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Abgasaffäre: Zu hohe Stickoxidwerte bei Daimler und Opel

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Daimler AG

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Eine Abgasmessung des Kraftfahrt-Bundesamts bringt mehrere Autohersteller in Erklärungsnot. Bei den untersuchten Fahrzeugen sind die Emissionswerte sogar im Labor höher als offiziell angegeben.

Bei Kontrollen des Bundesverkehrsministeriums sind nach SPIEGEL-Informationen bei Pkw-Modellen von drei Herstellern überhöhte Stickoxid-Werte gemessen worden. (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

Am auffälligsten war ein Smart Fortwo aus dem Hause Daimler mit 195 Milligramm Stickoxid- Emissionen pro Kilometer. Erlaubt sind für dieses Modell nur 180 Milligramm. Es handelt sich dabei um ein Exemplar der vorletzten Baureihe. Auch ein älteres Modell des Opel Astra mit Zwei-Liter-Motor sowie eine aktuelle Variante des Peugeot 308 Kombi mit 1,6 Litern Hubraum haben die Grenzwerte überschritten.

Die Daten finden sich auf einer Messliste, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) offensichtlich aus Versehen an die Umweltorganisation Greenpeace geschickt hat. "Die Ergebnisse haben uns alarmiert", sagt Daniel Moser, Autoexperte der Hamburger Ökoorganisation. Denn die Tabellen zeigen die Ergebnisse jenes Messzyklusses, den die Hersteller mit ihren Fahrzeugen eigentlich für ihre Zulassung im Labor bestehen müssen - den sogenannten NEFZ.

Die betroffenen Hersteller wollten sich erst zu den Messergebnissen äußern, wenn das KBA offiziell seinen Bericht vorgelegt habe.

Abweichungen auf der Straße und im Labor

Bereits bei Tests der Deutschen Umwelthilfe war ein Mercedes-Modell mit erhöhten Abgaswerten aufgefallen, die Limousine C-Klasse. Im Gegensatz zu den jetzt vom KBA bekannt gewordenen Messungen fanden diese Untersuchungen jedoch auf der Straße unter Realbedingungen statt. Beim NEFZ wird dagegen anhand genau festgelegter Parameter im Labor getestet. Das Streckenprofil und die Geschwindigkeit sind vorgegeben. Die dabei gemessenen Emissionen dienen als Grundlage für den offiziellen Flottenverbrauch und finden sich in den Angaben der Hersteller zu ihren Autos.

Die Nachuntersuchungen hatte das Bundesverkehrsministerium im Zuge der VW-Abgasaffäre angeordnet. Bereits im November vergangenen Jahres teilte das zuständige KBA mit, dass auch die Werte anderer Hersteller Fragen aufwerfen. Seitdem herrschte seitens der Behörde jedoch Stillschweigen.

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insgesamt 173 Beiträge
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1. ...nur durch ein Mißgeschick bekannt. Schweigen der Behörde,
vantast64 18.03.2016
die eigentlich für die Bürger da sein sollte, stattdessen arbeitet sie mit Unterstützung der Abgeordneten für die Konzerne, wie Gesundheitsbehörden, Lebensmittelbehörden,usw. Auch das neue GEZ-Urteil ist im Sinne der Parteien und der Medienindustrie. Wir werden verraten und verkauft.
2. Errungenschaft deutscher Automobilindustrie!
takvor 18.03.2016
Das ist die Errungenschaft deutscher Automobilindustrie...
3. Ünertieben
bessernachgedacht 18.03.2016
Also ein Modell der vorletzten Baureihe. 195 statt 180 mg. Und das war dann schon das auffälligste. Das ist weder spannend noch zum aufregen . Und da es geringfügig ist, wird die Behörde dazu auch schweigen müssen, um ungerechtfertigten schaden der Hersteller zu vermeiden. Alles klar?
4.
DreiZen 18.03.2016
Gibt es eigentlich keine rechtliche Handhabe wenn Betrug von der Regierung gedeckt wird?
5. 195 statt 180?
Röntgen 18.03.2016
dann wäre das Problem ja wirklich nicht groß. Die bisherigen Messungen gaben mehrheitlich ein Vielfaches des erlaubten Wertes an. Mir ist unverständlich, warum dies nunmehr ein halbes Jahr nach dem Bekanntwerden des Fakes noch nicht verlässlich und justiziabel nachgemessen wurde.
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