Saubere Luft Bund fördert wieder Rußpartikelfilter zum Nachrüsten

Wer sein altes Dieselfahrzeug mit einem Rußpartikelfilter nachrüstet, bekommt ab 2015 wieder Zuschuss vom Staat. Insgesamt 30 Millionen Euro spendiert der Bund den Autofahrern. Eine Investition in bessere Luft.

Autowerkstatt in Leipzig: Einbau eines Rußpartikelfilters
DPA

Autowerkstatt in Leipzig: Einbau eines Rußpartikelfilters


Stickige, schwarze Rußwolken - die Zeiten scheinen vorbei. Neuen Dieselmotoren ist dank aufwendiger Technologie das Stinken und Qualmen abgewöhnt worden. Fahrer älterer Diesel-Pkw und leichter Nutzfahrzeuge bleibt hingegen nur das Nachrüsten eines Rußpartikelfilters. Doch 2014 gab es dafür keine Zuschüsse mehr. Der Markt brach ein. Die Luftverschmutzung, vor allem in Ballungsräumen und Städten, stieg wieder an, so die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Rußpartikel stehen im Verdacht, für viele Krankheiten verantwortlich zu sein, darunter Herz-Kreislauf-Beschwerden.

Ab kommendem Jahr kommt die Förderung zum Nachrüsten von Rußpartikelfiltern wieder zurück. 30 Millionen Euro hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestags am Freitagmorgen im Etat für 2015 dafür vorgesehen, so das Bundesumweltministerium. Im letzten Entwurf des Haushaltsplanes war der Betrag ursprünglich nicht mehr eingeplant, ist aber durch einen Antrag der Koalitionsfraktion nun wieder eingegangen.

Jetzt müssten weitere Details geklärt werden, so ein Ministeriumssprecher gegenüber SPIEGEL ONLINE. Aus informierten Kreisen heißt es, die Förderung könnte bereits zum 1. Dezember dieses Jahres starten.

Damit fördert der Bund nach einjähriger Pause wieder den Einbau von nachgerüsteten Rußpartikelfiltern. Erstmals konnten Dieselfahrzeuge seit Februar 2012 eine Förderung zum Umrüsten bekommen. Der Zuschuss lag zuletzt in Höhe von 260 Euro. Alleine 2013 wurden nach Angaben des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle insgesamt mehr als 150.000 Zuschüsse ausgezahlt.

"Ein Jahr Stillstand in der Luftreinhaltung beendet"

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt die ab kommendem Jahr geltende Neuauflage der Partikelfilterförderung. "Es ist erfreulich, dass eine fraktionsübergreifende 'Große Koalition für saubere Luft' nach einem Jahr Stillstand in der Luftreinhaltung erkannt hat, dass akuter Handlungsbedarf besteht", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH. Das drohende Vertragsverletzungsverfahrens der EU wegen Nichteinhaltung der Luftqualitätsrichtlinie scheine Wirkung zu zeigen.

Seit dem 1. Januar 2005 gelten europaweit Grenzwerte für Feinstaub. Der Tagesmittelwert darf an nicht mehr als 35 Tagen pro Kalenderjahr überschritten werden. Zahlreiche deutsche Städte liegen teilweise deutlich über dieser tolerierten Anzahl der Überschreitungen, so das Umweltbundesamt. Die Städte errichteten deswegen unter anderem Umweltzonen. Dem Amt zufolge gibt es davon in Deutschland 48, drei weitere sind in Darmstadt, Offenbach und Siegen geplant.

smh



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insgesamt 46 Beiträge
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Seite 1
mcpoel 14.11.2014
1. Lobbyismus
Gefördert wird aber sicher nur, was mit Gutachten für spezifische fahrzeuge aus großindustrieller Serienfertigung daherkommt. Wer selbst einen Filter kauft, ihn an einen Motor/Fahrzeug anpassen will für den es noch kein solches Gutachten gibt, geht leer aus. Lobbypolitik geht auch hier wie immer vor Umweltschutz.... Die DUH interessiert das aber nicht.
jasper366 14.11.2014
2.
Zitat von mcpoelGefördert wird aber sicher nur, was mit Gutachten für spezifische fahrzeuge aus großindustrieller Serienfertigung daherkommt. Wer selbst einen Filter kauft, ihn an einen Motor/Fahrzeug anpassen will für den es noch kein solches Gutachten gibt, geht leer aus. Lobbypolitik geht auch hier wie immer vor Umweltschutz.... Die DUH interessiert das aber nicht.
Wenn Sie das entsprechende Gutachten bezahlen, welches die Wirkung des Filters untermauert, bekommen Sie wohl auch den Zuschuß. Ob sich das dann noch lohnen würde, ist ne andere Geschichte...
sm2443 14.11.2014
3. Die Luftverschmutzung stieg wieder an
das kann jedoch nichts mit dem Bestand an Fahrzeugen ohne Filter zu tun haben, denn der wird mit Sicherheit immer geringer
was.zum.teufel.... 14.11.2014
4. Schwachsinn.
Das bringt ohnehin nichts. Die Filter sind gern dicht und möchten freigefahren werden. Das führt wiederum zu erhöhtem Dieselverbrauch. Alles nur dummer Aktionismus.
MS_FFM 14.11.2014
5. Und dann wieder ab damit?
An anderer Stelle wurde berichtet, Taxis würden häufig mit demontiertem Partikelfilter fahren. Vom Tüv wird das wohl selten kontrolliert und von der Polizei schon garnicht. Also: auf Kosten des Steuerzahlers Filter montieren, dann wieder ab damit, und immer schön die Luft verpesten. Hauptsache, die Filterhersteller machen sich ein schönes Geschäft.
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