Verkehr Wieder mehr Tote bei Unfällen auf deutschen Straßen

Nach einer Phase des Rückgangs wird die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr voraussichtlich wieder steigen. Das hat auch mit dem Wetter zu tun.

Unfall auf der Autobahn A8 (Symbolbild)
DPA

Unfall auf der Autobahn A8 (Symbolbild)


Auf deutschen Straßen werden 2018 mehr Menschen ums Leben gekommen sein als im Jahr zuvor. Die Zahl tödlich verunglückter Verkehrsteilnehmer werde bis zum Jahresende um 40 auf 3220 steigen, schätzt das Statistische Bundesamt. Die Berechnung basiert auf den Zahlen des ersten Dreivierteljahres.

Zuvor hatte das Amt zwei Jahre lang Rückgänge verzeichnet. Im vergangenen Jahr kamen zudem so wenig Menschen wie nie im Straßenverkehr ums Leben, seit die Behörde die Daten erhebt.

Auch bei den Verletzten erwarten die Statistiker im laufenden Jahr eine Zunahme um etwa ein Prozent oder rund 3000 Verkehrsteilnehmer auf 393.000. Diese Zahl war 2017 gegenüber dem Vorjahr noch um 1,6 Prozent zurückgegangen.

Langer Sommer, mehr Verkehrsunfälle

Die Zahl der von der Polizei erfassten Unfälle wird sich bis zum Jahresende voraussichtlich ebenfalls leicht erhöhen. Laut der Statistik wird es von Januar bis dahin mehr als 2,6 Millionen Unfälle auf Deutschlands Straßen geben. Die Zahl der Unfälle mit Verletzten oder Toten wird sich um geschätzt ein Prozent auf 306.000 erhöhen.

"Wir hatten dieses Jahr einen extrem langen und heißen Sommer. Da passieren generell mehr Unfälle, weil mehr ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer oder Fußgänger auf den Straßen unterwegs sind", sagt Gerhard Kraski vom Statistischen Bundesamt. Im Winter hingegen gebe es lediglich mehr Sachschäden aufgrund der schlechten Witterungsbedingungen. Dann seien die Menschen zudem vorsichtiger unterwegs.

cfr/dpa



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