Autonome Fahrzeuge Daimler darf selbstfahrende Lkw auf Autobahn testen

In Deutschland werden bald Lastwagen mit Autopilot über die Straßen rollen: Die Landesregierung in Baden-Württemberg hat dem Hersteller Daimler die Sondergenehmigung erteilt, den sogenannten Future Truck im öffentlichen Verkehr zu erproben.

Future Truck von Daimler: Der Fahrer liest, der Lkw fährt
Daimler

Future Truck von Daimler: Der Fahrer liest, der Lkw fährt


Seit einiger Zeit sind in Deutschland bereits selbstfahrende Pkw im Straßenverkehr unterwegs, jetzt dürfen auch Lastwagen mit Autopilot erprobt werden. Das Verkehrsministerium und das Regierungspräsidium in Stuttgart haben dem Daimler-Konzern die Freigabe erteilt, die sogenannten Future Trucks auf Baden-Württembergs Autobahnen zu testen. Das berichten die "Stuttgarter Nachrichten". Eine Unternehmenssprecherin bestätigte die Meldung.

Daimlers Future Truck soll mittels Kamera und Radarsensoren ohne Eingriff eines Menschen Abstand halten und Hindernisse umfahren. Allerdings müsse ein Fahrer an Bord sein, um bei eventuellen Problemen reagieren zu können. Die Daimler-Sprecherin ließ noch offen, wo genau und wann die Erprobungsfahrten starten werden.

In den USA hat Daimler bereits eine Zulassung für selbstfahrende Lastwagen (Lesen Sie hier unseren Mit-Fahrbericht). Im Juli 2014 hatten die Stuttgarter erstmals einen autonomen Lkw auf einem gesperrten Teilstück der A14 bei Magdeburg vorgestellt. Damals hatte Daimler angekündigt, die Technologie solle bis 2025 serienreif sein.

cst/dpa



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insgesamt 99 Beiträge
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Moewi 21.08.2015
1.
Sehr gut! Weiter so. Eine Maschine die sich weigert, menschliche Dämlichkeitsfehler zu begehen, und selber stets volle 100% Aufmerksamkeit auf der Umgebung hat, kann uns allen nur helfen.
soron 21.08.2015
2. Future Truck von Daimler: Der Fahrer liest, der Lkw fährt - ist das wirklich neu ?
Zeitungslesende Brummifahrer auf der Autobahn gibt es ja nun schon seit längerem. Aber gut - wenn selbstfahrende LKWs auch bedeuten, dass LKW sich keine 10-km-Rennen mehr liefern, oder im LKW-Überholverbot (anscheinend eher eine "Empfehlung") zu überholen oder mit 20-Meter-Abständen hintereinander her zu fahren und wütend zu hupen wenn mal jemand vorsichtig mit Blinker dazwischen möchte, zum Beispiel um die nächste Ausfahrt zu nehmen - dann soll mir das recht sein.
erlachma 21.08.2015
3.
Ja, ich bin auch gespannt, wie das funktioniert. Wie in engen Baustellen, wenn nur Zentimeter zum Nebenmann Platz sind (wenn man die Parksensoren an PKW als Referenz nimmt - in Städten wie München kommt man damit in keine Parklücke, weil die Toleranzen viel zu groß sind. Ich kann in eine 30cm-Parklücke einparken, ein Parkassistent noch nicht), wie bei schlechter Sicht, verdreckten Sensoren, Glatteis, etc pp. Für autonomes Fahren sind nicht die Regelzustände interessant, auf einem US-Highway in Arizona der Straße folgen kann ein Automat besser als ein Mensch. Sondern die Extremfälle. Und ein "Die Situation ist mir zu unklar, fahr du, Mensch!" in Notfällen ist nicht akzeptabel.
Ossifriese 21.08.2015
4. Warte noch ein Weilchen...
Tja, liebe Brummi-Fahrer. Dann seht euch mal langsam nach einem neuen Job um! Denn wenn die Versuche "erfolgreich" verlaufen, wird man euch bald nicht mehr brauchen. Oder denkt jemand, die im Falle eines Falles lenkende Hand eines Menschen wird ewig mit an Bord sein? Schon aus Kostengründen wird der Fahrersitz bald ausgebaut. Ich schätze, in 10-15 Jahren ist es soweit...
der_neue_Student 21.08.2015
5. ca. 200 Jahre nach Nürnberg-Fürth
Zitat:"Damals hatte Daimler angekündigt, die Technologie solle bis 2025 serienreif sein." Dann wollen wir mal sehen, was daraus wird. Wenn dann als nächstes auch die Busse autonom fahren, können wir endlich die Bahn dichtmachen.
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