoch besser abschnitten, dann sei dies nur möglich durch geschönte Verbrauchswerte und abwegige Vergleiche, die Einbeziehung eines jeweils unterschiedlichen Atomstromanteils oder durch manipulative Zurechnung von Anteilen erneuerbarer Energie (Renewables), sagte der Greenpeace-Experte auf einer von der Fachzeitschrift "Automobilwoche" veranstalteten Konferenz.

Eine echte Überlegenheit der Elektroautos werde erst über die Ausschöpfung des Entwicklungspotentials der Batterien erreicht - verbunden mit Renewables-Anteilen um 50 Prozent und einem CO2-Ausstoß im Mix unter 300 Gramm CO2/kWh. Dies werde, sagte Lohbeck, "nicht vor 2030" der Fall sein.

Bis dahin dürften noch etliche Milliarden an Forschungsgeldern fließen. Um den Umschwung zu unterstützen, hält Zetsche staatliche Kaufanreize für nötig. Statt viele Projekte zu unterstützen, solle der Staat das Geld besser für vorübergehende Kaufhilfen ausgeben.

Als erfolgversprechendes Speichermedium nannte Zetsche die Lithium-Ionen-Batterie. Ihre Entwicklung müsse vorangetrieben werden. Wenn alle an einem Strang zögen, könne Deutschland zum Leitmarkt für Elektromobilität werden.

rom/dpa

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1. Insider
karmamarga 27.01.2011
Zitat von sysopGeht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur*Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,742031,00.html
Dieser Konzern riecht auch die nächsten 30 Jahre nach Benzin. Alle 5 Jahre die Flotte um einen Liter sparsamer dürfte wohl die Verkaufsstrategie lauten. Warum auch nicht, wenn der Verbraucher das mitmacht. Weiter so Deutschland. Zetsche hat übrigens zur CMT ein Pro Stuttgart 21 Inof-Mobil auf die Reise durch BW geschickt. Die Konzernspitze hat aber nicht nur das vor lauetr Arroganz verschlafen. Kein weiterer Kommentar.
2. Tröt
gorge11 27.01.2011
Zitat von sysopGeht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur*Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,742031,00.html
40 Mio KFz in DE werden wohl um die 40 Mrd Liter Sprit pro Jahr verbrauchen. darin stecken 400 Mrd Kilowattstunden, rein chemisch. Beim besten Willen geraten davon aber nur 150 Mrd Kilowattstunden and die Antriebsräder. Ein elktrifizierter PKW-Strassenverkehr würde nur das Equivalent von ca 200 Mrd Kwh an CO2 besteuten. Bei regenerativen energien noch erheblich weniger. Im Übrigen könnten die Autobatterien rückspeisen, bei witterungsbedingten Stromengpässen. Die Deutschekratwerksleistung beträgt ca 100 Gigawatt. 40 Mio elektroautos hättenn 800 Gigawatt, ca. Für 2-3 stunden.
3. Arsch auf Grundeis
ltd.zulu 27.01.2011
Laut Zetsche ist also ein Auto mit Verbrennungsmotor umweltfreundlicher als eins mit Elektromotor. Das stimmt auch! Man vergleiche nur das nicht bei Daimler erhältliche 3-Liter-Auto mit dem Elektro-Porsche von Ruf. Na, was ist sparsamer? Genau! Zetsche sagt auch, dass beim jetzigen Energiemix Verbrennungsmotoren durchaus mit Elektromotoren mithalten könnten oder sie auch unterbieten. Hier sage ich: Ein paar Gramm CO2 hin oder her dürften dem Autokäufer ziemlich egal sein. Aber hey, man Benzin und Diesel sind teuer, Strom dagegen billig! Selbst mit dem ökologischsten Ökostrom im ungünstigsten Tarif spart man noch dermaßen dass einem schwindelig wird! Zetsche hat Angst. Und zwar vor seinen Hauptaktionären. Die sind aus Katar.
4. In wenigen Worten...
Datenscheich 27.01.2011
Das Ganze ist doch nichts als ein erbärmliches Rückzugsgefecht der endgültigen Verlierer... Alles, was hier an Innovationen verkauft werden soll, liegt doch schon seit Jahrzehnten schön tief in den Schubladen versteckt, oder?! Das Zeitalter der Verbrennung ist zu Ende - und Öl ein viel zu wichtiger Rohstoff, als daß es schnöde in Motoren und sonstwo abgefackelt werden darf.
5. Daimler-Chef Zetsche: Großes Sparpotenzial bei Verbrennungsmotoren
joe sixpack 27.01.2011
Zitat von sysopGeht es um umweltfreundliche Antriebe, denken alle an den Elektromotor. Nicht nur*Daimler-Chef Dieter Zetsche hält das für falsch - jedenfalls solange der Anteil der regenerativen Energien an der Stromproduktion so gering ist. Beim derzeitigen Energiemix hätten die Benzinmotoren das größte CO2-Einsparpotential. http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,742031,00.html
Na, das muss er doch sagen. Schliesslich hat seine Klitsche kein einziges richtiges Elektroauto im Angebot, das man jetzt kaufen kann. Nissan, Chevy, Ford, Tesla, Mitsubishi haben das alle schon, und es werden taeglich mehr.
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