In Fußgängerzone Darmstadt testet Kehr-Roboter

In Darmstadt zieht eine autonom fahrende Kehrmaschine ihre Bahnen. Einem flächendeckenden Einsatz stehen jedoch viele Bedenken entgegen.

Autonom fahrende Kehrmaschine in Darmstadt
DPA

Autonom fahrende Kehrmaschine in Darmstadt


Darmstadt testet in der Fußgängerzone eine autonom fahrende Kehrmaschine. Der Feldversuch sei der erste im öffentlichen Raum bundesweit, sagten Vertreter der südhessischen Stadt am Mittwoch über den dreitägigen Test bis einschließlich Donnerstag in der Innenstadt. Den Prototypen hat das Berliner Startup Enway entwickelt.

Die Kehrmaschine mit Elektroantrieb orientiert sich im Testgebiet mithilfe von Kameras, Lasermessungen und einer 3-D-Karte in ihrem Inneren. Deshalb benötige sie weder Internet noch GPS, wie Enway-Mitbegründer Julian Nordt sagte. Die Maschine ist mit zwei bis drei Stundenkilometern unterwegs. Sie wiegt 500 Kilogramm, ist 1,50 Meter lang und 1,10 Meter breit.

Für Kleinkinder besteht keine Gefahr, sagt der Hersteller

Nähert sich das Gerät Hindernissen, halte es an, sagte Nordt. Es stoppe etwa einen Meter vor einem plötzlich auftauchenden Kind. Bei einer Taube sei der Abstand geringer. Bis die Maschine den Regelbetrieb aufnehmen könne, werde es allerdings noch etwa fünf bis zehn Jahre dauern. Viele rechtliche Fragen seien noch ungeklärt.

Straßenkehrer werden dem Unternehmen zufolge weiterhin benötigt, wenn die Maschinen im Einsatz sind. Sie sollten menschliche Arbeitskräfte lediglich unterstützen. Mögliche finanzielle Einsparungen bezifferte die Darmstädter Verwaltung nicht.

Hamburg hat bereits Erfahrungen mit einem Putzroboter gesammelt, der feucht wischt. Ein derartiges Gerät hat die U-Bahn-Gesellschaft in einer Station getestet.

nis/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
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frodosix 31.10.2018
1. Der Roboter hält vor Hindernissen an
Das dürfte ihn für einen Einsatz in der Fussgängerzone eher ungeeignet machen. Beabsichtigt oder unbeabsichtigt dürften da dauernd irgendwelche Personen vor rumturnen. Ein Einsatz vor/nach Geschäftszeiten wäre vielleicht praktikabler.
fatherted98 01.11.2018
2. wäre eine gute Idee...
....für Sportplätze mit Tartanbahnen....die könnten automatisch über Nach abgekehrt werden. Ansonsten kann ich mir keinen Einsatz denken....evtl. Nachts fahren lassen, wenn keiner dort rumläuft....ist aber dann die Frage ob die Dinger dann am nächsten Tag noch da sind bzw. ob sie nicht total demoliert in der Gegen rumliegen....
hegri 01.11.2018
3. Die Sicherheit
gegenüber Personen bzw. Passanten dürfte ausreichend sein (Flächenradar od. -Laser) . Ausserdem fährt eine solche Kehrmaschine vermutlich nicht besonders schnell. Vielmehr Sorgen würde ich mir um Vandalismus machen. Es gibt zu viele Leute, die einfach alles nur kaputt machen müssen.
alexrio 01.11.2018
4.
Zitat von fatherted98....für Sportplätze mit Tartanbahnen....die könnten automatisch über Nach abgekehrt werden. Ansonsten kann ich mir keinen Einsatz denken....evtl. Nachts fahren lassen, wenn keiner dort rumläuft....ist aber dann die Frage ob die Dinger dann am nächsten Tag noch da sind bzw. ob sie nicht total demoliert in der Gegen rumliegen....
Ich würde mal eher behaupten wenn der Nachts unbeaufsichtig rumfährt, wäre er am nächsten Tag geklaut und beim Schrotthändler. Hier bei uns werden nun neue Mülleimer aufgestellt welche den Müll pressen, das Problem ist...um seinen Müll dort einzuwerfen muss man den versiften Griff anfassen ...macht keiner und ist einfach umständlich also fliegt der Müll wieder neben den Mülleimer.
genugistgenug 01.11.2018
5. Typisch deutsch!
...Bis die Maschine den Regelbetrieb aufnehmen könne, werde es allerdings noch etwa fünf bis zehn Jahre dauern. Viele rechtliche Fragen seien noch ungeklärt...... Die Technik steht also schon, nur die Anwälte wollen noch abzocken. Oder will man Zeit schinden bis Mitbewerber die Geräte kopiert haben? Vorschlag: Notschalter und Sitz draufmontieren - damit schafft man automatisch einen Arbeitsplatz als "Notstopper".
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