Abgasskandal Daimler legt Widerspruch gegen Vito-Rückruf ein

Im Zuge der Abgasaffäre hatte der Bund von Daimler den Rückruf von mehreren tausend Vito-Transportern verlangt. Der Hersteller legt jetzt Widerspruch ein - auch gegen die Herausgabe von Informationen.

Dieter Zetsche mit einem Mercedes Vito (Archivbild)
DPA

Dieter Zetsche mit einem Mercedes Vito (Archivbild)


Der Autobauer Daimler geht gegen den Zwangsrückruf seines Kleintransporters Vito vor. Das Kraftfahrt-Bundesamt hat Daimler wegen einer illegalen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung dazu verpflichtet, mehrere tausend Transporter der Modellreihe zurückzurufen.

Der Konzern habe Widerspruch gegen den entsprechenden Bescheid eingelegt, allerdings werde das den Rückruf erst einmal nicht beeinträchtigen, teilte das Bundesverkehrsministerium mit.

Das Kraftfahrt-Bundesamt hält bestimmte Funktionen in der Motorsteuerung des Fahrzeugs für unzulässig und hat Daimler deshalb angewiesen, gut 4900 Vitos für Software-Updates zurückzurufen, davon rund 1370 in Deutschland. Daimler bestätigte den Widerspruch. Der Konzern wehrt sich gegen den Vorwurf, die Funktionen seien unzulässig.

Insgesamt soll der Autobauer auf Anweisung der Behörden rund 774.000 Autos zurückrufen. Nur für den Vito liegt aber bislang ein offizieller Bescheid vor. Daimler habe zugesagt, noch weitere Informationen zur Verfügung zu stellen, teilte das Ministerium mit. Sobald die vorlägen, werde der Rückruf der übrigen Autos erfolgen. Auch dagegen hat Daimler Widerspruch angekündigt.

ans/dpa



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